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Kains Erbe Kain und Abel 3 - Roman von Archer, Jeffrey (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.05.2018
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Kains Erbe

Florentyna Kane, die Tochter des legendären Hotelmagnaten Abel Rosnovski, hat es in einer beispiellosen Karriere bis zum Weißen Haus geschafft. Sie ist die erste amerikanische Präsidentin und fest entschlossen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Doch das Schicksal hält schwere Prüfungen bereit. Durch puren Zufall erfährt das FBI von einem perfiden Mordanschlag auf Florentyna Kane. Fünf Personen wissen alle Details - eine Stunde später sind vier von ihnen tot. Nur der Agent Mark Andrews bleibt übrig. Er hat sieben Tage Zeit, das Attentat zu verhindern. Andrews kann sich niemandem anvertrauen ... und die Frau, die er liebt, ist die Tochter des hauptverdächtigen Senators.
"Als ich diesen Roman vor langer Zeit schrieb, verlegte ich die Handlung sechs oder sieben Jahre in die Zukunft. Später wurde mir klar. dass ich meine Geschichte umschreiben musste.
In dem Roman ?Abels Tochter?, den ich in der Zwischenzeit als Fortsetzung zu ?Kain und Abel? geschrieben hatte, wird die Hauptfigur Florentyna Kane der erste weibliche Präsident der Vereinigten Staaten. Es erschien mir daher nur logisch, die Neufassung ?Kains Erbe? um meine erfundene Präsidentin Florentyna Kane kreisen zu lassen und eine Verbindung zu ?Kain und Abel? und ?Abels Tochter? zu schaffen - und meine Familiensaga damit abzuschließen.
Die wesentlichen Handlungselemente der ersten Fassung habe ich in dieser überarbeiteten Version beibehalten, jedoch einige Änderungen - bedeutende wie auch geringfügige - durchgeführt." Jeffrey Archer

Jeffrey Archer, geboren 1940 in London, verbrachte seine Kindheit in Weston-super-Mare und studierte in Oxford. Archer schlug eine bewegte Politiker-Karriere ein, die bis 2003 andauerte. Weltberühmt wurde er als Schriftsteller. Archer verfasste zahlreiche Bestseller und zählt heute zu den erfolgreichsten Autoren Englands. Sein historisches Familienepos 'Die Clifton-Saga' stürmt auch die deutschen Bestsellerlisten und begeistert eine stetig wachsende Leserschar. Archer ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in London und Cambridge.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 14.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641207786
    Verlag: Heyne
    Serie: Kain & Abel .3
    Originaltitel: Shall We Tell the President?
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Kains Erbe

1

Dienstag, 20. Januar, 12 Uhr 26

" Ich, Florentyna Kane, schwöre feierlich ..."

"Ich, Florentyna Kane, schwöre feierlich ..."

"... dass ich das Amt eines Präsidenten der Vereinigten Staaten getreulich ausüben werde ..."

"... dass ich das Amt eines Präsidenten der Vereinigten Staaten getreulich ausüben werde ..."

"... und mit allen meinen Kräften die Verfassung der Vereinigten Staaten erhalten, schützen und verteidigen werde ..."

"... und mit allen meinen Kräften die Verfassung der Vereinigten Staaten erhalten, schützen und verteidigen werde. So wahr mir Gott helfe."

Während ihre Hand noch immer auf der Douay-Bibel lag, lächelte sie - der 43. Präsident - dem First Gentleman zu. Es war das Ende eines Kampfes und der Beginn eines neuen. Florentyna Kane wusste, was Kampf bedeutete. Ihren ersten hatte sie ausgefochten, um in den Kongress gewählt zu werden, dann in den Senat; und schließlich, vier Jahre später, war sie der erste weibliche Vizepräsident der Vereinigten Staaten geworden. Nach einer verbissenen Vorwahlschlacht war es ihr mit knapper Not gelungen, Senator Ralph Brooks beim Nationalkonvent der Demokraten im Juni im fünften Wahlgang zu schlagen. Im November war sie aus der noch grimmigeren Schlacht gegen den republikanischen Kandidaten, einen ehemaligen Kongressabgeordneten aus New York, siegreich hervorgegangen. Florentyna Kane wurde mit 105.000 Stimmen oder einem Prozent Vorsprung Präsidentin - der knappsten Mehrheit in der amerikanischen Geschichte, knapper sogar als die John F. Kennedys, der 1960 mit 118.000 Stimmen Vorsprung über Richard Nixon gesiegt hatte.

Während der Beifall verklang, wartete die Präsidentin, bis die einundzwanzig Salutschüsse abgefeuert waren. Florentyna Kane räusperte sich und wandte sich fünfzigtausend aufmerksamen Bürgern vor dem Kapitol zu, und weiteren zweihundert Millionen, die irgendwo im Lande vor ihren Fernsehschirmen saßen. Decken und Wintermäntel, die bei diesem Anlass normalerweise notwendig waren, brauchte man diesmal nicht. Für Ende Januar war das Wetter außergewöhnlich mild, und die Rasenfläche gegenüber der Ostfront des Kapitols, auf der eine große Menschenmenge lagerte, war zwar feucht, aber nicht mehr schneebedeckt.

"Vizepräsident Bradley, Herr Vorsitzender des Obersten Gerichtshofs, Präsident Carter, Präsident Reagan, ehrwürdige Geistlichkeit, liebe Mitbürger."

Der First Gentleman hörte zu und lächelte, als er Worte und Sätze wiedererkannte, die er selbst zur Rede der Präsidentin beigesteuert hatte.

Der Tag hatte am Morgen um halb sieben begonnen.

Nach dem glanzvollen Konzert, das ihnen zu Ehren am Vorabend der Inauguration veranstaltet worden war, hatten sie beide nicht sehr gut geschlafen. Florentyna hatte zum letzten Mal ihre Antrittsrede durchgelesen, entscheidende Worte mit Rotstift unterstrichen und noch geringfügige Änderungen vorgenommen.

Als Florentyna an diesem Morgen aufgestanden war, hatte sie rasch ein blaues Kleid aus ihrer Garderobe gewählt. Sie steckte die kleine, zarte Brosche an, die Richard, ihr erster Mann, ihr kurz vor seinem Tod geschenkt hatte.

Jedes Mal, wenn sie diese Brosche trug, dachte sie an ihn; wie er an jenem Tag das Flugzeug nicht mehr erreicht hatte wegen eines Streiks des technischen Personals, dann jedoch ein Auto mietete, um nur ja an Florentynas Seite sein zu können, wenn sie ihre Rede in Harvard hielt.

Richard sollte ihre Rede jedoch nie hören, die Newsweek als "Plattform für die Präsidentschaft" bezeichnete, denn als Florentyna das Krankenhaus erreichte, war er bereits tot.

Abrupt kehrte sie in die reale Welt zurück, deren mächtigste politische Führerin sie war. Und doch nicht mächtig genug, um Richard zurückzuholen. Florentyna betrachtete sich prüfend im Spiegel. Sie fühlte sich zuversichtlich. Schließlich war sie nun schon seit fast zwei Jahren Präsidentin, seit Präs

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