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Krank im Paradies Arztroman von Stirling, Glenn (eBook)

  • Verlag: BookRix
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Krank im Paradies

Arztroman von Glenn Stirling Der Umfang dieses Buchs entspricht 131 Taschenbuchseiten. Ute hat es so satt, sich im Krankenhaus, wo sie als Lernschwester arbeitet, schikanieren zu lassen. Sie träumt davon, mit ihrem Freund Fred auf einer Insel zu sein - allein. Eine Insel mit einer Bucht mit Palmen, weißem Sand und strahlend blauem Wasser. Als Fred der Schwarzarbeit überführt wird, überlegen beide nicht lange. Mit seinem Motorrad fahren sie in den Süden bis nach Spanien und finden ein idyllisches Plätzchen. Doch der Schein trügt ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 132
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743831544
    Verlag: BookRix
    Größe: 356 kBytes
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Krank im Paradies

2

Fred stand mit Atemschutzmaske und einer Kappe auf seinem blonden Haar, den Kragen seiner Kombination hochgeschlossen, mit der Spritzpistole in der Garage und sprühte rote Farbe über einen Kotflügel. Strahlend helle Halogenlampen tauchten das Innere der Garage in ein grelles Licht. Im Hintergrund der Garage tuckerte mit infernalischem Lärm ein Kompressor.

Fred trat von dem Kotflügel, der auf zwei Böcken stand, weg, löste die Spritzpistole vom Schlauch und begann sie dann an einem Arbeitstisch, der in einer Ecke stand, mit Verdünnung zu reinigen. Der Farbnebel hing noch im Schein der hellen Lampen, da klopfte jemand an die Tür. Fred, hörte es erst, als der Kompressor genug Druck produziert hatte und von allein anhielt.

"Ja, Was ist denn? Ich komme gleich!"

Eine Stimme rief von draußen: "Ich bin es, Herr Günther!"

"Moment noch", sagte Fred, zog sich die Handschuhe aus und ging nach vorn zur Tür. Er öffnete sie um einen Spalt und erkannte den Mann, der ihm die Kotflügel in Auftrag gegeben hatte.

"Kommen Sie ruhig herein, wenn Ihnen das nichts ausmacht. Aber bleiben Sie hier vorn stehen."

Fred schaltete einen Ventilator ein, der den Farbstaub abzog und durch eine Öffnung ins Freie blies. Dann wandte er sich wieder seinem Besucher zu. Grinsend meinte er zu dem etwa zwanzig Jahre älteren Mann: "Heute können Sie die aber noch nicht bekommen. Vor morgen Abend bestimmt nicht. Die müssen richtig trocknen. Ich kann sie hier nicht einbrennen."

Der Mann hatte seine Brille abgenommen und putzte sie jetzt.

"Dass Sie hier in diesem Farbnebel überhaupt atmen können", meinte er. "Da geht einem ja die Luft weg."

Fred tippte auf die Atemschutzmaske, die er jetzt unten um den Hals hängen hatte.

"Ohne die geht es auch nicht."

Der Mann setzte seine Brille auf und sah Fred an.

"Ich möchte es aber heute schon bezahlen. Morgen werde ich meinen Jungen schicken. Er kann es abholen. Ich habe nämlich morgen nicht viel Zeit."

"In Ordnung", sagte Fred. "Hundertfünfzig Mark, alles in allem. Sie wissen ja, der eine war ziemlich zerbeult, da war ganz schön was zu spachteln."

Der Mann griff in die Jacke, zog seine Brieftasche heraus, zählte drei Fünfzigmarkscheine ab. "Wie ist es mit einer Quittung?", fragte er.

"Eine Quittung?" Fred schüttelte den Kopf. "Das geht doch nicht. Das habe ich doch schwarz gemacht. Ich kann Ihnen keine Quittung geben."

In diesem Moment wurde die Tür aufgerissen. Ein Polizeibeamter und zwei Männer in Zivil schoben sich blitzschnell herein, bevor Fred überhaupt begriff, wie ihm geschah. Und einer der beiden in Zivil, ein Mann Mitte dreißig, sagte mit triumphierendem Lächeln: "Das wollten wir nur selbst von Ihnen hören, dass Sie das schwarz gemacht haben. Hundertfünfzig Mark, und wie viel zahlen Sie Gewerbesteuer, wie viel Sozialabgaben, wie viel Einkommensteuer? Lieber Herr Günther, das ist ein erschlagender Beweis. Sie haben das Geld sogar noch in der Hand. Wir haben alles gehört. Wir werden Sie bitten, mit uns aufs Revier zu kommen. Wir müssen ein Protokoll aufnehmen. Aber erst sehen wir uns hier ein bisschen um. Sie haben doch sicher nichts dagegen, oder müssen wir Ihnen noch einen Durchsuchungsbefehl bringen? Das würde nur einen Tag Aufenthalt bedeuten."

"Das war ja nur Nachbarschaftshilfe, mein Gott, eine Gefälligkeit!", rief Fred. "Ich habe nur die reinen Materialkosten ..."

"Ja, ja, das kennen wir." Der Beamte in Zivil wandte sich an Freds Auftraggeber. "Sind Sie ein Nachbar von Herrn Günther? Sind Sie ein guter Freund?"

Der Mann mit der Brille sagte gar nichts. Aber der Beamte wandte sich jetzt an Fred.

"Herr Günther, Ihr Auftraggeber ist ein Kollege von mir. Er gehört genauso dem Sonderkommando an wie ich. Und wir wollten endlich einmal einen Beweis. Wir wussten ja schon lange, wie Sie das machen. Wir konnten es Ihnen nur noch nie beweisen. Aber Sie sind ja so

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