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Insel der zärtlichen Träume von WYLIE, TRISH (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.02.2011
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Insel der zärtlichen Träume

Wie in einem Paradies für Liebende - so fühlt sich die Kunstexpertin Keelin auf Valentia. Denn hier, auf der 'Smaragdinsel' vor der Küste Südirlands, trifft sie den faszinierendsten Mann ihres Lebens: Garrett Kincaid. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick. Bei jeder Umarmung, jedem zärtlichen Kuss versinkt die Welt um Keelin. Doch je mehr sie ihr Herz an ihn verliert, desto stärker wächst die Angst in ihr, ihn zu verlieren. Sie befürchtet: Garrett wird die Insel niemals verlassen, und sie muss nach Dublin zurück. Wird es ein Abschied für immer?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 17.02.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863493202
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 453 kBytes
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Insel der zärtlichen Träume

1. KAPITEL

Keelin O'Donnell war eigentlich ein Mensch, der den neuen Tag mit Schwung und Elan begann. Heute jedoch wurde ihre heitere Frühaufstehermentalität hart auf die Probe gestellt.

Sie blieb stehen, sah sich um und seufzte. Das Haus musste hier doch irgendwo sein. Hatte sie sich etwa verirrt?

Plötzlich ertönte in der Nähe Hundegebell.

"Na wunderbar." Keelin sah mit gerunzelter Stirn in die Richtung, aus der das Bellen kam. "Jetzt werde ich auch noch von wilden Hunden angefallen. Hier, mitten im Moor. Der Hund der Baskervilles ist also doch real."

Das Bellen kam näher. Einem angriffslustigen Knurren glich es allerdings nicht, eher einem aufgeregten Kläffen. Das beruhigte Keelin immerhin ein wenig. Mit ihren blauen Augen suchte sie aufmerksam die Gegend ab. Jetzt, da die letzten Schwaden des Morgennebels sich lüfteten, konnte sie auch endlich die Umrisse von alten Steinmauern zu beiden Seiten der Straße, auf der sie ging, erkennen. Da lagen Felder, über denen noch milchige Dunstwölkchen standen, dort, wo der Morgentau sich in kleinen Kuhlen gesammelt hatte.

In der Ferne hörte Keelin das Rauschen der See, Salzgeruch lag in der Luft. Das rhythmische Schlagen der Brecher an die Felsen sollte eigentlich beruhigend wirken, doch Keelin kam sich verlassen vor wie der letzte Mensch auf Erden.

Bis sie aus den Augenwinkeln heraus eine Bewegung wahr nahm. Eine Gestalt kam durch den Nebel geradewegs auf sie zu. Das Hundegebell wurde lauter. Sie hörte eine Stimme - eindeutig männlich - nach den Hunden rufen, dann ein Pfeifen. Also war es ein Mann, der sich ihr näherte, und nicht irgendein gespenstischer Moorgeist.

Nebelfetzen waberten um seine Knie. Die Sonne trat aus den Wolken und warf ihr Licht auf sein dunkles Haar. Keelin blieb regungslos stehen und hielt den Atem an.

Der Mann sah faszinierend aus!

Er hätte direkt einem Modemagazin für rustikale Mode entstiegen sein können. Frauen kauften solche Sachen für ihre Männer, in der Hoffnung, den verweichlichten Städter in einen edlen Landlord zu verwandeln.

Zwei quicklebendige Springerspaniels liefen neben ihm her, und Keelin glaubte plötzlich, in die Vergangenheit zurückversetzt worden zu sein. Das musste an dem Aufzug des Mannes liegen, anders war es nicht zu erklären. Er trug einen langen gewachsten Mantel, das kragenlose Hemd stand am Hals offen, und er benutzte sogar einen langen Stock beim Gehen! Wenn Heathcliff, die Hauptfigur aus Emily Brontës Roman "Sturmhöhe", an jenem Morgen im Moor auch nur halb so gut ausgesehen hatte, war es völlig unverständlich, wie Catherine ihn jemals hatte verschmähen können!

Ohne den Blick von ihr zu wenden, näherte sich der Mann ihr. Keelins Mund wurde trocken. Wo versteckten sich solche Kerle denn ansonsten? Etwa hier auf dieser kleinen Insel vor der Küste von Kerry? Welch eine Verschwendung für die Frauenwelt!

"Guten Morgen."

Himmel, selbst seine Stimme war ein Traum! Die tiefste, melodischste, sonorste, samtenste Stimme, die Keelin je gehört hatte. Geradezu die Symphonie einer Stimme! War dieser Mann überhaupt real oder eine Erscheinung?

Sie blinzelte und starrte ihn stumm an. Schließlich hatte sie schon immer eine Schwäche für große, dunkle, gut aussehen de Männer gehabt. Welche Frau nicht?

Sag etwas, Keelin!

Schließlich räusperte sie sich und brachte ein heiseres "Hallo" hervor.

Wie geistreich!

Der Mann schaute sie unverwandt an. "Haben Sie sich verlaufen?"

Wenn der Rest an ihm ebenso fantastisch war wie seine Augen, könnte ihr das durchaus noch passieren! "Nicht dass ich wüsste. Das heißt, wenn der Mann im Hotel mir die richtige Wegbeschreibung gegeben hat."

"Patrick?" Ein Lächeln huschte über sein Gesicht, ließ eine Reihe perfekter weißer Zähne aufblitzen und zwei winzige Grübchen auf beiden Wangen, während er weiter auf sie zutrat. "Wahr

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