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Ich Will Erzählungen von Schönfeld, Christiane (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.02.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Ich Will

ICH WILL, sind Erlebnisse von und mit Kindern in Kaufhäusern und an anderen Orten. Ihre Willenskraft wird tagtäglich den Eltern zur Konfrontation dargeboten. Wie sie damit umgehen, differiert von Kind zu Kind. Den Umgang der Eltern, eben diesem Willen zu begegnen, hilft den Kindern den rechten Weg zum Erwachsenwerden zu erlernen. Viele Eltern schaffen diesen Grat, leider nicht alle. Die Kinder, die mit ihrem Kopf durch die Wand gehen dürfen, sind die heutigen Ergebnisse der Krawalle. Wie erzieht man ein Kind richtig? Es gibt viele Wege, die an jedes einzelne Kind individuell angepasst werden sollte, um es auf den rechten Weg zu führen. Christiane Schönfeld, Jahrgang 1944. Auf dem elterlichen Hof in Niedersachsen wuchs sie im Familienverband auf. Absolvierte die Pflichtschuljahre. Vom ersten Lebenstag an neugierig, lebte sie von 1961 bis 1968 in Australien und heiratete dort. Ein Jahr später, zurück in Deutschland, konnte sie ihre Tochter in die Arme schließen - sie liebt sie innig. Nach erfolgreichem IHK-Abschluss zur Sekretärin und zahlreichen Weiterbildungen, übte sie zwei Jahrzehnte in einer Autozuliefer-Firma den Beruf der Sekretärin und Speditionskauffrau aus. Als Empfangssekretärin verblieb sie bis zum Rentenalter. Heute, im gesetzten Alter, fühlt sie sich berufen, ihre Leidenschaft zum Schreiben literarisch umzusetzen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 148
    Erscheinungsdatum: 18.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741260605
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 545kBytes
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Ich Will

Ein pfiffiges Kerlchen

Moment Mal, die Eltern mit dem Buben dort kenne ich doch? Die waren vor drei Stunden in dem großen Lebensmitteladen, in dem ich mir einiges für heute Abend zum Essen besorgte. Das Drama in dem Geschäft vergesse ich so schnell nicht. Wäre es nicht so traurig, könnte man darüber lachen. Sollte man aber nicht, wenn ein Kind absichtlich etwas mitnimmt und die Eltern decken es auch noch. Ja doch, das war nicht zu verkennen.

Der Kleine ist ganz schön gerissen. Hat er sich doch an den Spielsachen bedient, dann lautstark damit Kunden belästigt und zum Ärgernis anderer Kunden diverse Spielsachen in deren Einkaufwagen gelegt, während seine Eltern auf der Suche nach Lebensmittel sich nicht um ihn kümmern.

Die Beschwerden der Kunden an seine Eltern kommentieren sie mit: "Der spielt doch nur."

Na fein, das sehen die Verärgerten aber nicht so und machen ihrem Verdruss lautstark Luft: "Das ist eine bodenlose Frechheit. Man sollte die Polizei holen. "

"Angezeigt gehören sie. Jawohl. Mein Lebtag habe ich so eine unverschämte Antwort noch nicht erhalten", kann sich der recht große Mann, mittleren Alters sich nicht mehr beruhigen. Er hat noch einige Mitstreiter im Gepäck.

Derlei Aussagen prasseln noch viele auf die Eltern ein.

An der Kasse gibt es noch mal Ärger. Der Knirps hat doch tatsächlich diverse kleinere Spielsachen in seinen Hostentaschen versteckt und bahnt sich den Weg durch die Kasse zu. Das kann ja nicht gutgehen - die Hosentaschen quellen über von dem Versteckten. Der Alarm geht los und dann entsteht ein heilloses Durcheinander. Die Eltern scheren sich nicht drum. Mit ihrer Ware an der Kasse abgefertigt und in den Warenkorb gelegt, bewegen sie sich auf den Ausgang zu.

Eh? Was stellt das dar? Der Junge gehört doch zu ihnen. Wollen sie den hierlassen? Na ja, kann ja auch sein, das er selber Geld zum Bezahlen hat. Ist wohl eins der modernen Kinder, die alles selbstständig erledigen dürfen.

Der Bengel schreit plötzlich lauthals los und scheint nicht aufhören zu wollen: "Mama! Papa!. Helft mir, die fette Kuh hier an der Kasse will mich nicht durchlassen!"

Mit der Bezeichnung meint er nicht die Kassiererin. Nein. Eine ältere Dame, recht korpulent an Figur bietet ihm keine Möglichkeit an ihr vorbei zu kommen. Alles quetschen des Kindes nutzt nichts, da ist kein Platz für derlei Aktion. Einer von beiden muss sich notgedrungen vor oder zurück bewegen. Dem Anschein nach, nicht die Dame. Ihre Waren auf dem Förderband werden als nächstes zur Kasse bewegt. Sie geht dem nach, ihre Geldbörse in der Hand wohl auch bereit gleich zu zahlen.

"Sag mal, du Rotzbengel. Erst willst du nicht deine Hosentaschen leeren, in denen du die geklauten Waren versteckt hältst und dann noch frech werden. Das wird ja immer schöner mit der heutigen Jugend."

"Ja, sehen sie sich doch seine Eltern an, da weiß man gleich mit wessen Schlag Mensch man es zu tun hat. Dabei kann ja nichts Vernünftiges an Kind herauskommen."

"Nein, wenn das noch zu Hitlers Zeiten passiert wäre, dem würden sie erstmal ordentlich den Hintern versohlen", mischt sich nun noch ein zierliches Persönchen von Frau, die gleich hinter dem Jungen steht, in die Beschimpfungen ein - sie ist kaum größer als er.

Da stimmt der Mann, scheinbar an Osteoporose leidend - seine Haltung leicht vornüber gebeugt drückt dies aus -, der ebenfalls in der Reihe vor der Kasse steht, ihr zu und meint noch: "Was für eine Jugend heute. Was denen fehlt ist ein Krieg, damit sie lernen, das ihnen die gebratenen Tauben nicht nur so in den Mund fliegen."

Derlei Aussagen hört man immer wieder mal von der Nachkriegsgeneration.

Das imponiert dem Bub nicht im Geringsten. Im Gegenteil, nun brüllt er noch lauter nach seinen Eltern.

Wahnsinn, welche Lautstärke Kinder entwickeln können.

Ich bewundere vor allem ihre Ausdauer. Ein Erwachsener schafft das nicht, d

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