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Ich heiratete meinen Ex-Mann von Masi, Monica (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.03.2016
  • Verlag: fontis - Brunnen Basel
eBook (ePUB)
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Ich heiratete meinen Ex-Mann

Nirgends sind wir empfänglicher als in der Ehe. Und nirgends sind wir verletzlicher als in der Ehe. Das ist wahr. Dies ist die Geschichte von zwei völlig unterschiedlichen Charakteren, die erst geschieden werden mussten, um wieder miteinander reden zu können. Er, der ruhige, introvertierte Schweizer, sie, die italienstämmige Flugbegleiterin. Erst kommt es zum Crash, dann wieder zur Versöhnung und Wiederheirat. Ein Lehrstück in Sachen Kommunikation in der Ehe.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 10.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783038486060
    Verlag: fontis - Brunnen Basel
    Größe: 4273 kBytes
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Ich heiratete meinen Ex-Mann

1
Der Tag, der alles veränderte

Es war der 18. August 2003, ein heißer Tag. Ich verließ mein Büro in Zürich bereits um 16.00 Uhr, da bei mir zu Hause, auf meinem schönen, von roten Rosen umgebenen Balkon im Hochparterre, ein Grillabend mit meinen Freunden Tony und Sarah stattfinden sollte und ich noch letzte Vorbereitungen treffen musste.

Tony und Sarah waren nicht nur meine Freunde, sie waren auch meine Arbeitskollegen. Zwei Jahre zuvor hatte ich in der Finanzabteilung eines großen Reiseunternehmens ein Team von fünf Mitarbeitern übernommen, und mit zweien von ihnen war auch außerhalb des Geschäfts eine schöne Freundschaft entstanden.

Oft frage ich mich, wie die beiden mich in der Zeit von Anfang 2002 bis zu diesem Tag überhaupt aushalten konnten: Obwohl ich meine Arbeit gut und pflichtbewusst erledigte und ich von meinem Team als Vorgesetzte sehr geschätzt wurde, war mein heftig durchwühltes Privatleben in dieses Großraumbüro eingedrungen. Ich war sozusagen auf einer Achterbahn der Gefühle gewesen - von tiefen "Downs" mit vielen Tränen über meine kaputte Ehe zu übertriebenen "Ups", wenn es um meine neue Liebe ging. Das war nicht professionell von mir, und ich versuchte mich stets zu beherrschen. Doch in dieser Zeit hat das leider nicht immer geklappt.

An diesem Abend wollte ich ihnen also eine wichtige Entscheidung mitteilen. Eine Entscheidung, die sie wahrscheinlich nicht nur schade gefunden hätten, sondern gleichzeitig auch hätte aufatmen lassen. Ich hatte mich nämlich entschlossen, meinen Job zu kündigen und auszuwandern. Ich wollte weg von dem Ort, wo auch Stefan, mein Ex-Mann, lebte.

Gewollt oder ungewollt traf ich ihn ab und zu, und das war nicht leicht für mich. Wir hatten uns noch gern, und ich dachte, dass wir nach der Scheidung ein wenig distanzierter über unsere kurze Ehe hätten reden können, aber dies war leider unmöglich. Die Wunden schienen bei uns beiden nicht zu heilen, und ich zerbrach mir richtiggehend den Kopf, wenn ich mir die Frage stellte, wieso wir uns überhaupt so hatten verletzen können. Ich war mir vor unserer Hochzeit wirklich sicher gewesen, dass er die große Liebe meines Lebens war. Wir waren sehr verliebt, und ich fühlte mich bei ihm immer geborgen.

Im Zug unterwegs nach Aarau, meinem wunderschönen Wohn-, Geburts- und Heimatort, erhielt ich einen Anruf von meiner Mama.

"Wir kommen dich am Bahnhof abholen."

"Okay, danke", antwortete ich. Da ich seit der Trennung im selben Mehrfamilienhaus wie meine Eltern wohnte, dachte ich nur an einen netten Abholdienst und nichts weiter. Sie waren immer sehr fürsorglich zu mir, obwohl ich schon 28 war. Dies galt übrigens auch für meine zwei älteren Brüder, die längst verheiratet und selber Papis waren.

Meine Eltern sind ausgewanderte Sizilianer und wohnen nun seit mehr als fünfzig Jahren in der Schweiz. Demzufolge habe ich auch einen italienischen Pass, und das können die Leute nicht nur an meinem Vornamen erkennen, "Monica mit c", sondern auch an meinem Aussehen. Ich habe die charakteristischen Merkmale einer Südländerin: dunkelbraune Haare, dunkelbraune, große Augen und eine mediterrane Hautfarbe, die bei der ersten Sonne schön braun wird.

Auch in meinem Wesen und meinem Benehmen liegt viel von "Bella Italia": Ich muss immer gepflegt, geschminkt und top angezogen sein, auch wenn nur der Postbote vor der Haustüre steht. Ich lache sehr gerne, habe eine ausgeprägte Selbstironie, zeige sehr viel Mitgefühl, bin hochsensibel und harmoniebedürftig. Im Gegenzug habe ich aber auch mal einen sturen Kopf, bin meist ungeduldig, und mein Temperament ist nicht immer einfach auszuhalten. Ich liebe gutes Essen, Menschen, Ferien, interessante Bücher, schöne Städte, Musik, das Meer, die Sonne und hohe Temperaturen.

Die Hitze im schwarzen Auto meiner Eltern und die fehlende Klimaanlage machten mir an diesem Nachmittag also nicht zu schaffen. Ich freute mich, dass meine

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