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Im Bann des Wüstensohns von Yates, Maisey (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.08.2018
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Im Bann des Wüstensohns

Prinzessin Samarah liegt auf der Lauer, die Waffe in der Hand. Wenn Ferran das Schlafgemach betritt, wird sie Vergeltung üben! Doch der Scheich ist schneller und stellt Samarah vor eine unfassbare Alternative: Entweder er lässt sie in den Kerker werfen - oder sie heiratet ihn!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 16.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733737566
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 1488 kBytes
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Im Bann des Wüstensohns

1. KAPITEL

Scheich Ferran Bashar, der König von Kadra, würde die Nacht nicht überleben. Noch ahnte er nichts von seinem Schicksal, doch sein Tod war beschlossene Sache.

Allerdings würde es Samarah Überwindung kosten, einen Menschen zu töten. Deshalb hatte sie so lange trainiert, bis sie die Bewegungsabläufe vollkommen verinnerlicht hatte. Ihr Körper wusste nun, was zu tun war. Und wenn der Zeitpunkt gekommen war, würde sie nicht eine Minute zögern. Kein Mitleid empfinden.

Samarah wartete neben der Tür im Schlafzimmer des Scheichs, ein mit Chloroform getränktes Tuch in der einen Hand, ein Messer im dunklen Gewand versteckt. Sie musste lautlos vorgehen. Ihn überraschen.

Wieso sollte sie bei seinem Tod überhaupt Mitleid empfinden? Die Tradition, so alt wie ihre beiden Länder, verlangte diesen Schritt von ihr. Scheich Ferrans Blutlinie musste mit ihm enden.

Genauso wie ihre mit ihrem Vater geendet hatte. Von der Familie des Scheichs von Jahar war nur noch Samarah am Leben. Doch sie hatte ihren Namen ablegen müssen, denn nach dem Tod ihres Vaters hatte es eine Revolution gegeben und ihre Familie war entmachtet worden. Das einstige Königreich aber wurde über Jahre hinweg von schweren Unruhen erschüttert ...

Doch Samarah durfte jetzt keine Gefühle aufkommen lassen, sondern musste kaltblütig handeln. Nur deshalb hatte sie vor einem Monat eine Stelle im Palast des Scheichs von Kadra angetreten. Und Ferran hatte sie nicht wiedererkannt. Wie auch? Er hatte der neuen Palastbediensteten nicht ein einziges Mal ins Gesicht gesehen.

Doch sie hatte ihn sofort erkannt.

Scheich Ferran war groß und schlank, mit harten Muskeln, die eine beeindruckende körperliche Kraft erahnen ließen. Sie hatte beobachtet, wie Ferran trainierte, wie er sich bewegte. Sie wusste, wie ausdauernd er war. Sie hatte ihren Gegner genau studiert.

Doch Samarah würde Gnade walten lassen. Ihr Feind würde nichts spüren.

Völlig unerwartet würde sie angreifen.

Heute Nacht würde Samarah ihren Erzfeind besiegen.

Oder sie würde diejenige sein, die die Sonne nicht mehr aufgehen sah.

Samarah kannte das Risiko, aber sie war entschlossen, es einzugehen.

Sie wartete. Ihre Nerven waren bis zum Zerreißen gespannt. Plötzlich hörte sie Schritte im Gang - Ferran .

Sie holte tief Luft und wartete. Jetzt öffnete sich die Tür. Vom Flur her fiel helles Licht auf den Boden des Schlafzimmers und Samarah erkannte einen einzelnen Schatten. Er war allein.

Jetzt musste sie nur noch abwarten, dass die Tür hinter Ferran ins Schloss fiel.

Sie hielt den Atem an. Er warf die Tür hinter sich zu, und sie wusste, dass der Moment gekommen war.

Bevor sie aus dem Schatten trat, schickte Samarah ein Stoßgebet zum Himmel. Für Gerechtigkeit. Für Vergebung. Für einen schnellen Tod. Sei es für Ferran oder für sie selbst.

Doch in dem Moment, als sie sich auf ihn stürzen wollte, drehte er sich um und ihre Blicke trafen sich. Das Glitzern in seinen tiefen dunklen Augen ließ sie in der Bewegung erstarren. Diese Augen waren voller Leben.

Und sein Anblick war ihr so vertraut.

Trotz der vielen Jahre, die vergangen waren, erkannte sie ihn. Samarah starrte ihn an, unfähig sich zu bewegen oder zu atmen.

Und dieser Moment besiegelte ihr Schicksal.

Ferran sprang zur Seite und packte ihren Arm. Geistesgegenwärtig drehte Samarah das Handgelenk nach hinten und entzog sich seinem Griff. Gleichzeitig machte sie einen Rückwärtsschritt und tauchte mit dem Kopf nach unten weg.

Sie vollführte eine geschickte Drehung, ergriff seine Schulter und benutzte seinen Oberschenkel als Leiter, um auf seinen Rücken zu klettern. Sie riss die Hand mit dem Tuch mit Chloroform nach vorne und versuchte, es auf Ferrans Gesicht zu drücken.

Laut fluchend packte er ihr Handgelenk. Sie versuchte, sich erneut loszureißen, doch dieses Mal

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