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Hochglanzweiber Roman von Lind, Hera (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.10.2012
  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
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Hochglanzweiber

"Ich sehe schon: Es kommt jetzt auf einen Skandal mehr oder weniger nicht an!" Wilma kennt sie alle - und alle fürchten Wilma: Die Chefredakteurin des Hochglanzblattes Elite hat eine perfekte Spürnase für Klatsch und Schlüpfriges. Ihre spitze Feder, mit der sie über die Promiszene schreibt, gleicht einem Skalpell. Ihr nächstes Opfer: die bieder-brave Familienministerin, die sich den Wahlkampf mit einer kleinen Affäre versüßt. Was für ein wunderbarer Skandal! Wilma läuft zu Hochtouren auf - doch dann gerät sie plötzlich selbst in die Mühlen der Medien ... Messerscharf beobachtet und herrlich bissig erzählt: Der Bestseller von Hera Lind, einer der erfolgreichsten deutschen Unterhaltungsautorinnen aller Zeiten. "Hera Lind schreibt Romane, deren Lästerton die Herzen der stolzesten Frauen trifft." Die Zeit Jetzt als eBook: 'Hochglanzweiber' von Hera Lind. dotbooks - der eBook-Verlag. Hera Lind, geboren 1957 in Bielefeld, studierte Germanistik, Theologie und Gesang. Sie machte sich europaweit als Solistin einen Namen und war 14 Jahre lang festes Mitglied des Kölner Rundfunkchores. Während ihrer ersten Schwangerschaft schrieb sie ihren Debütroman 'Ein Mann für jede Tonart'. Dieser wurde sofort ein Bestseller und erfolgreich verfilmt - eine Erfolgsgeschichte, die sich mit zahlreichen Romanen wie 'Das Superweib' und 'Das Weibernest', Kinderbüchern und Tatsachenromanen bis heute fortsetzt. Hera Linds Bücher wurden in 17 Sprachen übersetzt und verkauften sich über 13 Millionen Mal. Sie lebt mit ihrer Familie in Salzburg. Bei dotbooks erschienen Hera Linds Romane 'Ein Mann für jede Tonart', 'Frau zu sein bedarf es wenig', 'Das Superweib', 'Das Weibernest', 'Die Zauberfrau', 'Der gemietete Mann', 'Hochglanzweiber', 'Mord an Bord', 'Der doppelte Lothar', 'Karlas Umweg', 'Fürstenroman' und 'Drei Männer und kein Halleluja' sowie die Kurzromane 'Rache und andere Vergnügen', 'Gefühle und andere Katastrophen' und 'Hunde und Herzensbrecher' sowie das Kinder- und Vorlesebuch 'Der Tag, an dem ich Papa war'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 466
    Erscheinungsdatum: 29.10.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955200459
    Verlag: dotbooks
    Größe: 656 kBytes
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Hochglanzweiber

"Nebenan können Sie auch einchecken, gnädige Frau."
Der blonde Bodensteward fischte Wilma aus der Warteschlange und ging voraus. "Hier geht es schneller, da brauchen Sie nicht zu warten." Er wies ihr den Weg in die First-Class-Abfertigungshalle und ließ sie vorangehen.
"Sie haben die Senator-Card, nehme ich an?"
"Natürlich." Wilma kramte in ihrer Handtasche herum. "Hier. Bitte."
Sie legte dem Steward ihre goldene Vielfliegerkarte aufs Pult und betrachtete dabei zufrieden ihre dezent lackierten Fingernägel, die farblich haargenau zu ihrem cremefarbenen Kostüm passten. Auch der Steward warf einen etwas zu langen Blick darauf.
"Sie müssen sich um Ihr Gepäck nicht mehr kümmern, Frau von der Senne. Bitte nehmen Sie so lange Platz."
Aha, dachte Wilma. Der kennt mich. Sie lächelte geschmeichelt, während sie sich auf einen dunkelroten Ledersessel fallen ließ. First-Class-Einchecken war einfach der Hit. Hinter dem Glaspavillon warteten weiterhin geduldig Dutzende von Passagieren in der "Economy"-Schlange. Und selbst bei "Business" war es gedroschen voll. Klar. Freitagnachmittag am Münchner Flughafen.
"Auch ein Elite- Leser, Herr ...?" Wilma bemühte sich, das Namensschild auf der Uniform des jungen Mannes zu entziffern. "... Bartenbach?"
"Wer liest nicht die Elite, Frau von der Senne? Ich freue mich jede Woche auf Ihre Gesellschaftskolumne. Was Sie aber auch für Stars treffen ..." Herr Bartenbach grinste Wilma freudig an, während er die "Priority" -Aufkleber am Koffer anbrachte.
"In der letzten Ausgabe war doch Ihr Bericht über die Oscar-Verleihung. Toll, Ihr Interview mit Julia Roberts. Und wie Sie ihr Kleid beschrieben haben! Ich habe wirklich jedes Wort verschlungen!"
Klar, dachte Wilma, du bist ja auch vom anderen Ufer. Diese Männer waren fast alle begeisterte Elite- Leser.
"Ja, es ist schon ein schöner Job", antwortete Wilma herablassend.
Herr Bartenbach fertigte Wilma mehr als zuvorkommend ab.
"Ich buche Sie in der ersten Reihe ein, Frau von der Senne. Die beiden Plätze neben Ihnen lasse ich frei. Dann können Sie in Ruhe arbeiten."
"Danke, Herr Bartenbach." Wilma erhob sich, legte einen Hundertmarkschein auf den Desk und nahm ihre Bordkarte an sich. Sie lächelte den Steward noch einmal gönnerhaft an und begab sich dann durch die Sicherheitskontrolle. Auch hier musste sie nicht warten. "First Class bitte hier entlang."
Wilma genoss es wahnsinnig, ein "VIP" zu sein. Sie schob sich durch die Kontroll-Lichtschranke.
"Ihren Mantel bitte!" Die pickelige Maid am Handgepäckband schien Wilma nicht zu kennen.
Die kann sich Elite nicht leisten, dachte Wilma, während sie ihren Pelzmantel ablegte. Die Pickelige grabschte danach und stopfte ihn in eine Plastikwanne.
Der teure Nerz fuhr durch das Röntgengerät.
"Die Tasche!"
Die liest vermutlich nur diese Schmutzblättchen, die beim Friseur und beim Zahnarzt rumliegen, dachte Wilma. Heim und Herd, Meine Vorbilder und ich, Neuer Tratsch.
"Noch was in den Taschen? Lippenstift, Kleingeld, Handy?"
Wilma kramte in den Jackentaschen ihres Kostüms herum. Sie legte ein kleines silbernes Nokia und einen Chanel-Lippenstift ins Körbchen.
Herablassend lächelte sie die Pickelige an.
"Sie haben Lippenstift auf den Zähnen", sagte die Pickelige.
Wilma zuckte zusammen. Verdammt. Was erlaubte sich dieser minderbemittelte Trampel?
Ver

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