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Jenseits jeder Vernunft von Graham, Lynne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.04.2018
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Jenseits jeder Vernunft

'Willst du mich in Versuchung führen?', fragte er mit rauchiger Stimme. Tia blickte ihn aus unschuldigen blauen Augen an. 'Warum sollte ich das tun?' Eine atemberaubende Schönheit, versteckt hinter Klostermauern! Max Leonelli ist von der jungen Tia auf den ersten Blick fasziniert. Auf dringlichen Wunsch seines Mentors ist er von England nach Brasilien gereist, wo Tia seit ihrer Kindheit in einem Konvent lebt. Er soll die nichtsahnende Millionenerbin einfühlsam mit ihrem neuen Luxusleben vertraut machen - und sie heiraten, damit sie behütet ist! Aber die glühende Leidenschaft, mit der er die bezaubernde Unschuld begehrt, ist jenseits jeder Vernunft ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 24.04.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733710095
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 1398 kBytes
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Jenseits jeder Vernunft

1. KAPITEL

"Eigentlich habe ich kein Recht, dich um den Gefallen zu bitten", sagte Andrew Grayson und schob seinen Rollstuhl näher an das Kaminfeuer heran.

Max Leonelli, der es mit achtundzwanzig Jahren bereits zum Multimillionär gebracht hatte, runzelte die Stirn. "Ich würde dir jeden Gefallen tun", versicherte er dem gebrechlichen Mann, der ihn als Zwölfjährigen in seinem Haus aufgenommen hatte.

Andrew betrachtete den jüngeren Mann mit stillem Stolz. Natürlich war es längst zu spät, sich einzugestehen, dass er dessen Tante vor Jahren hätte heiraten und den Jungen adoptieren sollen. Der Neffe seiner Haushälterin war als traumatisiertes, ängstliches und misstrauisches Kind in sein Haus gekommen. Doch dem mächtigen Geschäftsmann, der vor ihm stand, war davon nichts mehr anzumerken.

Frauen waren verrückt nach Max. Der hübsche Junge mit den traurigen Augen hatte sich zu einem attraktiven Mann mit olivbrauner Haut, wie gemeißelten Gesichtszügen und herausforderndem Blick gemausert. Max war durch die entbehrungsreiche, schlimme Kindheit härter geworden und galt heute als unnachgiebiger Verhandlungspartner. Aber Andrew war er immer treu ergeben gewesen. Und seit der ältere Mann sich wegen gesundheitlicher Probleme aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen hatte, vertrat Max ihn an der Spitze des international erfolgreichen Geschäftsimperiums Grayson Industries. Für Max war es die Feuerprobe gewesen, und er hatte sie wie alles in seinem Leben mit Bravour bestanden.

"Meine Bitte sprengt den üblichen Rahmen", warnte Andrew.

Die Geheimniskrämerei ließ Max aufhorchen. Normalerweise redete Andrew nicht lange um den heißen Brei herum. "Schieß los ..."

Mit rasselndem Atem sog Andrew Luft in die angegriffenen Lungen. "Ich möchte, dass du meine Enkelin heiratest."

Max starrte den alten Mann ungläubig an. Der Schein des Kaminfeuers ließ seine goldbraunen Augen leuchten wie Bernsteine. "Aber sie lebt in Brasilien. Im Kloster ..."

"Im Moment noch. Ich möchte trotzdem, dass du sie heiratest. Nur so kann ich sichergehen, dass sie auch nach meinem Tod beschützt wird", erklärte Andrew. "Ich hätte gegen ihren Vater vorgehen sollen, als er dem Mädchen verboten hat, mich in England zu besuchen. Aber bis zum letzten Jahr hatte ich noch Hoffnung, er würde eines Tages nach Hause kommen und in meine Fußstapfen treten. Deshalb wollte ich es mir nicht mit ihm verderben. Schließlich ist sie seine Tochter, nicht meine. Und es war sein Recht, zu entscheiden, wo sie aufwächst."

Max stieß den angehaltenen Atem langsam aus. Er sollte ein Mädchen heiraten, das er noch nie gesehen hatte? Ein Mädchen, das im Kloster aufgewachsen war? Das war tatsächlich eine außergewöhnliche Bitte. Noch nie hatte Andrew ihn um ein solches Opfer gebeten. Und es wäre vermutlich die letzte Bitte, mit der er an ihn herantreten würde. Der alte Mann war schwer krank und hatte nicht mehr lange zu leben. Bei diesem Gedanken brannten Max' Augen, als wäre er zu nahe ans Feuer getreten.

"Tia ist alles, was ich noch habe. Meine letzte Nachkommin." Andrew wandte den Kopf ab. Doch Max hatte gesehen, wie sich sein Blick getrübt hatte. Vermutlich war ihm der Verlust seiner beiden Söhne wieder einmal schmerzhaft bewusst geworden.

Vor drei Jahren war Andrews ältester Sohn Steven verstorben, ohne Kinder zu hinterlassen. Und vor nicht einmal acht Wochen hatte Andrew auch noch erfahren müssen, dass sein jüngerer Sohn Paul in Afrika an einem Herzinfarkt gestorben war. Er war in einem fernen Land begraben worden, ohne sich vorher mit dem Vater auszusöhnen. Tia war Pauls Tochter. Sie entstammte seiner kurzen Ehe mit einem brasilianischen Fotomodell.

"Wir hätten das Mädchen schon vor Jahren zu uns holen sollen." Andrew seufzte.

"Ja." Max, der etliche Jahre jünger war als Andrews Söhne, hatte nur Steven persönlich kennengelernt. Steven hatte jahrelang für den Vater gearbeitet und war extrem fleißig gewesen,

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