text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Kling, Glöckchen erotische Weihnachten

  • Erscheinungsdatum: 12.11.2015
  • Verlag: Elysion Books
eBook (ePUB)
5,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Kling, Glöckchen

Lilly Grünberg, Lena Lynn, Emilia Jones, Lilly An Parker, Katinka Uhlenbrock, Sira Rabe, Kelly Stevens und Jennifer Schreiner entführen in 'Kling, Glöckchen' in lustvolle Weihnachtswelten und erotische Fantasien, zu prickelnden Weihnachtstagen und verführerischen Spielen rund um die (be)sinnlichsten Feiertage. Stehen Sie auf Weihnachtsüberraschungen, -rollenspiele oder zuckersüße Versuchungen? Dann sind Sie hier genau richtig! Genießen Sie alleine, oder zu zweit ... oder ... : -) Ein hartes bis zartes Lesevergnügen zum Verschenken, Alleinlesen oder Gemeinsam-Genießen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 12.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783945163764
    Verlag: Elysion Books
    Größe: 737 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Kling, Glöckchen

Traummann mit Lebkuchenherz

von Emilia Jones

Erste Schneeflocken fielen am Nachmittag dieses zweiten Advents und legten sich wie eine feine Puderzuckerschicht über die Hütten des Weihnachtsmarktes. Silvia reckte die Nase ein Stück in die Höhe. Sie sog die herrlichen Düfte ihrer Umgebung in sich auf, als wären sie eine Droge, die ihr Inneres belebte.

Es roch nach Glühwein, Apfel, Zimt, Nüssen und. .. Sie verharrte in ihrem Schlendern und sah zur Seite.

"Lebkuchen", flüsterte sie beinahe andächtig. Wie lange hatte sie schon keinen Lebkuchen mehr gegessen?

Es war eine recht kleine Hütte, die da zwischen ihre wesentlich größeren Nachbarn gequetscht stand. Ihre Beleuchtung wirkte spärlich im Vergleich zu den anderen Glanzlichtern des Marktes. Dennoch strahlte der Stand etwas Besonderes aus. Etwas Magisches. Silvia konnte dem Reiz nicht widerstehen. Sie trat einen Schritt auf die Hütte zu.

Die gesamte Vorderfront war über und über mit kleinen und großen Lebkuchenherzen behangen, und in der Auslage, hinter einer Glasscheibe, türmten sich die Lebkuchenmänner. Da gab es die einfachen Figuren mit weißem Zuckerguss, dann die mit Mandeln und Rosinen dekoriert und schließlich die bunt bemalten. Wie kleine Kunstwerke wirkten sie in ihrem Mantel aus diversen Lebensmittelfarben.

Silvia trat einen weiteren Schritt heran. Sie war versucht, ihre Handflächen gegen die Glasscheibe zu legen und ihre Nase daran plattzudrücken. Der intensiver werdende Lebkuchenduft weckte in ihr ein Verlagen, das sie in eine Trance fallen ließ.

"Ich habe genau das Richtige für Sie", hörte sie eine sanfte Stimme, wie aus weiter Ferne sprechen.

"Meinen Herzensbrecher. Ein prächtiges Stück. Weich und süß und äußerst hübsch anzusehen."

Silvia blinzelte.

Sie sah ein Paar Hände in die Auslage nach einem der Lebkuchenmänner greifen.

"Den will ich haben", sagte sie und wunderte sich sogleich über ihre eigenen Worte. Was war nur los mit ihr? Hatte sie etwa einen Glühwein zu viel getrunken?

"Natürlich wollen Sie den", gab die sanfte Stimme zur Antwort.

Nun blickte Silvia endlich auf und registrierte die freundlich lächelnde Verkäuferin hinter dem Tresen. Sie hielt den Lebkuchenmann einmal kurz in die Höhe, ehe sie ihn in einem Plastikbeutel verpackte.

"Probieren Sie ein Stück, heute Abend vor dem Zubettgehen, und er wird Ihnen die süßesten Träume bescheren."

Silvia nickte bloß und schlenderte im nächsten Moment mit ihrem Lebkuchenmann im Gepäck davon. Sie wusste weder, was da gerade mit ihr geschehen war, noch ob sie den Lebkuchen überhaupt bezahlt hatte.

In der Zwischenzeit hatte der Schnellfall zugenommen. Aus der feinen Puderzuckerschicht auf den Hütten wurde langsam aber sicher eine dicke Decke und auch der Boden lag nun verborgen unter all dem Weiß. Von irgendwo her war Bing Crosby mit "I'm dreaming of a white Christmas" zu hören und Silvia konnte nicht umhin, die Melodie mitzusummen.

Als die letzten Töne des Liedes versiegten, verließ Silvia den Weihnachtsmarkt und machte sich langsam auf den Weg nach Hause.

Der Lebkuchenmann lag nun auf einem bunten Weihnachtsteller auf dem Wohnzimmertisch, direkt neben einem Gesteck aus Tannenzweigen, Kugeln und einer Kerze in der Mitte.

Silvia saß auf ihrem Sofa und betrachtete beides. Dieses Arrangement vermittelte doch wirklich einen festlichen Eindruck, redete sie sich ein. Auch wenn es das einzig Festliche in ihrer kleinen Wohnung war. Seufzend ließ sie die Schultern hängen. Natürlich hätte sie jetzt viel lieber einen Mann an ihrer Seite. Einen, mit dem sie gemeinsam die Adventszeit verbringen konnte und schließlich ein wundervolles Weihnachtsfest.

Aber das gab es niemanden. Sie saß alleine auf ihrem Sofa, vor der Nase einen Lebkuchenmann, der sie merkwürdigerweise frech anzugrinsen schien.

Hatte die Verkäuferin nicht gesagt, sie solle

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen