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John Sinclair - Folge 1932 Lykaons Erwachen von Hill, Ian Rolf (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.07.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe
eBook (ePUB)
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John Sinclair - Folge 1932

Die Wölfin zitterte. Sie hatte Angst. Zu oft hatte sie in den vergangenen Jahren versagt, hatte sogar Hilfe von Feinden angenommen. Und während andere Dämonen immer mächtiger wurden, fristeten die Werwölfe ein Schattendasein.

Doch das sollte sich ändern. Fenris, der Götterwolf, würde dafür sorgen. Lange hatte er sich zurückgehalten und die Führung der Werwölfe seinem Alpha-Weibchen überlassen. Jetzt würde alles anders werden ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 21.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732514922
    Verlag: Bastei Lübbe
    Größe: 1258 kBytes
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John Sinclair - Folge 1932

Die Wölfin stand zitternd auf der von Fichten umsäumten Lichtung. Die Temperaturen lagen im zweistelligen Bereich unter Null. Beleuchtet wurde die Szenerie nur von dem fahlen Licht des Vollmondes, der den nackten, menschlichen Leib der Werwölfin in einen silbernen Schein tauchte.

Zwischen den Stämmen der Nadelbäume rings um die Lichtung bewegten sich mächtige Schatten, deren gelbe Raubtieraugen wie kleine Sterne in der Finsternis funkelten.

Einer der Schatten löste sich und trat zu der zitternden Frau auf die Lichtung. Es war ein Wolf, dessen Fell pechschwarz im Licht des Vollmonds schimmerte. Kleine Eiskristalle hingen zwischen den Haaren.

Der Wolf war größer als seine schwächeren Artgenossen, die sich immer noch in den Schatten unter den Bäumen duckten und die Lichtung umkreisten.

Auf allen Vieren trottete er langsam, beinahe gemächlich auf die Frau zu, die trotz ihrer Angst Ehrfurcht und Respekt für die Bestie empfand. Dieser Wolf war nicht einfach nur groß. Er war gigantisch. Selbst auf allen Vieren überragte sein mächtiger Körper die Frau um Haupteslänge.

Er war kein gewöhnlicher Wolf. Er war ein Gott. Fenris, der Götterwolf.

Eine Schrittlänge vor der Frau blieb er stehen, blies ihr seinen heißen Atem entgegen, der als Wolke ihren Körper umschmeichelte.

Obwohl sie sich fürchtete, schloss sie für einen Moment die Augen, genoss den Atem ihres Meisters und hätte in diesem Augenblick jedes Urteil von ihm akzeptiert. Selbst wenn es ihren Tod bedeutet hätte.

Die schöne Frau sank auf die Knie und legte den Kopf in den Nacken. So präsentierte sie Fenris ihre ungeschützte Kehle als Zeichen der Unterwerfung.

Der entließ ein bedrohliches Knurren aus den Tiefen seines Rachens.

"Versagerin!", grollte Fenris und zerstörte damit die Hoffnung der schönen Frau. Er warf sie mit einem kurzen Stoß seines gewaltigen Schädels nieder und legte eine riesige Pranke auf ihre zitternden Brüste.

Auf dem Rücken liegend schüttelte die Werwölfin den Kopf. "Nein, Fenris", flehte sie. "Das stimmt nicht. Ich habe dir immer treu gedient, doch unsere Gegner sind mächtig. Und auch Lupina ist nicht gegen sie angekommen."

Fenris brüllte auf. "Du wagst es, dich mit der Königin der Wölfe auf eine Stufe zu stellen?"

Die Werwölfin krümmte sich. "Nein, das würde ich mir nicht anmaßen. Doch wir kämpfen auf verlorenem Posten. Wir haben nicht nur unter den Menschen zahlreiche Feinde, sondern auch unter den Schwarzblütlern. Denk an Francis Leech."

Fenris neigte den Schädel als Zeichen seiner Zustimmung. "Jaaa", grollte es gedehnt aus seiner Kehle. "Den hat Sinclair beseitigt, doch er ist nicht die eigentliche Gefahr gewesen. Ich selbst werde mich meinem alten Feind stellen. Aber ich brauche ein mächtiges Rudel an meiner Seite und eine Gefährtin, die würdig ist, es anzuführen."

Die Werwölfin fasste neuen Mut. Sie richtete ihren Blick auf die gelben Augen des Götterwolfs, und ein Funkeln glitzerte in ihren Pupillen. Sie hob ihren rechten Arm und strich zärtlich über die Schnauze des mächtigen Dämons.

"Ich bin würdig, mein Herr und Meister."

Fenris zog die Lefzen hoch und ließ seine gewaltigen Reißzähne im Schein des Mondes aufblitzen. "Dann beweise es! Geh, und bilde eine neue Werwolf-Elite. Aber zuvor musst du einen alten Feind besiegen."

"Wer ist es?"

"Einst nannte man ihn den Werwolf-Jäger. Sein Name ist Michail Chirianow. Du kennst ihn nicht, doch er hat schon gemeinsam mit unserem Feind John Sinclair gegen Lupina gekämpft. Besiege ihn, und erweise dich meiner würdig."

Ohne auf eine Antwort zu warten, senkte Fenris sein Haupt und öffnete das gewaltige Maul. Dann versenkte er seine riesigen Zähne in dem weichen Fleisch zwischen Hals und Schulter der Frau. Diese bäumte sich auf, zuckte unter dem Götterwolf und keuchte vor Schmerz und Lust.

Dann verwandelte sie sich. Haare sprossen aus der Haut und bildeten inn

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