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Historical Weihnachtsband Band 03 von Brisbin, Terri (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.09.2010
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Historical Weihnachtsband Band 03

DAS WEIHNACHTSGEHEIMNIS von BRISBIN, TERRI
Wer ist die betörende Elizabeth wirklich? Diese schöne Dirne mit den Manieren einer Edelfrau ... Als Lord Gavin Macleod über Weihnachten nach England reist, gerät er unversehens in ihren sinnlichen Bann. Leidenschaftlich schwört er, ihr Geheimnis aufzudecken ...

EIN LICHT IM HERZEN von BARCLAY, SUZANNE
Obwohl Lord William Sommerville nie wieder lieben wollte, fühlt er sich von der entzückenden Rosemary unwiderstehlich angezogen. Doch ist sie nur eine schamlose Diebin? Oder gekommen, um an Weihnachten die Dunkelheit in seinem Herzen mit dem Licht der Liebe zu erhellen?

DER HAUCH VON WEIHRAUCH von LOVELACE, MERLIN
Moschus, Jasmin, Weihrauch - ein erregender Hauch von Parfüm erfüllt Sir Christophers Kammer, als er am Morgen erwacht. Aber wo ist die unbekannte Schöne hin, die ihn letzte Nacht so spontan verführt hat? Schneller als gedacht, sieht er sie wieder ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 351
    Erscheinungsdatum: 29.09.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862952533
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 431 kBytes
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Historical Weihnachtsband Band 03

1. KAPITEL

"Erlaube, dass ich sie dir heute Abend schicke."

"Machen dich die kürzer werdenden Tage närrisch im Kopf, Mann?"

Gavin MacLeod funkelte seinen Gastgeber wütend an. Dann hob er den Becher an die Lippen und nahm einen tiefen Schluck. Das Heidebier floss angenehm durch seine Kehle und brachte ihn dazu, alle weiteren missmutigen Erwiderungen hinunterzuschlucken. Wenn er eine Frau fürs Bett brauchte, musste niemand ihm helfen, eine zu finden.

Seit Jahren stattete er nun schon Orrick of Silloth zur Wintersonnwende einen Besuch ab. Und er konnte sich nicht daran erinnern, dass Orrick je Interesse an weiblichen Leibeigenen oder Bediensteten gezeigt, ja, dass er sie überhaupt wahrgenommen hätte. Allerdings war es Gavins erster Besuch nach dem Tod seiner Frau. Vielleicht fiel es Orrick jetzt deshalb leichter, mit ihm über Frauen zu sprechen. Vielleicht war es aber auch das kommende Fest, das ihm Lust auf dieses Thema machte?

"Schau, Gavin, sie ist genauso wenig eine wirkliche Hure, wie ich König von England bin", meinte Orrick leise.

"Bist du jetzt nicht nur mein Pflegebruder, sondern auch noch mein Kuppler?"

Gavin betrachtete die Frau genauer. Wie hätte er es auch nicht tun sollen? Orricks Worte zwangen ihn geradezu, ihr seine Aufmerksamkeit zu schenken. Er sah, dass sie in verschwenderischer Fülle mit allen weiblichen Attributen ausgestattet war. Volle, üppige Brüste, eine schmale Taille, wohlgerundete Hüften und lange Beine machten sie zu einer sehr anziehenden Erscheinung. Doch anstatt ihre Vorzüge ins rechte Licht zu rücken, wie es eine Frau tut, die sich ihren Lebensunterhalt auf dem Rücken liegend verdient, verbarg diese hier sie unter einem derben Gewand und einem Schleier. Und sie gab sich obendrein auch noch eher bescheiden.

"Du bist doch ihr Herr, Orrick. Weißt du etwa nicht, wie sie sich ihren Lebensunterhalt verdient?"

Orrick brummte nur und nahm einen Schluck aus seinem Becher. Gavin beobachtete die Frau einige Zeit, während sie an den unteren Tischen bediente. Sie zeigte ein liebenswürdiges Lächeln und sprach leise mit all jenen, denen sie Bier einschenkte. In ihrem Benehmen den Männern gegenüber lag nichts Aufreizendes, und keine der Frauen an den Tischen antwortete mit Feindseligkeit auf ihr Betragen. Orrick führte seinen Besitz und seine Ländereien in der Tat auf ganz andere Art und Weise als die meisten der englischen Lords.

"Ich weiß, wie sie sich ihren Lebensunterhalt verdient, Bruder. Ich weiß aber nicht, wie es dazu kam, dass sie ihn sich auf diese Weise verdienen muss."

Orricks Worte verblüfften Gavin. Orrick hatte seine ganz eigene Methode, mit der es ihm immer gelang, die Wahrheit herauszufinden. Trotzdem hatte diese Frau es geschafft, ihre Vergangenheit vor ihm zu verbergen. Das war erstaunlich. Und sehr interessant. Zum ersten Mal seit langer Zeit regte sich wieder etwas in Gavin.

Es war die Neugier.

Er ließ sich tiefer in den hochlehnigen Sessel zurücksinken und sah sich die Frau genauer an. Er schätzte sie auf ungefähr fünfundzwanzig Jahre. Anscheinend besaß sie noch alle Zähne. Gavin konnte es sehen, wenn sie lächelte. Und er sah auch, dass keine Pockennarben oder sonstigen Schönheitsfehler ihre Haut entstellten. Aufrecht und mit geradem Rücken stand sie da. Ihr Körper ließ keine Missbildungen erkennen. Das hier war keine der üblichen Dorfhuren.

"Spielt es überhaupt eine Rolle, warum sie es tut, Orrick? Macht sie dir irgendwelchen Ärger?"

Orrick beugte sich näher zu ihm, damit keiner seine Worte hören konnte. Besonders seine Frau Margaret nicht, die auf seiner anderen Seite saß. "Ich mag keine offenen Fragen. Wer weiß, was für Übel sie über uns bringen kann, falls jemand sie hier bei uns sucht?"

Gavin fühlte sich wie eine Marionette, an deren Schnüren man zog. Er erkannte sehr wohl das listige Spiel seines Pflegebruders und beschloss, es ihm gleichzutun. Was sein Bruder

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