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Hummeln im Herzen Roman von Hülsmann, Petra (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.09.2014
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Hummeln im Herzen

Von der Liebe darfste dich nich feddich machen lassen - diesen weisen Rat hört Lena gleich mehrmals von Taxifahrer Knut. Aber leichter gesagt als getan, wenn der Verlobte eine Niete und der Job wegen eines äußerst peinlichen Fehlers plötzlich ein Ex-Job ist.

Für Selbstmitleid bleibt Lena aber sowieso kaum Zeit. Ihr Leben muss dringend generalüberholt werden, und außerdem zieht ausgerechnet sie als Ordnungsfanatikerin in die chaotische WG ihrer besten Freundin. Vor allem Mitbewohner Ben nervt! Der ist nämlich nicht nur unglaublich arrogant, sondern auch ein elender Womanizer. Umso irritierter ist Lena, als ihr Herz beim Gedanken an ihn immer öfter auffällige Aussetzer hat ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 397
    Erscheinungsdatum: 16.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838758855
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: Eye of the Needle
    Größe: 2132 kBytes
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Hummeln im Herzen

Kapitel 1

... in dem ich mir vorkomme,
als müsste ich in der Bundesliga spielen –
obwohl ich doch nur Kreisliga bin

"Ich werde nie wieder heiraten. Niemals wieder."

Das dachte ich jedenfalls, als ich eine Woche vor unserem großen Tag mit meinem Liebsten Simon unsere Location – eine hochherrschaftliche alte Villa in Blankenese – besichtigte.

"Es gibt da leider ein Problem", verkündete Frau Lennart, unsere Hochzeitsplanerin, mit Leichenbestattermiene.

Mir rutschte das Herz in die Hose. "Oh nein, nicht noch eins", sagte ich und klammerte mich an Simons Arm.

"Ich fürchte doch. Ich mach es ganz kurz: Das Barbecue wird nicht stattfinden können."

Und hier war sie, die gefühlt zweitausendste Panne seit Anbeginn unserer Hochzeitsplanung. Ich spürte, wie das Blut in meinen Kopf stieg und meine Pulsfrequenz sich verdoppelte. "Nicht stattfinden?", fragte ich, inzwischen leicht hysterisch. "Was soll das heißen?"

Frau Lennart, durch und durch Profi, blieb ruhig. Sie wuchtete den zum Bersten gefüllten Ordner, den sie stets bei sich trug, von einem Arm auf den anderen. "Nun, wir haben vom Amt für Denkmalschutz keine Genehmigung erhalten, da der sich beim Grillen entwickelnde Rauch schädlich für die hochempfindliche Bausubstanz dieses Gebäudes wäre."

"Aber wir grillen doch nicht im Haus!" Am liebsten hätte ich Frau Lennart ihren dämlichen Ordner über die Betonfrisur geschlagen.

"Natürlich nicht. Aber für den Fall, dass es regnet, wären wir gezwungen, das Barbecue auf der Terrasse stattfinden zu lassen. Und dafür bekommen wir eben keine behördliche Genehmigung."

Hilflos wandte ich mich an Simon. "Du bist Anwalt, sag doch auch mal was! Das kann doch nicht rechtens sein!"

Er zuckte mit den Achseln. "Ich fürchte doch, Lena. Da kann man nichts machen, Bestimmungen sind Bestimmungen."

In diesem Moment klingelte sein Handy, wie so oft in letzter Zeit. Anstatt das Gespräch jedoch wegzudrücken und seiner zukünftigen Ehefrau zur Seite zu stehen, entschuldigte er sich kurz und entfernte sich ein paar Schritte. Vor ein paar Monaten hatte Simon in seiner Kanzlei ein superwichtiges Projekt übernommen. Seitdem telefonierte er so viel, dass ich befürchtete, sein Handy könnte noch an seinem Ohr festwachsen.

Schnell wandte ich mich ab, trat an die Fensterfront und sah hinaus in den Garten. Diese Hochzeit entwickelte sich mehr und mehr zu einem Albtraum. Je näher der große Tag heranrückte, desto mehr ging schief. Gut, dass ich nicht an Zeichen glaubte, sonst hätte ich die Ereignisse der letzten Wochen womöglich allesamt als schlechte Omen für die Hochzeit gedeutet.

Zum Beispiel die Sache mit den Ringen. Wir würden eigens für uns und nach unseren Vorgaben gefertigte Platinringe bekommen, die etwas ganz Besonderes waren, wie der Juwelier nicht müde wurde zu betonen. Als wir die Ringe vor zwei Wochen abholen wollten, stellten wir fest, dass sie tatsächlich etwas ganz Besonderes waren – vor allem deshalb, weil Simons Ring mit einem hübschen Diamanten besetzt war. Meiner dagegen glänzte in schmuckloser Schlichtheit. Wie kann denn bitte so etwas passieren? Jetzt mussten neue angefertigt werden, und der Juwelier hatte die Dreistigkeit besessen zu sagen, sie würden schon noch rechtzeitig fertig werden – wenn wir Glück hätten.

Oder die Kirche. Vor sechs Wochen hatte der Pfarrer uns abgesagt, in dessen kleiner, romantischer Kirche wir ursprünglich heiraten wollten, weil ein anderes Paar sich exakt unseren Trauungstermin ausgesucht hatte.

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