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Lebenslänglich Côte d'Azur Roman von Barski, Klaus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.05.2018
  • Verlag: Solibro Verlag
eBook (ePUB)
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Lebenslänglich Côte d'Azur

Das Aussteigerleben am Mittelmeer ist für viele ein Lebenstraum. Auch für Peter und Robby. Ihr Ziel ist eine Meeresblick-Wohnung im legendären Grandhotel Negresco in Nizza. Aber das kriminelle Potential des einen wird zum Schicksal des anderen. (Erfahrungs-)Millionär Klaus Barski zeigt auf sehr unterhaltsame Weise, welche Wege von Frankfurt an die Côte d'Azur führen, und was Kinderbücher, Kirche und Kriminelle damit zu tun haben. Sein Abenteuerroman führt in die schillernde Parallelwelt der Riviera. Der Glitzerwelt der oberen zehntausend Schönen, Reichen, Legendären einerseits und dem Paradies der wissenden Genießer: idealistischen Künstlern, Aussteigern und Sinnsuchern, die ihr Lebensglück in der einmaligen Atmosphäre von kristallklarem Meer, azurblauen Himmel und blühenden, duftenden Berghängen zu finden glauben. Im Kern geht es um die Geschichte eines suchenden, fast abgestürzten Losers, der sich zu einem rücksichtslosen Macher und Gewinner entwickelt. Klaus Barski geht seine Projekte auch im richtigen Leben nur im großen Stil an. Zur Autorenlesung von 'Lebenslänglich Côte d'Azur' in Monte Carlo kamen Prinzen und Prinzessinnen des monegassischen Fürstenhauses, Milliardäre und Jetsetter. 'Sagen Sie nicht ,Ja'. Sie dürfen auf gar keinen Fall ,Ja' sagen. Sonst sind Sie drin. In der Barski-Maschine. Im Erzählrausch. Im Schaumschläger-Universum. In Barskis Geschichte. Da kommen Sie nicht mehr raus.' Volker Weidermann in Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung Klaus Barski, einer der von ganz unten kommt (Arbeiterfamilie, keine Schulbildung, Arbeitsbeginn mit 13 Jahren ...), schaffte mit harter Arbeit und gesundem Geschäftsinstinkt den Aufstieg vom Volksschüler und Sozialhilfeempfänger zum millionenschweren Immobilienkaufmann und Schriftsteller. In all seinen Romanen schildert er mitreißend, schonungslos und doch immer mit einem selbstironischen Augenzwinkern knallharte, oftmals abenteuerliche Erfahrungen, wie sie ihm auch auf seinem Lebensweg in ähnlicher Weise widerfahren sind. Klaus Barski ist dementsprechend natürlich kein Leisetreter. Gerne erzeugt der Werbeprofi Aufsehen. So als er anlässlich der Veröffentlichung seines Romans 'Der deutsche Konsul' medienwirksam echte und gefälschte Dollars aus dem Fenster warf. Oder als er mit Luxuslimousine im Frankfurter Café Schwille aufkreuzte, um einen Ozelot an einer Eisenkette auszuführen - Klaus Barski: eben ein echter (Erfahrungs-)Millionär mit Tick und Charme.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 31.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783960790501
    Verlag: Solibro Verlag
    Serie: cabrio
    Größe: 539 kBytes
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Lebenslänglich Côte d'Azur

ST. TROPEZ 1975

Der junge Beck war ein fauler Kerl. Er haßte die Schule, denn sie bedeutete zuviel Arbeit für ihn. Die Bemühungen seiner Lehrer betrachtete er eher als Schikane. So brachte er es nicht einmal bis zur Mittleren Reife, obwohl er ein intelligenter Junge war. Nach Verlassen der Schule gammelte er eine Lehre als Verlagskaufmann bei einem Offenbacher Verlag durch. Die Abschlußprüfung schaffte er mit Ach und Krach.

Zuhause war alles Scheiße. Der Alte arbeitete als Formulardrucker im Keller der Sparkasse, verdiente nur sehr bescheidene Kohle. Träumte statt dessen von der guten alten Zeit unter Adolf, als er bei der Luftwaffe ohne Flugzeuge diente.

"Wenn die Amis mit ihren mächtigen Juden nicht eingegriffen hätten, wär ich heute Rittergutsbesitzer im Osten. Der Führer hat es uns versprochen! Als Belohnung für alle Portepeeträger. Nach dem Endsieg", lamentierte er oft, wenn er besoffen war. Dabei bohrte sich der alte, unbelehrbare Nazi in der Nase. War er fündig geworden, hetzte er weiter: "Juden in der Nase ... Parasiten, die raus müssen. Glaub ja nicht ihre Lügen, Junge! Glaub sie nicht. Von wegen Millionen tote Juden und KZ-Greuel. Die hocken alle stinkreich in Florida und verjubeln unsere Wiedergutmachung!"

Kopfschüttelnd versuchte Peter, Einwände anzubringen, erntete allenfalls eine Kopfnuß und mußte sich die idiotischen Belehrungen seines Vaters anhören.

"Weil die unser gutes Geld stehlen, zahlen wir die hohen Steuern.

Bleibt nur ein beschissener Rest. Ich hoffe, Franz-Josef wird mal rankommen. Da werden se aber gucken, die Untermenschen, jawoll! War 'ne tolle Zeit damals mit den Fackelmärschen, dem sauberen Jungvolk. Ja, und die deutschen Tugenden - sportlicher, fairer, klarer Geist in gesunden, gestählten Körpern. Jetzt werden wir von denen mit Amerikanismus vergiftet - Negermusik, Kaugummi, Jeans und Coca Cola. Wenn die uns nicht so ausnehmen würden, wär's ein gutes Leben in unserem Land. Und ich könnte mir 'nen Opel Kadett leisten."

Das war sein Stichwort. Er schnappte sich einen Suppenteller, legte ein Kissen an die rechte Sofalehne und setzte sich in seinen imaginären Opel. Die Beine lang auf dem Sofa, trank er zuerst einen großen Schluck aus der Flasche, bevor er Motorgeräusche imitierte. "Brrrummm!" Hielt den Teller wie ein Lenkrad in beiden Händen, raste als Rennfahrer durch Kurven. "Brrrummm!" Und dann voll in die Bremse, mit dem rechten Fuß auf die linke Sofalehne.

Peter entsetzte dieses Spektakel jedesmal aufs neue. Der Alte war ein Narr, ein kompletter Idiot!

Mutters höhnischer Kommentar traf den Alten ins Mark. "Dein Schwager Walter spinnt nicht auf dem Sofa rum und träumt vom Autofahren. Der hat was im Kopf und fahrt Mercedes. Er hat einen 190er!"

Das saß. Vater schmiß wütend den Teller auf den Boden und brüllte: "Dein Bruder Walter! Ein Prolet! Macht die dicke Asche mit Plünnen und Oldiesen! Ein lausiger Altwarenschacherer, der arme Lumpensammler linkt! Und du läßt dich von seiner Penunze blenden! Sein Geld stinkt! Hätten wir nicht durch die vielen Verräter den Krieg verloren, dann wäre unsere Welt eine bessere!"

Mutter lachte an dieser Stelle immer befriedigt auf, weil ihr Stachel saß und den Alten schmerzte. Sonst war sie eher ruhig und zurückhaltend.

Mutter lebte für die Bibel. Mindestens viermal in der Woche rannte sie in einen Gottesdienst und hatte stets eine weise Bibelstelle als Lebenshilfe parat. Überall in der Wohnung hingen religiöse Drucke an den Wänden, von der Kreuzigung bis zum Verrat durch Judas war alles dabei. Von Adam und Eva bis zu Saulus. Und der kleine Peter durfte bei keiner Sonntagsmesse fehlen, wurde zum Meßdienerdienst und weiteren Laienarbeiten gezwungen. Und davon hatte er eines Tages genug.

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