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Liebe kann man (nicht) kaufen von Lillian, Jennifer (eBook)

  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Liebe kann man (nicht) kaufen

Emily hat ihren Job als Kellnerin endgültig satt. Könnte sie doch auf das Geld verzichten und ihren Traum von einem Medizinstudium endlich wahrwerden lassen. Da kommt ihr John mit einer außergewöhnlichen Idee wie gerufen. Er bittet Emily sich als seine Freundin auszugeben, damit er endlich das Ansehen seines Vaters und auch dessen Firma erlangt, da er alles andere als bereit ist, seinen exzessiven Lebensstil aufzugeben. Eine 'Freundin' käme ihm da recht. Nachdem er ihr eine beachtliche Summe anbietet, sieht Emily nur noch ihre bevorstehende Freiheit. Weg von der Kellnerei, weg von der Stadt ... aber gelingt es ihr, auch wieder weg von ihm zu kommen?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 375
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783962151522
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 2176 kBytes
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Liebe kann man (nicht) kaufen

Eins

Dieser Job trieb mich irgendwann mit Sicherheit in den Wahnsinn! Es war wieder einer dieser völlig chaotischen Abende, an denen sich die Gäste noch hochnäsiger verhielten, als sonst. Ich war der Meinung, dass ich schon einiges mitgemacht habe, angefangen bei schreienden Kindern, die ihre Teller quer durch das Lokal warfen, bis hin zu pöbelnden Senioren, die mit ihren stumpfen Messern die Kellner bedrohten. Aber dass es noch schlimmer kommen würde, wurde mir an diesem Abend bewusst.

"Nicky fällt heute Abend aus", brabbelte mein Chef vor sich hin, während er an mir hoch beschäftigt vorbeieilte und sich in sein Büro begab, in das er sich öfter einschloss und seinen Angestellten die Arbeit überließ. Mit hochgezogenen Augenbrauen schaute ich ihm nach und wandte mich dann an den Gästebereich. Ich war noch gar nicht richtig angekommen und brauchte einen kleinen Moment, um zu realisieren, dass der Weltuntergang kurz bevorstand. Das Restaurant war brechend voll und für uns drei Kellner vom Arbeitsaufwand her kaum zu bewältigen. Richard rotierte wild hinter der Theke. Paula hetzte von Tisch zu Tisch, um Bestellungen aufzunehmen. Schon jetzt verging mir jegliche Lust, hier auch nur einen Finger krumm zu machen, aber ich brauchte das Geld - und zwar dringend. Der Laden florierte und das Trinkgeld konnte ich bestens sparen. So ein Medizinstudium war eben teuer und reiche Eltern hatte ich auch nicht. Deswegen sparte ich jeden einzelnen Cent, um wenigstens die Aufnahmegebühren bezahlen zu können und mich im Laufe der Zeit für ein Stipendium zu bewerben. Bisher waren meine Noten gut gewesen, aber nicht so gut, als dass ich mich direkt für eines bewerben konnte. Deshalb wollte ich es auf der Uni nach dem ersten Semester erneut versuchen. Allerdings hatte ich noch nicht genug gespart. Gerade einmal 2 000 Dollar hatte ich auf der hohen Kante.

Mit schnellen Schritten eilte ich in den Personalraum, warf meine Sachen achtlos in meinem Spind und band mir die schwarze Schürze um die Hüften. Auf in den Kampf!

"Nicky ist schon wieder krank?", hakte ich bei Richard nach, der mit seinem panischen Blick einem wilden Kaninchen glich, was eine Schlange erblickt hatte. Ich musste immer lachen, wenn ich Richard mit seinen weit aufgerissenen Augen bei der Arbeit beobachtete, aber an diesem Abend tat er mir wirklich sehr leid. Daher verkniff ich mir jegliche Aufheiterungsversuche und hoffte, dass wir die Herausforderungen irgendwie gewuppt bekämen.

"Was soll man dazu noch sagen? Ein Wunder, dass Pete sie noch nicht entlassen hat", fluchte Richard, während er verschiedene Getränke in einem Shaker goss.

Pete war unser arbeitsscheuer Chef, denn Arbeiten gehörte nicht gerade zu seinen Stärken. Was traurig ist, wenn man bedenkt, dass er einen Laden zu führen hat, der ganz gutes Geld abwarf. Ich fragte mich, wie das funktionierte. Arbeitsscheu und gleichzeitig erfolgreich. Sobald es ging verschanzte er sich in seinem Büro und war glücklich, wenn er niemanden von uns sehen musste. Was er hinter verschlossenen Türen tat, konnte man nur erahnen. Da ihn sowieso kaum einer in seinem Büro besuchte, konnte er in Ruhe tun und lassen, was er wollte. Verließ er seine Räumlichkeiten, dann tippte er eifrig auf seinem Smartphone, oder tat so, als hätte er ein wichtiges Gespräch am anderen Ende der Leitung zu führen. Vermutlich war es ohnehin nur seine Mutter oder Frau, die wegen unwichtigen Kram bei ihm anriefen, um ihn noch mehr von der eigentlichen Arbeit fernzuhalten. Wir machten heimlich unsere Späße über ihn, denn so hatten wir immerhin was zu lachen, was in diesem Restaurant leider nicht sehr oft vorkam.

"Wenn sie sich nicht ständig so kurzfristig krankmelden würde, wäre das ja alles nicht so schlimm, aber ich glaube Pete hat einfach nur keine Lust auf Schreibkram", scherzte ich und entlockte Richard ein zustimmendes Lachen. Seine wirren Haare standen ihm bereits zu Berge, dabei hatte seine Schicht noch ni

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