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Lauf des Lebens von Howard, Linda (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.05.2013
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (PDF)
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Lauf des Lebens

Als Physiotherapeutin sagt man Dionne Kelly wahre Wunder nach. Ihr neuer Patient Blake Remington stellt sie jedoch vor eine große Herausforderung. Der Flugzeugingenieur sitzt seit einem Sportunfall im Rollstuhl, und aus dem ehemals lebenshungrigen Abenteurer ist ein zynischer Tyrann geworden. Doch Dionne bleibt hart, verordnet Blake ein strenges Trainingsprogramm und weicht auch nachts nicht von seiner Seite, wenn Schmerzen den geschundenen Körper peinigen. Aber je näher sich die beiden kommen, desto fordernder wird Blake, denn er erkennt hinter der kühlen Fassade eine zutiefst verletzliche Frau. Sein Deal: Er kämpft darum, wieder laufen zu lernen, wenn auch sie bereit ist, sich dem Leben zu öffnen. Schon immer haben Bücher in Linda Howards Leben eine wichtige Rolle gespielt. 'Vom Winde verweht' machte den Anfang, aber die Autorin sagt selbst, dass sie alles liest, was ihr in die Hände kommt. Doch am besten gefallen ihr Romane. 'Irgendwann haben mich die vielen Krimis und Bücher über Politik gelangweilt', meint sie. Linda Howard verfasste ihr erstes Buch mit zehn Jahren. 'Natürlich war es für eine Veröffentlichung völlig ungeeignet', sagt sie. 'Es hatte nicht einmal einen Titel.' In den folgenden 21 Jahren, in denen sie nur zu ihrem eigenen Vergnügen schrieb, war sie für verschiedene Transportunternehmen tätig. 'In der Firma, für die ich arbeitete, war ich offiziell als Sekretärin eingestellt, was ich jedoch tatsächlich machte, hatte wenig mit der Arbeit einer Sekretärin zu tun. Ich musste einen Blick auf alle Abläufe haben, auf Abrechnungen, Versicherungen, Wirtschaftlichkeit und Produktionsberichte.' Aber immer nur Produktionsberichte zu schreiben, langweilte Linda Howard. Und so nahm sie ihren ganzen Mut zusammen und sandte eines ihrer Manuskripte an einen Verlag. 'Das war ein spannender Moment. Es war, als würde man etwas unendlich Wertvolles in den Briefkasten werfen', erinnert sie sich. 'Und während ich auf die Antwort wartete, die sich Zeit ließ, nahm ich vor Aufregung fast 10 Kilo ab!' Linda Howard machte sich ganz umsonst Sorgen - Silhouette Books kaufte ihr Manuskript. Eine Karriere als erfolgreiche Autorin, die ihr zahlreiche Auszeichnungen einbrachte, begann. In den letzten zehn Jahren hat Linda Howard über 25 Romane geschrieben, die weltweit 10 Millionen Mal verkauft wurden. Ihre Romane erscheinen in Amerika in den Reihen Silhouette Special Edition und Silhouette Intimate Moments. Ganz klar: Linda Howard ist eine Bestsellerautorin. Das beweisen die Verkaufszahlen und die Plätze ihrer Romane auf den amerikanischen Bestsellerlisten. Aber es sind nicht nur Fans, die von ihren Romanen begeistert sind, sondern auch andere Autorinnen und, nicht zuletzt, die Kritiker.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 02.05.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862781751
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Originaltitel: Come Lie With Me
    Größe: 5246 kBytes
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Lauf des Lebens

EINS

D as Meer hatte eine hypnotisierende Wirkung. Dione gab sich der magischen Anziehung widerstandslos hin, ließ sich berauschen vom Anblick der türkisfarbenen Wellen, die sich auf dem strahlend weißen Strand brachen. Trägheit gehörte eigentlich nicht zu ihren hervorstechenden Eigenschaften, doch jetzt war sie glücklich, einfach nur auf der Terrasse ihres angemieteten Strandhäuschens zu sitzen und dem Tosen der Brandung zu lauschen. Ihre langen, gebräunten Beine ruhten auf dem Geländer. Weiße Möwen schossen in ihr Blickfeld und verschwanden ebenso plötzlich wieder, ihre schrillen Schreie verschmolzen mit dem Rauschen des Windes und der Wellen. Rechts verschwand die Sonne wie ein riesiger Feuerball im Wasser und tauchte das Meer in flammendes Rot. Ein atemberaubendes Fotomotiv. Trotzdem wollte sie nicht aufstehen, um ihre Kamera zu holen. Es war ein herrlicher Tag gewesen, und sie hatte ihn zelebriert, indem sie einfach nur am Strand entlangspaziert und im blaugrün schimmernden Golf von Mexiko geschwommen war. Gott, was für ein Leben! Was für ein sündhaft süßes Leben! Der absolut perfekte Urlaub!

Zwei Wochen lang war Dione die schneeweißen Strände von Panama City, Florida, entlanggeschlendert - glücklich, faul und allein. Es gab keine einzige Uhr in ihrem Strandbungalow, und ihre Armbanduhr hatte sie gleich bei ihrer Ankunft abgelegt. Zeit spielte keine Rolle. Es war völlig egal, wann sie aufstand. Und wenn sie Hunger bekam und keine Lust zum Kochen hatte, gab es irgendwo in Laufweite immer einen Ort, wo sie sich etwas zu Essen bestellen konnte. Während des Sommers war der Miracle Strip rund um die Uhr geöffnet: eine 24-Stunden-Party, die sich immer wieder selbst aufputschte, vom Ende des Schuljahres bis weit über das Wochenende vom Labor-Day hinaus. Die Partygäste waren Schüler, Studenten und Singles, die einfach eine gute Zeit haben wollten. Ebenso Familien mit dem Wunsch nach einem unbeschwerten Urlaub. Und natürlich müde berufstätige Frauen, die sich am glitzernden Wasser des Golfs entspannen wollten. Dione jedenfalls hatte sich entspannt - sie fühlte sich wie neugeboren nach den zwei herrlichen Wochen.

Ein Segelboot, so bunt wie ein Schmetterling, zog ihre Aufmerksamkeit auf sich. Sie beobachtete, wie es langsam in Richtung Küste kreuzte. So versunken war sie in den Anblick des Bootes, dass sie den Mann, der sich ihrer Dachterrasse näherte, erst bemerkte, als er bereits die Treppe heraufgekommen war und seine Schritte dumpf auf den hölzernen Planken tönten. Ohne Hast, mit einer grazilen Bewegung, drehte sie sich nach ihm um, doch ihr Körper war trotz seiner entspannten Haltung plötzlich in Habachtstellung, bereit, blitzschnell aufzuspringen.

Ein großer, grauhaariger Mann stand neben ihr und schaute sie an. Ihr erster Gedanke war, dass er in keiner Weise in das Ambiente passte. P.C., wie das Ferienparadies im Volksmund hieß, war ein entspannter, lockerer Ort. Der Mann hingegen trug einen einwandfrei sitzenden grauen Dreiteiler, und seine Füße steckten in italienischen Schuhen aus weichem Leder. Diones zweiter Gedanke war, dass diese Schuhe voller Sand sein mussten, denn der drang durch jede Ritze, durch jede noch so kleine Öffnung.

"Miss Kelley?", fragte er höflich.

Fragend zog sie ihre schmalen, schwarzen Augenbraunen hoch, nahm ihre Füße vom Geländer, stand auf und streckte ihm die Hand entgegen. "Ja, ich bin Dione Kelley. Und wer sind Sie?"

"Richard Dylan", sagte er, nahm ihre Hand und schüttelte sie. "Mir ist sehr wohl bewusst, dass ich in Ihren Urlaub hineinplatze, Miss Kelley, aber ich muss Sie dringend sprechen."

"Setzen Sie sich doch bitte", lud ihn Dione ein und deutete auf den Terrassenstuhl neben sich. Sie nahm ihre vorige Position wieder ein, streckte die Beine aus und stützte ihre nackten Füße gegen das Geländer. "Kann ich irgendetwas für Sie tun?"

"Ja, das können Sie", antwortete er mit bew

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