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Kissing Death: Verliebt in einen Killer von Holmes, Maddie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.10.2016
  • Verlag: Romance Edition Verlag
eBook (ePUB)
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Kissing Death: Verliebt in einen Killer

Seit der Entführung seiner Schwester vor siebzehn Jahren will North nur eines: Vergeltung. Er will die Männer des Menschenhändlerrings bluten sehen, die Jill über die mexikanische Grenze verschleppten. Das Angebot kommt ihm daher sehr gelegen, von seinen Fähigkeiten als Killer der Special Forces Gebrauch zu machen und den Mann aufzuspüren und zu töten, der bei Jills Verschwinden die Hände im Spiel hatte. Seine Recherchen führen North auf direktem Weg zu Derek McJohnsons Tochter. Doch statt seine Mission erfolgreich voranzutreiben, sprühen zwischen Julie und ihm sofort die Funken. Schon bald steht North vor der schlimmsten Entscheidung seines Lebens - Liebe oder Vergeltung? Maddie Holmes ist das Pseudonym von Simone Olmesdahl, unter dem sie zeitgenössische Liebesromane schreibt. Sie lebt zusammen mit ihrem Hunderudel in einem winzigen Dorf im Hochsauerland, wo ihre Ideen fließen. Die Autorin ist seit 2013 Mitglied bei der Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautoren (DELIA).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 260
    Erscheinungsdatum: 03.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783903130074
    Verlag: Romance Edition Verlag
    Größe: 1605 kBytes
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Kissing Death: Verliebt in einen Killer

Prolog

Siebzehn Jahre zuvor

North

"Du musst das nicht tun, Jill." Ich mache mich in der Tür breit und versperre meiner Schwester den Weg aus der Küche.

Sie hat sich aufgedonnert, noch mehr als sonst, wenn sie mit diesem arroganten Arschloch ausgeht. Ihr schwarzes, sonst krauses Haar ist geglättet, sie hat sich irgendein Zeug auf das Dekolleté geschmiert, damit ihre dunkle Haut seidig schimmert, und der knallrote Lippenstift passt zu dem Kleid, das auch als breiter Gürtel durchgehen könnte. Sie sieht stark geschminkt fünf Jahre älter aus, dabei wird sie nächste Woche erst einundzwanzig.

Ich kann es nicht ausstehen, dass sie sich von diesem Scheißkerl dafür bezahlen lässt, mit ihm ins Bett zu steigen. Sie streitet es ab, aber ich bin kein Idiot oder lasse mich leicht für dumm verkaufen. Der reiche Wichser wird ihr die Scheinchen, die sie nach jedem Date mit nach Hause bringt, nicht für ein nettes Essen im Madison zustecken.

"Ach nein? Wie zur Hölle sollen wir die Mietschulden bezahlen? Oscar wird uns aus dem Haus werfen, wenn wir sie bis nächste Woche nicht begleichen." Sie nimmt ihre Handtasche von der Küchenstuhllehne und macht einen Schritt auf mich zu. "Geh mir aus dem Weg."

"Diese Bruchbude kann man kaum als Haus bezeichnen. Wir finden eine andere Bleibe", sage ich beharrlich.

Ich weiß, dass das nicht die Wahrheit ist. So schnell findet man in Memphis kein Haus und auch kein Apartment. Zumindest nicht, wenn man zur arbeitslosen schwarzen Unterschicht gehört, der nicht mal FedEx einen Job gibt. Aber lieber schlafe ich auf der Straße oder in der Karre, die ich Jonas vor ein paar Monaten für hundertfünfzig Dollar abkaufen konnte, als das hier länger mit anzusehen. Ich bin sicher, unsere Granny sieht die Sache ähnlich. Leider ist sie nach einer halben Flasche ihres billigen Whiskeys selten in der Verfassung, sich vernünftig zu äußern und schläft lieber ihren Rausch auf der Couch aus.

"Vergiss es, ich lasse dich nicht gehen."

"Ich werde mir nicht von meinem kleinen Bruder vorschreiben lassen, ob und wann ich das Haus verlasse." Jill wendet sich ab und tritt ans Fenster. Die Scheibe ist verdreckt, ein langer Riss zieht sich quer über das Glas, und sie muss die Augen verengen, um gegen die untergehende Sonne anzublinzeln. "Scheiße."

Mir ist klar, was sie sieht. Oder viel eher wen. Ich höre den Motor des Sportwagens vor unserer Tür laufen. Matthew wartet auf sie und er gehört nicht zur geduldigsten Sorte. Wahrscheinlich wird er spätestens in sechzig Sekunden das erste Mal auf die Hupe drücken.

Ich lehne mich mit einer Schulter gegen den Rahmen, fest entschlossen, sie auf keinen Fall vorbeizulassen.

"Er wird wütend werden", sagt sie, als ob mich das interessieren würde.

"Schön, dann habe ich einen Grund, ihm den Arsch aufzureißen." Nicht, dass ich den nicht längst hätte. In Gedanken habe ich dem Mann schon zehnmal den Hals umgedreht und ich habe die größte Lust, meine Vorstellungen endlich wahr werden zu lassen. "Es gibt eine andere Lösung. Jill, du kannst dich nicht von dem Typen ficken lassen, nur um diesen Scheiß hier aufrechtzuhalten. Das ist widerlich."

Sie fährt herum und ihr Blick schnellt zu mir, während sie die vollen Lippen zu einer harten Linie zusammenpresst. "Ich sage dir, was ich nicht machen kann. Ich kann nicht dabei zusehen, wie mein kleiner Bruder auf die schiefe Bahn gelangt. Ja, ich weiß, dass dir Jonas angeboten hat, in diese Computersache einzusteigen, aber ich werde da nicht mitspielen. Das ist Hehlerware, North. Ich kann nicht dabei zusehen, wie du deine Zukunft aufs Spiel setzt, und noch weniger dabei, dass wir unser Dach über dem Kopf verlieren. Aber am wenigsten kann ich dabei zusehen, wie sich unsere Grandma vor Sorgen und Schmerzen zu Tode trinkt."

Jill ist laut geworden. Sie wird nie laut und fährt auch nie aus der Haut. Ständig ist sie darauf bedacht,

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