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Küsse und andere Katastrophen von Shalvis, Jill (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.12.2012
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Küsse und andere Katastrophen

Sie stehen sich gegenseitig im Weg und gehen sich auf die Nerven! Aber Taylor hat dem ehemaligen Sheriff in einer weichen Minute nun einmal erlaubt, bei ihr zu wohnen. Wie hätte sie auch ahnen können, dass der aufregend männliche Mac ihr Leben derart durcheinander bringt ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 07.12.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955761158
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Größe: 306 kBytes
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Küsse und andere Katastrophen

1. KAPITEL

Eines Tages, dachte Taylor Wellington, werde ich alt und runzlig sein. Und dann hören meine besten Freundinnen vielleicht endlich damit auf, mir einreden zu wollen, dass ich eine große Liebe brauche.

Niemand brauchte die große Liebe.

Taylor hatte geliebt, aber sie hatte auch lange Zeit ohne Liebe gelebt, deshalb war sie sich ihrer Sache sehr sicher. Im Moment presste sie sich gerade ihr Handy ans Ohr und lauschte Suzanne und Nicole, die ihr per Konferenzschaltung endlose Vorträge darüber hielten, wie wunderbar das Leben durch die Liebe wurde.

"Du musst es unbedingt ausprobieren."

Und so etwas von Nicole! Bei ihr war es gerade erst ein paar Monate her, dass sie sich Hals über Kopf in Ty Patrick O'Grady verliebt hatte, den eigenwilligen Architekten aus Irland, den Taylor engagiert hatte.

"Liebe ist noch besser als Eiscreme."

Diese Erkenntnis kam von Suzanne, bei der Eis essen als Lösung für alle Probleme hatte herhalten müssen. Suzanne hatte sich auch erst vor Kurzem verliebt. Sie war sogar noch einen Schritt weiter gegangen als Nicole und hatte geheiratet.

"Gib dir einen Ruck, Taylor, und mach Schluss mit dem Singledasein. Probier's zur Abwechslung mal mit einem Mann. Das wird dein Leben komplett verändern."

Taylor glaubte keine Sekunde lang daran. Liebe, das wusste sie aus eigener Erfahrung, war etwas, wobei man am Ende nur litt. Aber das würden ihre Freundinnen nicht verstehen. Taylor hatte es ihnen nie zu erklären versucht, denn sie kannte die beiden noch gar nicht so lange. Sie hatte die beiden Frauen kennengelernt, als sie die zwei Apartments in dem Haus, das sie kurz zuvor geerbt hatte, vermieten musste. Sie hatte das Geld gebraucht, denn von irgendetwas musste sie ja schließlich leben. Suzanne war als Erste eingezogen, und später Nicole. Beide hatten zusammen mit Taylor geschworen, niemals ihr Singledasein aufzugeben.

Leider hatten die beiden ihren Schwur schon bald gebrochen. Erst kürzlich waren sie wieder ausgezogen, denn natürlich wollte jede mit ihrer großen Liebe zusammenleben.

"Nur weil ihr zwei freiwillig eure Freiheit aufgebt, heißt das doch noch nicht, dass auch ich ..." Taylor verstummte, weil sie ein seltsames Geräusch hörte. Lauschend neigte sie den Kopf zur Seite. "Wartet mal einen Moment."

Das ganze Haus erzitterte. Einen Augenblick lang fürchtete sie, das Haus würde zusammenbrechen, und das war gar nicht so abwegig, denn das alte Gebäude hatte eine grundlegende Renovierung dringend nötig. Aber ein zusammenbrechendes Haus stand für heute nicht auf Taylors Plan, und in ihrem Leben passierte selten etwas, das nicht von ihr geplant war.

Doch da war wieder dieses Zittern. Und gleich darauf noch einmal. Irgendetwas hämmerte regelmäßig gegen die Wände, genau im selben Rhythmus wie Taylors Kopfschmerzen. "Mädels, ich würde euch liebend gern weiter zuhören. Es interessiert mich brennend, was alles in meinem Leben nicht stimmt, aber ich muss jetzt auflegen."

"Warte! Höre ich da etwa Geräusche von Bauarbeiten?", fragte Suzanne.

Taylor ließ sich von dem beiläufigen Ton nicht täuschen. Sowohl Suzanne als auch Nicole hatten ihre große Liebe durch Bauarbeiten kennengelernt. Bauarbeiten, die sie, Taylor, in Auftrag gegeben hatte. Jetzt hofften Suzanne und Nicole, dass Taylor das Gleiche passierte.

Da muss ich euch enttäuschen, dachte Taylor. Ich werde mich in niemanden verlieben. Sie hatte zwar ein schlechtes Gewissen, dennoch hielt sie den Hörer ein wenig vom Kopf weg und ahmte mit dem Mund ein Rauschen und Knacken in der Leitung nach. Das ist nicht nett von mir, dachte sie. Schließlich sind das hier die beiden einzigen Menschen auf der Welt, denen ich wirklich etwas bedeute. Aber von dem ganzen Gerede über Liebe bekomme ich Schweißausbrüche, auch wenn die zwei es nur gut meinen.

Und eine Wellington geriet nie ins Schwitzen, schon gar nicht, wenn sie Seide auf der Haut trug. Das hatte

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