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Ich küss dich tot (K)ein Familien-Roman von Berg, Ellen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.11.2018
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)
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Ich küss dich tot

Endlich wird gemordet! Hotelmanagerin Annabelle hat gerade einen Superjob in Singapur ergattert, als sie das Alpenhotel ihrer Eltern retten soll. Fest entschlossen, den maroden Familienbetrieb zu verkaufen, reist sie in die verschneite Heimat - und findet eine Leiche im Straßengraben. Ist es einer der Investoren, die das verträumte Bergdorf touristisch aufmöbeln wollen? Welche Rolle spielt Andi, der charmante Sohn der Nachbarn, mit denen ihre Eltern eine alte Fehde verbindet? Als eine weitere Leiche auftaucht, beginnt für Annabelle ein Wettlauf um Liebe und familiäres Glück. Ein mörderisch komischer Roman über die Tücken des Familienlebens und die wahre Liebe am falschen Ort.

Ellen Berg, geboren 1969, studierte Germanistik und arbeitete als Reiseleiterin und in der Gastronomie. Heute schreibt und lebt sie mit ihrer Tochter auf einem kleinen Bauernhof im Allgäu. Ihre Romane "Du mich auch. (K)ein Rache Roman", "Das bisschen Kuchen. (K)ein Diät-Roman", "Den lass ich gleich an. (K)ein Single-Roman", "Ich koch dich tot. (K)ein Liebes-Roman", "Gib's mir, Schatz! (K)ein Fessel-Roman", "Zur Hölle mit Seniorentellern! (K)ein Rentner-Roman", "Ich will es doch auch! (K)ein Beziehungs-Roman", "Alles Tofu, oder was? (K)ein Koch-Roman", "Blonder wird's nicht. (K)ein Friseur-Roman", "Ich schenk dir die Hölle auf Erden. (K)ein Trennungs-Roman, "Manche mögen's steil. (K)ein Liebes-Roman" und "Wie heiß ist das denn? (K)ein Liebes-Roman" liegen im Aufbau Taschenbuch vor und sind große Erfolge.

Besuchen Sie die Autorin auch auf www.ellen-berg.de.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 09.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841216212
    Verlag: Aufbau Verlag
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Ich küss dich tot

Kapitel 1

20. Dezember, noch vier Tage bis Heiligabend

Hundemüde und beladen mit einem schweren Rucksack, zog Annabelle ihren riesigen Rollkoffer durch die Gepäckhalle des Münchner Flughafens. Währenddessen überlegte sie beklommen, was sie wohl in Puxdorf erwartete. Chaos? Dramen? Katastrophen? Sie fürchtete sich ein wenig vor diesem Besuch. Ihr Vater, ein baumstarker Hüne, war nie ernstlich krank gewesen, ihre äußerst patente Mutter hatte noch nie so furchtbar kläglich geklungen wie gestern am Telefon. Dunkel schwante Annabelle, dass die Kindheit endgültig vorbei war, wenn die Eltern Hilfe brauchten.

Na, wenigstens hast du eine ganze Woche eingeplant, mehr als sonst, beruhigte sie sich. Das sollte reichen, um Trost zu spenden, Unterstützung zu organisieren und mit dem guten Gefühl abzureisen, dass du deine Tochterpflichten erfüllt hast. Anständig. Wie es sich gehört.

Jemand schob sich grob an ihr vorbei und warf sie dabei fast um. Frechheit. Ohnehin ging es in der Gepäckhalle zu wie beim Oktoberfest. Überall wurde munter ausgeteilt: ein Rempeln hier, ein Drängeln dort, hinzu kam der beherzte Einsatz von Gepäckstücken, denen Annabelle gar nicht so schnell ausweichen konnte, wie die Dinger auftauchten. Zack, und schon wieder hatte sie eine Reisetasche in den Kniekehlen. Der dazugehörige Mann, Typ arroganter Anzugträger, entschuldigte sich nicht einmal, sondern eilte zielstrebig davon.

Na toll. Kopfschüttelnd bahnte sich Annabelle weiter einen Weg durchs Gewühl, hielt jedoch im Gegensatz zu ihren lieben Mitmenschen die Regeln der Höflichkeit ein. Für ihr wiederholtes "Excuse me" erntete sie allerdings verwunderte Blicke. Ach so. Sie hatte fast vergessen, wie es war, wenn alle ihre Muttersprache beherrschten. Um ein Haar hätte sie sogar den uniformierten Beamten auf Englisch begrüßt, der sie mit einer knappen Geste aufforderte stehen zu bleiben.

"Grüß Gott, junge Frau. Haben Sie zollpflichtige Waren im Gepäck?"

"Nein, nur Dinge für den persönlichen Gebrauch."

"Bitte den Koffer öffnen", befahl der Zollbeamte.

Mit dem Kinn deutete er auf einen länglichen Stahltisch. Ächzend hievte Annabelle ihr Ungetüm von Koffer darauf und ließ die Verschlüsse aufschnappen. Die Reise in die heimatlichen Gefilde ging ja super los. Erst das Gedrängel, und nun auch noch eine hochoffizielle Durchsuchungsaktion.

Als sie sich wieder aufrichtete, schwankte sie leicht. Im Grunde konnte sie sich kaum noch auf den Beinen halten nach den Strapazen, die hinter ihr lagen. Beim Mandalay Bay um eine Woche Aufschub zu ersuchen ( Wie bitte? Sie kommen erst an Silvester? Das ist nicht Ihr Ernst! ), den Flug nach Singapur zu canceln (eine Entscheidung, die Unsummen verbrannt hatte) und einen Last-Minute-Flug nach München zu ergattern (eine nicht minder teure, dazu äußerst aufreibende Sache) waren noch die einfacheren Herausforderungen gewesen. Schwerer wog, dass sie emotional auf der letzten Rille surfte.

Während des gesamten Flugs hatte sie kein Auge zugetan. Liebend gern hätte sie ihre Aviaphobie, diese höchst lästige Flugangst, gegen das Ding mit den Enten eingetauscht. So hatte sie nur zitternd in ihrem Sitz gekauert, Herrn Huber durchgeknetet und für ihren Vater ein Stoßgebet nach dem anderen himmelwärts geschickt. Neben der Sorge wegen seines Schlaganfalls belasteten sie Schuldgefühle. Seit zwei Jahren war sie nicht mehr in Puxdorf gewesen. Zwei lange Jahre, die dennoch irrwitzig schnell vorübergeflogen waren, angefüllt mit Arbeit, nochmals Arbeit, neuen Freunden und, tja, mit Simon.

Kurz vor dem Boarding hatte er sich dann doch noch gemeldet. Per WhatsApp, mit einem komplett unromantischen Gute Reise, viel Erfolg . Annabelle war keine Antwort eingefallen. Zu distanziert hatte das geklungen, zu endgültig. Simon war Geschichte. Und nun musste sie sich auch noch eingestehen, dass es keine nachvollziehbare Begründung gab, warum sie ihrer Familie

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