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Ich schenk dir die Hölle auf Erden von Berg, Ellen (eBook)

  • Erschienen: 14.06.2017
  • Verlag: Aufbau-Verlag
eBook (ePUB)
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Ich schenk dir die Hölle auf Erden

Viel Spaß in der Hölle! So ein mieser Schuft! Als Carina entdeckt, dass Ehemann Sven sie betrügt, bricht ihre heile kleine Welt zusammen. Klar, Lust und Leidenschaft sind nach zehn Jahren Ehe und zwei Kindern auf der Strecke geblieben. Doch dass Sven mit seiner Neuen all die romantischen Highlights genießt, die sich Carina immer gewünscht hat, ist zu viel. Sie beschließt, ihn direkt in die Scheidungshölle zu schicken. Und die Neue gleich dazu. Soll sie ruhig merken, wie angenehm das Leben an Svens Seite ist, wenn seine Kinder sonntagmorgens Hockeytraining haben oder Brechdurchfall bekommen ... Während ihres Rachefeldzugs blüht Carina auf. Die Männer stehen Schlange - und plötzlich auch Sven. Was tun?

Ellen Berg, geboren 1969, studierte Germanistik und arbeitete als Reiseleiterin und in der Gastronomie. Heute schreibt und lebt sie mit ihrer Tochter auf einem kleinen Bauernhof im Allgäu. Ihre Romane 'Du mich auch. (K)ein Rache Roman', 'Das bisschen Kuchen. (K)ein Diät-Roman', 'Den lass ich gleich an. (K)ein Single-Roman', 'Ich koch dich tot. (K)ein Liebes-Roman', 'Gib's mir, Schatz! (K)ein Fessel-Roman', 'Zur Hölle mit Seniorentellern! (K)ein Rentner-Roman', 'Ich will es doch auch! (K)ein Beziehungs-Roman', 'Alles Tofu, oder was? (K)ein Koch-Roman' liegen im Aufbau Taschenbuch vor und sind große Erfolge.

Produktinformationen

    Größe: 2276kBytes
    Herausgeber: Aufbau-Verlag
    Untertitel: (K)ein Trennungs-Roman
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 336
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783841213068
    Erschienen: 14.06.2017
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Ich schenk dir die Hölle auf Erden

Kapitel 2

Als Carina eine Viertelstunde später das Wohnzimmer betrat, in einem alten abgeliebten Jeanskleid, eine Steingutplatte mit Minipizzen in den Händen, hatte sie sich einigermaßen gefangen. Der gemütliche Raum strahlte etwas Beruhigendes aus. Es duftete nach dem würzigen Aroma von brennendem Kaminholz, nach Tannenzweigen und Parfums. Allerdings täuschte die heimelige Atmosphäre, denn natürlich hatten die Neuigkeiten für helle Empörung gesorgt. Auf die mit cognacfarbenem Leder bezogenen Couchen und Sessel verteilt, palaverten ihre Freundinnen lautstark über Beziehungen im Allgemeinen und Jonas im Besonderen. "Dumpfgummi", "Heckenseppel" und "Vorstadtmacho" zählten noch zu den netteren Bezeichnungen, die ihm zugedacht wurden.

"Da ist sie ja endlich, unsere arme Carina!", rief Wanda. "Denk bloß nicht, wir lassen dich jetzt im Stich!"

Von den Kindern war glücklicherweise nichts zu sehen. Nur Bingo hatte es sich vor dem Kamin gemütlich gemacht. Sein Fell schimmerte golden im Widerschein des flackernden Feuers, seine Augen hatte er halb geschlossen. Doch er blieb wachsam, das signalisierte seine Rute, die rhythmisch auf den Boden klopfte. Witternd hob er den Kopf, als sein Frauchen in Sicht kam. Carina strich ihm sacht über den Rücken. Wenn sie sich auf einen Kerl verlassen konnte, dann auf Bingo. Ansonsten sah sie dem Abend mit gemischten Gefühlen entgegen. Was, wenn Jonas in diese aufgeheizte Runde platzte?

"Danke, dass ihr gekommen seid", sagte sie mit belegter Stimme.

"Entspann dich, sei ganz du selbst, du musst uns nicht die perfekte Gastgeberin vorspielen", erwiderte Leni weich. "Wie gesagt: Wir sind für dich da. In guten und in schlechten Zeiten."

Kaum war Carina in einen freien Sessel geplumpst, als auch schon alle auf sie einredeten. Wanda führte die Diskussion an, unterstützt von Leni, die Carina ein Glas Prosecco reichte und als frisch geschiedener Single erst einmal den Gang zu ihrem Scheidungsanwalt empfahl. Der habe es drauf, aber richtig. Mit deutlich weniger Verve beteiligten sich Betty und Sibylle an der Debatte. Beide waren glücklich verheiratet, so jedenfalls ihre Beteuerung.

Betty, im eleganten perlgrauen Kostüm nebst adrettem braunem Pagenkopf, hielt einen Vortrag über die Geheimnisse des Konfliktmanagements. Da sie in der Personalabteilung eines Pharmaunternehmens arbeitete, kannte sie sich damit bestens aus.

"Lass dich keinesfalls auf Psychospiele ein", beschwor sie Carina. "Sonst wirst du von falschen Argumenten manipuliert. Jonas ist der Täter, wird sich aber sehr wahrscheinlich als Opfer darstellen, als überarbeiteter, emotional vernachlässigter Familienvater, der Versäumtes nachholen will. Ohne dich, versteht sich."

Sibylle, in Jeans und grauem Rollkragenpulli, beschränkte sich passend zu ihrem Lehrerinnenjob auf wissenschaftliche Erkenntnisse über das Verfallsdatum von Ehen.

"Man muss aber auch bedenken: Spätestens nach sieben Jahren Beziehung stellt sich das Panda-Syndrom ein. Kennt ihr nicht? Doch, kennt ihr. Fürsorglichkeit statt Erotik, Kampfkuscheln auf der Couch statt heißem Sex. Alles ganz normal. Leider auch ein Nährboden für Affären."

"Die Frage ist ja wohl eher, wie es jetzt weitergeht", warf Leni ein. "Meiner Erfahrung nach sollte man nicht lange fackeln. Auch mein Andreas ist durch fremde Betten gestiegen. Wir haben darüber geredet. Und geredet. Und wieder geredet. Hätte ich mir alles schenken können, am Ende sind wir dann doch vor dem Familiengericht gelandet. Besser, Carina zieht den Schlussstrich sofort. Alles andere wäre verletzungsaffin. Der reine Wahnsinn."

"Lass dich bloß nicht von diesem schlecht bestrahlten Typen austanzen!", rief Wanda kauend. Sie hatte sich bereits bei den Minipizzen bedient und angelte sich gerade eine zweite. "Wer loslässt, hat beide Hände frei!"

Carina spürte einen dicken Kloß im Hals. Die Solidaritätsbezeugungen ihrer Freundinnen waren zweifellos

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