text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Jetzt und für alle Zeit! von Brock, Andie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.01.2016
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
2,49 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Jetzt und für alle Zeit!

Als Charlotte die Nachricht erhält, dass Rafael Revaldi einen schweren Unfall nur knapp überlebt hat, bebt ihr ganzer Körper. Denn auch wenn ihre Ehe nur noch auf dem Papier existiert, denkt sie mit jedem Atemzug an ihn! Ausgerechnet jetzt verlangt Rafael, sie zu sehen, und Lottie ahnt, was er von ihr möchte: die Scheidung! Dabei hat der stolze Conte ganz andere Pläne: Er will ein Kind! Für Lotti eine völlig absurde Idee, denn seit einem tragischen Schicksalsschlag herrscht zwischen ihnen eisiges Schweigen ... oder will Rafael ihrer Liebe wirklich eine zweite Chance geben?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 05.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733702298
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 1084 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Jetzt und für alle Zeit!

1. KAPITEL

Es war die Narbe, die Lottie sofort auffiel. Eine dünne, rote Linie, die sich von seiner Braue über das Auge bis knapp unterhalb seines Wangenknochens zog.

Ihr Magen krampfte sich bei dem Anblick schmerzhaft zusammen. Sie atmete tief durch. "Rafael?"

Das Schweigen, das zwischen ihnen in der Luft hing, war beinahe fassbar. Es erfüllte die Atmosphäre in dem kleinen Büroraum mit Anspannung.

"Charlotte."

Nervös trat sie von einem Bein aufs andere. "Wie ... wie geht es dir?"

"Ich lebe." Seine Stimme war kalt und emotionslos, als er sich gegen die Kante des Schreibtischs lehnte. "Wie du siehst."

"Ja. Allerdings." Lottie schluckte hart. "Es tut mir sehr leid ... Das mit dem Unfall, meine ich."

"Danke." Seine knappe Erwiderung diente ganz offenbar dem Zweck, aufkommende Sentimentalitäten zu unterdrücken. Nicht, dass sie vorhatte, ihm gegenüber irgendetwas in der Art zum Ausdruck zu bringen. Rafael war kein Mann, der dies tolerierte. Schon gar nicht von ihr.

Sie beobachtete, wie er hinter dem Tisch hervortrat. Seine Bewegungen wirkten steif. In seinem schlichten grauen Anzug überragte er sie um mehr als einen Kopf. Einen Augenblick lang standen sie beide einfach nur da, wie sich abstoßenden Pole zweier Magnete, bis Rafael sich zu ihr vorbeugte und ihr mit dem Daumen über die Wange strich.

Lottie schloss die Augen, als sie seinen warmen Atem spürte. Seine Berührung. Ihn .

Im nächsten Moment zog er sich auch schon wieder zurück, und ihr Blick wanderte über seine Verletzungen.

Sie sah Kratzer, die sich über sein ganzes Gesicht zogen. Ein Bluterguss erstreckte sich über die gesamte Seite. Und die Narbe, stellte sie fest, sah aus wie ein Peitschenhieb.

Nicht besonders hilfreich, Lottie ...

"Also ... dein Gesicht ...?" Sie wusste, sie sollte das Thema nicht weiter vertiefen. Er würde sie dafür hassen, dass sie es überhaupt zur Sprache brachte. Aber sie brauchte die Rückversicherung. "Ich vermute, die Verletzungen sind nur oberflächlich?"

"Du vermutest richtig."

"Und der Rest deines Körpers?" Die Art und Weise, wie er sie anstarrte, ließ sie erröten. Soviel dazu, distanziert zu wirken. Sie hüstelte leise. "Ich meine, was hast du sonst noch für Verletzungen davongetragen?"

"Für jemanden, der mehr aus als dreitausend Metern gestürzt ist, ausschließlich unbedeutende."

"Sicher." Lottie verfluchte sich selbst. Was war das bloß für eine Frage? Wie viele Menschen überstanden schon einen Sturz aus dreitausend Metern Höhe und konnten hinterher noch davon berichten? Davon abgesehen war ihr das Ausmaß seiner Verletzungen bekannt. Es hatte alles in dem Zeitungsartikel gestanden: Punktierter Lungenflügel, ausgekugelte Schulter, gebrochene Rippen. "Konnte je geklärt werden, was schiefgegangen ist? Ich meine, warum dein Fallschirm sich nicht geöffnet hat?"

"Pech, Schicksal - nenn es, wie du willst." Rafael zuckte mit den Schultern. Er wirkte gelangweilt. "Ist das jetzt noch von Bedeutung?"

"Nein", entgegnete sie. "Vermutlich nicht." Doch obwohl er die Angelegenheit anscheinend so locker abtat, zweifelte Lottie nicht daran, dass eine genaue Untersuchung stattgefunden hatte. Und falls man die Person, die für den Unfall verantwortlich war, hatte ermitteln können, so gab es für diese ganz gewiss nichts zu lachen. "Du hast Glück gehabt, wie es aussieht."

"Glück?" Sein Tonfall sagte etwas völlig anderes.

"Dass der Baum deinen Sturz abgebremst hat. Es hätte sehr viel schlimmer kommen können."

"Stimmt", entgegnete er mit unbewegter Miene. "Ich hätte tot sein können."

"Ha!" Worüber lachte sie eigentlich? Nichts an der ganzen Situation war auch nur im Geringsten lustig.

Sie hatte sich natürlich darauf vorbereitet und immer wieder überlegt, was sie sagen wollte, wenn sie Rafael wiedersah. Selbst auf dem Flug hierher war sie noch einmal alles durchgeg

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen