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Legal Love - An deiner Seite von Sheridan, J. T. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.12.2019
  • Verlag: beHEARTBEAT
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Legal Love - An deiner Seite

Gerade erst hat Nora den Tod ihres Chefs überwunden, da taucht plötzlich sein Enkel David auf. Er will die Kanzlei übernehmen und alles komplett umkrempeln. Nora ist davon wenig begeistert. Schließlich hat David sich noch nie besonders für die Kanzlei interessiert - und schon gar nicht für seinen schwerkranken Großvater. Nora gibt sich kämpferisch und stellt sich Davids Plänen entgegen. Doch nach kurzer Zeit muss sie sich eingestehen, dass sie sich mehr zu dem australischen Anwalt hingezogen fühlt, als ihr lieb ist ... Londoner Anwältin trifft auf attraktiven Australier - es wird heiß! eBooks bei beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert. J. T. Sheridan ist das Pseudonym der Autorin Jessica Bernett. Sie wurde 1978 als Enkelin eines Buchdruckers in Wiesbaden geboren. Umgeben von Büchern und Geschichten entdeckte sie schon früh ihre Begeisterung für das Schreiben. Der Liebe wegen wechselte sie die Rheinseite und lebt heute mit ihrem Mann und ihren Kindern in Mainz. Sheridan hat eine Schwäche für Schokolade, Whisky und die britischen Inseln, die sie besonders in ihren Büchern auslebt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 300
    Erscheinungsdatum: 01.12.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732580071
    Verlag: beHEARTBEAT
    Größe: 980 kBytes
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Legal Love - An deiner Seite

Kapitel 2

Wir hatten uns als Kinder gekannt. Die Sommer in Cornwall ... Seltsam, ich hatte lange nicht an diese Zeit zurückgedacht. Nun aber erinnerte ich mich ganz besonders an einen Sommer. Damals, bevor ich fünfzehn wurde, hatte William seine engsten Freunde und Verwandte zu einem Urlaub auf sein Anwesen in Cornwall eingeladen.

David war sechzehn, ein groß gewachsener Junge mit unmöglichen Manieren. Er und sein Freund ... wie war sein Name? ... Patrick. Ja, Dave und Pat, sie hatten in diesen drei Wochen jede Menge Unfug angestellt. Eigentlich war ich zu jung gewesen, um mit ihnen abzuhängen. Aber manchmal sah ich zu, wie sie in den Wellen surften und die Herzen der englischen Mädchen brachen, die sie vom Strand aus anschmachteten.

Weder beim Surfen noch beim Tennisspielen konnte ich mit ihnen mithalten, und sie beachteten mich in diesem Sommer auch kaum. Ich war nur ein kleines, dürres Mädchen mit langen Zöpfen, Zahnspange und Brille. Doch es gab eine Sache, die ich besser konnte als die Jungs. Bei der Erinnerung musste ich schmunzeln. Stunden hatten wir bei schlechtem Wetter damit verbracht, Spiele auf der Playstation zu spielen. Und so sehr sich die Jungs auch anstrengten, keiner von beiden war so geschickt darin, die Zombies in Resident Evil zu killen, wie ich, das kleine Mädchen mit der Brille. Solange wir also unter uns waren, akzeptierten sie mich in ihrer Mitte. Sie waren lustig und nett. Wenn aber ältere Jugendliche, besonders Mädchen, zu uns stießen, behandelten sie mich wie eine Aussätzige.

Bis auf jene Nacht.

Für den letzten Abend des Urlaubs hatte William eine besondere Feier organisiert. Es gab Häppchen, Torte und sehr viel Champagner. Mit fortgeschrittener Stunde wurde die Gesellschaft lockerer. Die Jungs tranken heimlich mehr Alkohol, als ihnen erlaubt war, und Dave unterhielt sich angeregt mit einer Achtzehnjährigen, an deren Name ich mich nicht mehr erinnern konnte. Pat langweilte sich offensichtlich und begann, mich zu ärgern. Er wollte wissen, ob ich denn noch keinen Freund hätte und ob ich schon einmal geküsst worden wäre ... solche Geschichten. Jungs in dem Alter können wirklich gemein sein. Er zog mich damit auf, dass ich mit dreißig wahrscheinlich immer noch Jungfrau wäre. Ich sagte ihm, er solle mich in Ruhe lassen, aber er trieb sein Spiel immer weiter, bis ich weinte.

In diesem Moment war Dave gekommen und hatte seinen Freund zur Rede gestellt. Pat sagte irgendwas, das ich nicht verstand. Dave holte aus und verpasste ihm einen Kinnhaken, der seinen Freund zu Boden schickte. Dann nahm er ohne ein weiteres Wort meine Hand und zog mich mit sich.

Im Garten gab es einen wunderschönen alten Apfelbaum. Die Äste waren bereits schwer von den Früchten. Hinter dem Stamm des Baumes konnte uns keiner sehen. Er legte liebevoll einen Arm um mich und fragte, ob es mir gut gehe. Ich brachte kein Wort hervor, nickte aber und sah zu ihm auf. Er lächelte, wischte mit dem Daumen eine letzte Träne von meiner Wange, und dann beugte er sich zu mir hinunter und küsste mich. Natürlich war es ein ganz harmloser, kurzer Kuss mit geschlossenen Lippen. Trotzdem erinnere ich mich noch sehr lebhaft daran, wie warm und angenehm sich sein Mund auf meinem angefühlt hatte ...

Nach der Besprechung mit Sir Fraser hatte ich es sehr eilig, in mein Büro zu kommen. Ich wollte für einen Moment allein sein.

Meine Wangen glühten bei der Erinnerung an diesen Abend vor all den Jahren. Ob sich David an das kleine Mädchen erinnerte? Ich war immerhin nun eine erwachsene Frau, trug Kontaktlinsen, meine Zähne waren gerade und mein Busen hatte sich ebenfalls entwickelt. Nein, er erinnerte sich bestimmt nicht an mich. Er war fast Mitte dreißig. Welcher Mann erinnerte sich schon an einen harmlosen Kuss, den er mit sechzehn einer Vierzehnjährigen gegeben hatte?

Nach diesem Sommer hatte ich Dave nie wiedergesehen. E

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