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Katharina von Medici Die große Romanbiografie von Wusowski, Cornelia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.06.2016
  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
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Katharina von Medici

Frau, Mutter, Königin - das opulente Portrait einer starken Persönlichkeit: 'Katharina von Medici' von Cornelia Wusowski jetzt als eBook bei dotbooks. Große Politikerin oder eiskalte Mörderin? Liebende Mutter oder intrigante Herrscherin? Katharina von Medici ist erst vierzehn Jahre alt, als sie 1533 mit Heinrich II. vermählt wird. Dabei kennt sie den späteren König nicht einmal - und sein Herz gehört einer anderen. Aber Katharina lässt sich von der Ablehnung ihres Gatten nicht einschüchtern, sondern bemüht sich, seine Liebe zu gewinnen. Doch das Schicksal hat andere Pläne: Als zwischen den Eheleuten endlich Zuneigung erwächst, stirbt Heinrich bei einem Unfall. Katharina übernimmt anstelle ihres minderjährigen Sohnes die Regentschaft über Frankreich - und wird zu einer der mächtigsten und umstrittensten Frauen der europäischen Geschichte! 'Ein Meisterwerk von der deutschen First Lady des historischen Romans.' Grosse-Literatur.de Ein farbenprächtiger Roman, der die Zeit der Renaissance lebendig werden lässt! Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Katharina von Medici' von Cornelia Wusowski. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Cornelia Wusowski wurde 1946 in Fulda geboren. 1971 schloss sie ihr Studium der Politischen Wissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin mit dem Diplom ab. Bis 2009 war Cornelia Wusowski im Höheren Verwaltungsdienst tätig. Anfang der 1990er-Jahre schrieb sie ihren ersten historischen Roman. Auf ihr erfolgreiches Debüt 'Die Familie Bonaparte' folgten weitere Romanbiografien großer historischer Persönlichkeiten. Diese bieten dank der detaillierten Recherche von Cornelia Wusowski einen überzeugenden Einblick in die Charaktere. Bei dotbooks veröffentlicht Cornelia Wusowski: 'Katharina von Medici''Elisabeth I.''Friedrich der Große: Der ungeliebte Sohn''Friedrich der Große: Der einsame König''Die Familie Bonaparte'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 1824
    Erscheinungsdatum: 28.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958247635
    Verlag: dotbooks
    Größe: 2523 kBytes
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Katharina von Medici

Kapitel 2

Am 13. April 1525 stand der vierzehnjährige Ippolito von Medici morgens früher auf als sonst, weil er in den Gewächshäusern, die hinter dem Palazzo Strozzi lagen, einige Blumen holen und seiner Cousine Katharina zu ihrem sechsten Geburtstag überreichen wollte. Er hatte ihr noch nie etwas zum Geburtstag geschenkt, aber die Vollendung des sechsten Lebensjahres war in seinen Augen ein besonderes Ereignis, weil nun der Ernst des Lebens anfing. Am nächsten Tag würde für Katharina der Unterricht in Fremdsprachen beginnen, und Ippolito wusste aus eigener Erfahrung, dass dies lernen, lernen, lernen bedeutete; zum Spielen würde sie kaum noch Zeit haben. Ab jetzt behandelte man sie wie eine Erwachsene.

Während er sich ankleidete, überlegte er, dass er ihr hin und wieder etwas schenken könnte, um ihr eine Freude zu bereiten. Ihr bisheriges Leben war wenig glücklich verlaufen.

Nun wollte er ihr eine Freude machen mit den roten Lilien, dem Symbol für ihre Vaterstadt Florenz.

Allerdings war es den vier Söhnen und den drei Pflegekindern von Clarissa Strozzi streng untersagt, in den Gewächshäusern Obst oder Blumen zu holen, weil die Zucht und Pflege in den Treibhäusern kostspielig war. Schließlich gab es einen weitläufigen Garten hinter dem Palazzo. Ippolito zupfte sein Wams zurecht, trat vor den hohen Spiegel und betrachtete sich zufrieden. Er sah einen hoch gewachsenen, schlanken Jungen mit kurz geschnittenen brünetten Haaren, großen, dunklen Augen, und er lachte leise auf, als ihm einfiel, dass sein Onkel, Filippo Strozzi, schon etliche Male gesagt hatte, dass in wenigen Jahren alle römischen Mädchen sich in seine Augen verlieben würden ...

Er ging noch ein bisschen näher an den Spiegel, strich mit der rechten Hand vorsichtig über die untere Gesichtshälfte und betrachtete prüfend den dunklen Flaum, der vor einigen Tagen angefangen hatte zu wachsen. Er war fest entschlossen, einen Bart zu tragen, das war männlicher. Er konnte sich noch gut an das runde, bartlose, weiche Gesicht seines päpstlichen Onkels Leo entsinnen, der im Dezember 1521 plötzlich verstorben war. Der neue Papst, sein Onkel Clemens, trug einen langen, spitz zulaufenden Bart.

Zu Giulio von Medicis großer Enttäuschung war nach Leos Tod nicht er, sondern der Lehrer Kaiser Karls V., Adrian von Utrecht, gewählt worden, aber Hadrian VI. starb bereits am 14. September 1523, und am 19. November des gleichen Jahres ging Giulios sehnlichster Wunsch in Erfüllung, seine Wahl zum Papst. Er entschied sich für den Namen Clemens, und weil die jüngste Medici-Generation noch unmündig war, übertrug er die Regierung von Florenz dem Kardinal Silvio Passerini und eilte nach Rom, fest entschlossen, als Papst Clemens VII. die europäische Diplomatie zu beeinflussen. Ippolitos Miene verdüsterte sich, als er an seinen Onkel Clemens dachte. Er mag mich nicht besonders, ging es ihm durch den Kopf, und er hat auch nicht viel für Katharina übrig ... In diesem Augenblick betrat einer der Diener den Innenhof, und Ippolito sah entgeistert, dass er einen großen Strauß roter Lilien brachte, die er sorgfältig in einer silbernen Vase ordnete und auf den Tisch stellte. Rote Lilien, die Blume der Stadt Florenz; er selbst hatte Katharina, weil nun ihr siebtes Lebensjahr begann, sieben rote Lilien schenken wollen und dabei vergessen, dass an den Geburtstagen der Familienmitglieder ein Blumenstrauß die Tafel zierte. Er hätte sich denken können, dass Tante Clarissa an Katharinas sechstem Geburtstag die Blume von Florenz als Tischschmuck wählte. Hoffentlich waren noch einige Lilien übrig geblieben ...

Auf dem Weg zu den Gewächshäusern traf er Signor Rosso Ridolfi, den Privatlehrer der Strozzis. Dieser ließ ihn wissen, dass Katharinas Unterricht schon am heutigen Nachmittag begänne.

Der Papst selber, den die Kinder Onkel Clemens nannten, hatte diesen vorzeitigen Unterrichtsbeginn eigens verfügt. Überhaupt machte er auf die Kinde

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