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Korea Inc. von Pilny, Karl (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.06.2015
  • Verlag: Saga Egmont
eBook (ePUB)
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Korea Inc.

Als der Anwalt Jeremy Gouldens, den Thrillerfans bekannt aus Japan Inc., die attraktive Schauspielerin Mie kennenlernt, glaubt er sich am Ziel seiner Träume. Doch unvermittelt sieht er sich einem undurchschaubaren Netz aus politischen Verwicklungen, Mord und Intrigen gegenüber, dessen Fäden von Deutschland in die Schweiz führen und schließlich in beiden Koreas zusammenlaufen. Fragen über Fragen stellen sich: Wie weit sind Schweizer Banken in Geldwäsche und Atomgeschäfte verwickelt? Welchen schmutzigen Deal plant eine südkoreanische HightechFirma mit dem Norden? Was verbirgt sich wirklich hinter der undurchdringlichen Fassade, die das Regime in Pjöngjang aller Welt präsentiert und mittels Propaganda und Gehirnwäsche auch vor dem eigenen Volk aufrechterhält? Als Jeremy Gouldens versucht, den Schleier zu lüften, blickt er in ein abgründiges Grauen. Der Politthriller der Extraklasse geht in die zweite Runde. Wieder überzeugt Karl Pilny durch seine intime Kenntnis der Region. Sein Buch ist eine einzigartige Mischung aus hochbrisanten Fakten, topaktuellen Begebenheiten und beklemmend realistischer Fiktion. AUTORENPORTRÄT Karl Pilny, geboren 1960, arbeitete als Wirtschaftsanwalt bei internationalen Anwaltskanzleien in Asien und Europa. Pilny lebte jahrelang in Japan und verfasste mehrere viel beachtete Sachbücher über die wachsende Bedeutung des asiatischen Wirtschaftsraumes für unser globales Jahrhundert. `Japan Inc. begeisterte mit seinem Erscheinen im Herbst 2011 die Leser. Es erschien als Taschenbuch, Hörbuch und Hörspiel beim WDR. Derzeit sind eine Verfilmung und eine chinesische Ausgabe im Gespräch. Der Autor lebt heute in Berlin und Zürich.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 684
    Erscheinungsdatum: 01.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788711449387
    Verlag: Saga Egmont
    Größe: 1933 kBytes
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Korea Inc.

Berlin, Treptow

Im GTAZ, dem Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum der deutschen Sicherheitsbehörden, liefen weiterhin die Drähte heiß. Der Anschlag hatte international hohe Wellen geschlagen. China verlangte zügige Aufklärung und verdächtigte sogleich japanische Nationalisten, worauf Japan mit erbitterten Kommentaren reagierte. China kritisierte daraufhin Deutschland indirekt, indem es darauf hinwies, dass ein "falsches Verständnis von Demokratie und Menschenrechten" die staatliche Sicherheit unterhöhlen und solchen Anschlägen Vorschub leisten könne, worauf deutsche Oppositionspolitiker heftig reagierten, während sich die Regierung eher kleinlaut auf die üblichen "entschiedenen Verurteilungen" des Anschlags beschränkte. Zusätzliche Aufregung entstand, als am Nachmittag das Gerücht die Runde machte, die Handgranate sei mit einer radioaktiven Substanz verunreinigt gewesen, was aber von den Behörden rasch dementiert worden war.

"Ich habe da ein ganz dummes Gefühl." Oberkommissar Hartmut Seitz saß in seinem mit Akten zugemüllten Zimmer im dritten Stock und blickte seinem Gegenüber, Dr. Friedrich Fels vom BND, starr in die Augen. "Irgendwann stellt sich doch heraus, dass wir den Menschen nicht die volle Wahrheit gesagt haben. Dann muss wohl wieder mal die Polizei den Kopf hinhalten und das BND ist fein raus."

"Schmutzige Bomben sind darauf angelegt, für Panik unter der Zivilbevölkerung zu sorgen. Das wollten wir in diesem Fall unbedingt verhindern, da schließlich keinerlei Grund zur Panik besteht."

"Weil diese schmutzige Bombe in Wirklichkeit wiederum hochrein war. Diesen Punkt habe ich immer noch nicht verstanden."

"Also, nochmal: Schmutzige Bomben nennt man bekanntlich konventionelle Sprengvorrichtungen, die mit radioaktivem Material kontaminiert sind, das durch die Explosion verteilt wird und die unmittelbare Umgebung verseucht. Anders als bei einer Atombombe findet also keine Kettenreaktion statt. Für solche Bomben kommen giftige Radioisotope wie etwa Cäsium oder Plutonium in Frage. Nun hat sich herausgestellt, dass unsere Handgranate mit Spuren von hochangereichertem, nahezu reinem Uran 235 kontaminiert war, also genau jenem Stoff, den man für echte Atombomben braucht - in größeren Mengen von verheerender Wirkung, in so geringer Beimengung aber praktisch harmlos. Glauben Sie mir: Wir haben niemanden gefährdet, indem wir das nicht an die große Glocke gehängt haben. Und für die internationale Sicherheit war es wichtig, jenen, die hier ein gefährliches Statement abgeben wollten, eben keine Bühne zu verschaffen."

"Die Uranbeimengung war also nur von symbolischer Bedeutung?"

"Genau das. Hier wollte jemand zeigen, was er kann. Wozu er fähig ist. Dass er radikal und zu allem bereit ist. Dass er schmutzige Bomben bauen kann. Und mehr als das. An hochangereichertes Uran kommt keiner so leicht ran. Aber die hatten das. Und wenn sie noch mehr da von haben, dann ..."

"Dann haben wir die Bombe in den Händen von Terroristen. Das alte Schreckensszenario wäre endlich wahr geworden. Aber wer kann das sein? Wer sind diese Schlitzaugen ? Ich bin ja nach wie vor der An sicht, dass dieser Anschlag gar nicht in unserem Zuständigkeitsbereich liegt. Das ist doch ein anderes Kaliber als damals die Sauerland-Gruppe, der wir das Handwerk gelegt haben, als sie einen islamistischen Sprengstoffanschlag vorbereitete. Hier haben wir es eher wieder mit durchgeknallten Japsen oder so zu tun, die ihre alten Rechnungen mit China auf unsere Kosten begleichen wollen. Haben wir eigentlich schon das Datum überprüft? Ich meine, asiatische Terroristen wählen für ihre Anschläge ja gerne irgendwelche symbolischen Jahrestage. Das war vor ein paar Jahren in Shanghai auch schon so."

"Richtig, aber der 16. Februar scheint da nichts herzugeben."

"Und dann hat es auch noch einen deutschen Ostasien-Diplomaten erwischt: Dr. Johannes Habrecht, der sich, wie uns

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