text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Komm ein bisschen mit nach Italien Eine turbulente Urlaubskomödie von Jork, Frank Michael (eBook)

  • Verlag: BookRix
eBook (ePUB)
2,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Komm ein bisschen mit nach Italien

Eine turbulente Urlaubskomödie von Frank Michael Jork Der Umfang dieses Buchs entspricht 298 Taschenbuchseiten. Ein Album mit alten Urlaubsfotos gibt den Anlass zu einem Rückblick auf eine Ferienreise Ende der 50er Jahre nach Italien. Die Fotos erzählen die Geschichte eines turbulenten Sommers und führen den Leser in die Welt der Petticoats, Motorroller und Nierentische. Gabriella und Robert Mahrenbach sind ein glückliches, junges Ehepaar aus Berlin. Er ist ein vielversprechender Nachwuchsarchitekt, und sie arbeitet halbtags als Fremdsprachensekretärin. Zu gerne würde sie nun auch endlich mal nach Italien fahren, doch Robert ist in seiner Firma unabkömmlich. Im Wirtschaftswunder gibt es eben keine Ferien. Als Gabi beschließt, ohne ihn, zusammen mit ihrer Freundin Cornelia zu reisen, ist Robert entsetzt. Am Ziel angekommen, überschlagen sich die Ereignisse. Gabi und Conny treffen auf eine deutsche Urlaubergruppe und alte Bekannte, sodass kein Tag ohne Überraschung vergeht und auch andere Ereignisse sorgen für reichlich Aufregung. Die Herzen fliegen hin und her, und am Ende der Ferien gibt es so manche Überraschung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 276
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739618449
    Verlag: BookRix
    Größe: 667 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Komm ein bisschen mit nach Italien

2

Im Gegensatz zur heiteren Stimmung am Ehehimmel der Mahrenbachs schien die Sonne am Wochenende ihre ganze Kraft verbraucht zu haben, denn der Montagmorgen begann grau und verregnet.

Robert verließ wie meistens kurz nach sieben das Haus, während Gabi schnell noch das Frühstücksgeschirr abwusch, um dann auch gegen halb acht zur U-Bahn zu eilen.

Doch Gabis gute Laune war heute auch durch den stärksten Wolkenbruch nicht zu erschüttern. Robert hatte sich am vorigen Abend noch einmal ausdrücklich bei ihr für seine Eifersucht entschuldigt und Besserung gelobt. Worauf sie ihn mit einem kecken Lächeln daran erinnerte, dass er doch wohl schließlich auch keinen Grund für sein Misstrauen haben könne.

Auf Gabis Schreibtisch im Büro stand zwar ein Telefon, aber nur selten läutete es, geschäftliche Anrufe gab es für sie so nicht so häufig wie für andere Kollegen, da sie hauptsächlich die italienische Kundschaft betreute. In der Regel bekam sie hausinterne Gespräche oder ab und zu einen privaten Anruf. Die von draußen kommenden Gespräche gingen über eine Telefonzentrale, die dann an den betreffenden Mitarbeiter weitervermittelte. Diese Aufgabe übernahm ein ältliches Fräulein, unscheinbar aber liebenswert und zuvorkommend. Gundula Fuchs, von allen meistens Füchslein gerufen, sogar vom Seniorchef, den sie im Stillen verehrte, was sie vor jedem zu verbergen versuchte. Aber natürlich war das ein Geheimnis, das keines war.

Kurz vor zwölf läutete nun das Telefon auf Gabis Schreibtisch. Zunächst einmal war Fräulein Fuchs am anderen Ende der Leitung.

"Gabikind, jetzt gibt es eine Überraschung für dich." Sie machte eine kunstvolle Pause.

"Was für eine Überraschung, Füchslein? Was denn?" Gabi war ungeduldig. In der Leitung gab es ein Knacken, dann glaubte sie, ihren Ohren nicht trauen zu können. Eine weibliche Stimme mit dem charakteristischem Akzent der Schweizer wünschte einen guten Tag.

"Gisela! Ist das eine Überraschung!", rief Gabi so laut aus, dass ihre Kollegen an den Nebentischen erschreckt hochfuhren. Verlegen senkte sie ihre Lautstärke.

"Wo steckst du denn? Du wirst doch nicht etwa aus der Schweiz anrufen." Nein, das konnte nicht sein, dachte sie im gleichen Augenblick. Dazu klang die Stimme aus dem Hörer viel zu rein und unverrauscht.

"Dreimal darfst du raten. Ich bin in Berlin auf ein paar Tage."

"Gisi, wie schön."

"Ja, das dachte ich mir auch. Mein Reisebüro hat mich mit einer Reisegruppe aus Zürich auf große Fahrt geschickt."

"Wir müssen uns unbedingt sehen." Gabi blickte auf ihre Armbanduhr. Noch gut eine Stunde, dann hatte sie Feierabend. Sie blickte aus dem Fenster. Der Regen hatte aufgehört und die Bewölkung hatte auch schon wieder erheblich nachgelassen.

"Kannst Du um halb zwei im Sommergarten am Funkturm sein? Im Terrassencafé? Weißt du, wo das ist?"

"Ja, das kenne ich", tönte es aus dem Hörer. "Ich gebe meinen Gästen noch ein paar Hinweise für den Aufenthalt und dann habe ich für heute frei."

Damit war es abgemacht.

Gabi konnte es kaum fassen. Gisela Bracher war eine liebe Freundin, die sie vor einigen Jahren bei einem Ferienaufenthalt in der Schweiz kennengelernt hatte. Und auch wenn ihr Kontakt über die Zeit und die Entfernung hinweg nie allzu intensiv gewesen war, die Freude über ein Wiedersehen war jedes Mal auf beiden Seiten groß.

Gisela war immer lustig und ein feiner Kamerad. Als Gabi zur vereinbarten Zeit im Café eintraf, wartete die Eidgenossin schon auf sie. Fröhlich sprang sie vom Tisch auf, schmetterte ein fröhlich-zünftiges "Grüezi!" in die Gegend und umarmte die Freundin stürmisch.

Die nächsten zwei Stunden wurden nun Neuigkeiten ausgetauscht, gemeinsame Erinnerungen aufgefrischt und Fotos angesehen. Natürlich hatte Gabi immer ein Bild von Robert dabei, das wollte Gisela als Erstes sehen.

"Mein liebes Kind", sagte Gisela schelmisch über den Rand ihrer Sonnen

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen