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Jane Austen - Jagd auf das verschollene Manuskript Historischer Roman von Flynn, Kathleen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.05.2018
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
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Jane Austen - Jagd auf das verschollene Manuskript

September 1815: Rachel und Liam, zwei Zeitreisende, landen auf einem Feld im ländlichen England. Sie tarnen sich als reiche Unternehmer, kommen aber in Wirklichkeit aus einer technologisch fortgeschrittenen Zukunft. Denn Rachel und Liam haben eine kühne Mission: Sie wollen Jane Austen treffen, sich mit ihr anfreunden und ihr verschollenes Manuskript retten - indem sie es stehlen! Über Austens Lieblingsbruder Henry infiltrieren sie Janes Umfeld und kommen der berühmten Autorin nahe. Doch je tiefer die Freundschaft wird, desto schwerer fällt es Rachel, sich auf ihren Auftrag zu konzentrieren.

'Clever, fesselnd und originell. Wer würde nicht gern in der Zeit zurückreisen und Jane Austen treffen? Flynns Beschreibung von Jane ist wundervoll, genauso muss sie gewesen sein. Dieses Buch bekommt einen Ehrenplatz in meinem Austen-Regal.' Syrie James, Bestsellerautorin von 'Die geheimen Memoiren von Jane Austen

'Ein bezaubernder Austen-artiger Stil und humorvolle Dialoge.'
Booklist

Kathleen Flynn ist Redakteurin der New York Times - und lebenslanges Mitglied der Jane Austen Society of North America. Für ihr Debüt hat sie intensiv recherchiert und nicht nur sämtliche Austen-Romane und Sekundärliteratur gelesen, sondern auch die Orte besucht, an denen die Autorin gelebt hat.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 02.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959677554
    Verlag: HarperCollins
    Originaltitel: The Jane Austen Project
    Größe: 2881 kBytes
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Jane Austen - Jagd auf das verschollene Manuskript

KAPITEL 2

23. September

33 Hill Street, London

Überraschend schnell fing die Fremdheit von 1815 an, sich normal anzufühlen. Mithilfe von Zeitungsannoncen, einem Hausmakler und flüssigen Mitteln kamen wir zu einem angemessenen Haus - vollständig möbliert, Toilette im Haus, vornehme West-End-Adresse -, das wir für sechs Monate mieteten. Wir hatten drei Bedienstete eingestellt, noch mehr Kleidung in Auftrag gegeben und mit der unheimlichen Aufgabe begonnen, das Falschgeld zu deponieren. Es gab so viel zu tun, und wir durften keine Zeit verlieren.

Routine stellte sich ein; Gewohnheiten entstanden. Ich setzte mich täglich unten mit Mrs. Smith zusammen, unserer Köchin und Haushälterin, um die Speiseplanung und die Einkäufe durchzugehen und alle Kosten zu prüfen. Sie war eine stämmige Frau mit sanften dunklen Augen und Pockennarben, und sie hatte eine behutsame Art, mir Dinge zu erklären, die ihr sehr offensichtlich scheinen mussten.

Eines Morgens allerdings präsentierte sie mir eine neue Herausforderung, kaum dass ich mich in ihrer kleinen Kammer auf halbem Weg zur Küche hingesetzt hatte. "Grace sagte mir, dass der Kamin im Salon qualmt, Miss."

"Tut er das? Nun, vermutlich wird sie es wissen." Grace war das Mädchen.

"Ist es Ihnen nicht aufgefallen?" Ich hatte keine Ahnung. Kohlenrauch war eines der Dinge, nach denen das Haus roch, neben Bienenwachskerzen, dem Terpentin und Essig in den Reinigungsmitteln und dem Lavendelduft, mit dem die Bettlaken beträufelt waren. "Als Sie mit dem Hausmakler sprachen, hat er Ihnen da gesagt, wann die Schornsteine zuletzt gereinigt wurden? Ich glaube, das Feuer in der Küche zieht auch nicht so, wie es sollte."

"Müssen wir die reinigen?" Ich dachte an Oliver Twist und die Szene, in der Oliver nur knapp dem Schicksal entging, der Helfer eines Schornsteinfegers zu werden, der in die Schornsteine klettern musste.

Mrs. Smith blinzelte langsam, was ihre Art war, ihre Verwunderung ob meiner Unwissenheit zu unterdrücken. Das Institut hatte sich überlegt, weil wir uns in einem England bewegen würden, in dem sich in den feinen Kreisen jeder zu kennen und alle nicht allzu entfernt miteinander verwandt wären, wäre die Lösung, weshalb wir keine Familie, keine Freunde und keine Bekannten aufweisen würden, uns zu verwaisten Geschwistern zu machen, den Kindern eines jamaikanischen Plantagenbesitzers. Es war keine ideale Biografie, könnte aber eine Menge erklären, wie etwa, dass ich nichts über Schornsteine wusste.

"Wenn Sie wünschen, Miss, schicke ich Mr. Jencks los, einen Schornsteinfeger zu holen." Ich musste immer noch verwirrt ausgesehen haben, denn sie fügte hinzu: "Um diese Zeit sind sie draußen unterwegs und bieten ihre Dienste an."

"Aber sagen Sie ihm, er soll einen holen, der Bürsten benutzt, nicht einen kleinen Jungen in den Schornstein schickt."

Sie blinzelte. "Bürsten?"

"Einige haben diese Bürsten mit langen Stielen, mit denen sie von oben alles erreichen."

"Das habe ich ja noch nie gehört."

"Dennoch gibt es sie." Da war ich mir sicher. "Vergessen Sie es nicht, wenn Sie mit Jencks sprechen." Ich selbst redete so wenig wie möglich mit Jencks, dem Diener. Meine Begegnungen mit ihm waren immer unerfreulich. "Er mag mich nicht", hatte ich mich bei Liam beschwert. "Wenn ich ihn bitte, irgendwas zu tun, sieht er mich nur spöttisch an und findet einen Grund, weshalb es nicht geht." Liam hatte skeptisch ausgesehen. Ihm gegenüber war Jencks stets kriecherisch höflich.

Später im Green Park dachte ich über Jencks und die seltsame Notwendigkeit nach, Bedienstete zu haben. Der Morgenspaziergang war zu einer festen Einrichtung geworden, denn dann konnten wir Dinge besprechen, ohne fürchten zu müssen, dass wir belauscht wurden. An jenem Tag jedoch hatten wir nicht viel geredet, waren nur schweigend eine Platanenallee hinuntergegangen. Es war sonnig, aber kalt mit

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