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Küss den Cop von Pranga, Sylvia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.11.2018
  • Verlag: Sieben Verlag
eBook (ePUB)
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Küss den Cop

Tyler Norton ist ein Cop und begegnet dem Moderator Brandon Charles, als er ihn vor einem Überfall bewahrt. Fasziniert von dem jungen Mann, der das Leben und die Frauen zu genießen scheint, nimmt Tyler bei ihm einen Job als Bodyguard an. Als sich herausstellt, dass Brandon ein Doppelleben führt und seine Sexualität vor seinem Vater und der Öffentlichkeit zu verbergen versucht, gesteht ihm Tyler, dass es ihm genauso ergeht. Zunächst ist Tyler begeistert von Brandons Charme und Charisma, und Brandon scheint an mehr als einer kurzen Affäre interessiert zu sein. Doch schon bald kommen Tyler Zweifel. Brandon verbirgt etwas, und dieses Geheimnis bedeutet ihm offenbar mehr als eine Beziehung mit Tyler.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 300
    Erscheinungsdatum: 30.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864438127
    Verlag: Sieben Verlag
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Küss den Cop

Kapitel 2

Tyler schlug die Wagentür hinter sich zu und schloss seinen alten Chevrolet ab. Dann atmete er tief durch und sah an dem Gebäude vor sich hoch. Da die Dunkelheit endgültig über Dallas hereingebrochen war, brannte in den meisten Zimmern Licht. Auch in der vierten Etage rechts. Ein Fenster stand offen, und Gazevorhänge bauschten sich in der milden Abendbrise. Tyler lächelte liebevoll bei dem Gedanken an die Bewohnerin.

Lautes Hupen schreckte ihn auf. Ein uralter Dodge mit eindeutig betrunkenem Fahrer donnerte an ihm vorbei. Er hörte die Insassen durch die geöffneten Fenster grölen. Der Auspuff knallte, eine blaugraue Abgaswolke bildete sich hinter der Klapperkiste. Tyler schnaufte. Er hätte gern geglaubt, dass sich die Leute zusammengerissen hätten, wenn er noch seine Uniform trüge. Aber so war es nicht, das wusste er. Der Stadtteil Lake Carolina war bekannt für seine hohe Kriminalitätsrate. Über einen Großteil der Gegend hatte die Polizei die Kontrolle verloren, da machte sich Tyler nichts vor.

Dafür waren die Mieten selbst für größere Wohnungen erschwinglich, weswegen seine Familie hier lebte. Tyler ging zur Haustür und drückte den Klingelknopf neben dem verschmierten Schild, auf dem der Name Norton kaum mehr zu entziffern war. Durch das Rauschen und Zischen war die Stimme eines jungen Mädchens gerade noch zu verstehen. In gespielt strengem Ton fragte sie: "Wer ist da?"

Tyler grinste. Dieses Spiel beherrschte er auch. So herrisch wie möglich rief er: "Polizei! Sofort aufmachen."

Ein übermütiges Kichern drang aus der Steinzeitsprechanlage, dann summte es, und Tyler drückte gegen die Haustür. Sie öffnete sich mit einem unangenehmen Schleifen und Quietschen. Ihm drang die kühle Luft des Treppenhauses entgegen, die allerdings vom Gestank nach verkochtem Kohl und Urin durchdrungen war. Tyler verzog angewidert das Gesicht. Er hasste es, dass seine Familie hier wohnen musste. Noch mehr hasste er es, dass er nichts dagegen tun konnte, weil er dafür viel zu wenig verdiente.

Tyler atmete möglichst flach, während er die verdreckten Treppenstufen hinauf in den vierten Stock stieg. Es gab zwar einen Fahrstuhl, aber der war entweder defekt oder wirkte, als würde er mit seinen Insassen abstürzen. Also quälte sich Tyler in dem Gestank, der in jeder Etage seine Note änderte, nach oben: Im Erdgeschoss roch es nach Kohl und Kotze, in der ersten Etage eindeutig nach Gras, in der zweiten, als hätte jemand Durchfall gehabt. Tyler hatte mit Übelkeit zu kämpfen, als er endlich in der obersten Etage ankam. Hier zog der Duft nach Tomatensoße aus der Wohnung seiner Familie. Und der Treppenabsatz war wie immer blitzblank gewischt. Tyler lächelte. Seine Leute gaben sich die größte Mühe, ein gewisses Niveau zu wahren, auch wenn sie fast ganz unten angekommen waren.

Er wollte gerade an die Tür klopfen, weil die Klingel seit Wochen nicht funktionierte, als sie aufgerissen wurde, und ein kleiner Derwisch ihn ansprang. Zwei dünne Arme legten sich um seinen Hals, knochige Beine umklammerten seinen Körper. Eine hohe Stimme quietschte direkt neben seinem Ohr: "Da bist du ja endlich. Ich habe dich so vermisst. Wie lange warst du jetzt nicht bei uns?"

Tyler lachte, schlang die Arme um seine kleine Schwester und schwang sie einmal übermütig im Kreis. "Drei ganze Tage. Was für ein Verbrechen. Dafür verdiene ich die Höchststrafe."

Tara kicherte, lehnte den Oberkörper ein wenig zurück und sah ihn an. Ihre Augen waren genauso dunkel wie seine, das Haar nur eine Nuance heller, dafür aber viel länger. Ihr Strahlen zeigte eine billige Zahnspange, die sie nie versteckte, obwohl sie ihr bereits viel Spott eingebracht hatte. Aber Tara war der Ansicht, dass diese Lästermäuler nur ihre eigene Schwäche zeigten, nicht Taras. Er hatte innerlich schon oft den Hut vor seiner

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