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Lisa Denn niemand weiß, wohin der Weg Dich führt von Breitkreutz, Jan (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Online verfügbar

Lisa

Lisa geht ihren Weg, löst scheinbar unbeirrt ihre Probleme. Doch dann schlägt das Leben einen Haken.

Jan Breitkreutz ( 1964) arbeitete über dreißig Jahre in der IT-Branche, bevor er sich der Schriftstellerei widmete. Erschienen sind bisher: Folge dem Sehnen Deines Herzens ISBN: 9 783 833 465 994 Kopflos...nicht mit mir! ISBN: 9 783 746 011 189

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783752847956
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 276 kBytes
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Lisa

Eine Erkenntnis und ein Plan

Der Wecker summte sie aus einem Traum. Lisa sprang hoch, war völlig aufgelöst und wusste nicht warum. Irritiert schaute sie auf die Uhr. Alles im Plan, alles normal. Sie erinnerte sich an den Traum, sah Bilder, sich selber. Aktiv. Sie war im Traum aktiv gewesen. Was war es nur? Je mehr sie sich anstrengte, Bilder zu erinnern, desto undeutlicher wurden sie. Lisa gab auf und ging ins Bad. Auf dem Weg öffnete sie die Tür zu Kathis Zimmer und sang ein

"Guten Morgen, Kuschelmaus".

"Guten Morgen, Mama!"

Lisa genoss diese Antwort und öffnete Jonas Tür. Auch hier sang sie ein "Guten Morgen, Knöpfchen!" Und ging weiter. Nachdem sie keine Antwort hörte, grinste sie in sich hinein, stellte sich in die Tür und befahl im Ton eines Unteroffiziers:

"Guten Morgen, Jonas! Aufstehen und zwar zackig!"

Jonas erschrak ob des strengen Tones und stieß sich seinen Kopf an der Decke. Es bumste mächtig und Lisa hatte ganz kurz Mitleid. Sie ging ins Bad und begann danach die morgendliche Zeremonie. Milch erwärmen, Frühstück hinstellen, Kaffee kochen. Ihr fiel auf, dass sie schneller war als sonst. Wesentlich schneller. Bilder aus ihrem Traum kamen wie kurze Einblendungen in einem Film, den man mit einem anderen vermischt hatte. Ein Traum voller Aktivität und Elan. Der Schwung übertrug sich und sie schaltete das Radio an. Es dudelte und ein Moderator erzählte irgendetwas von Gewinnen und tollem Glück. Lisa holte eine CD aus ihrem Schrank und legte sie ein. Sie goss sich eine Tasse Kaffee ein, aß schnell ein Brot und drehte sich eine Zigarette. Kathi und Jonas kamen in die Küche und sahen verdutzt ihre Mutter an.

"Du rauchst ja, Mama", stellte Kathi fest.

"Ja. Gewöhnt euch das gar nicht erst an. Aber das Fenster ist offen, ich hoffe es ist ok für euch."

"Mom, kann ich heute Käse auf die Brote haben?" Fragte Jonas.

"Klar, mein Großer. Wenn Du Dir Käse auf die Brote legst, kannst Du heute auch Käse haben." Lisa genoss diesen Satz.

"Aber ich kann das nicht, mach Du mir bitte die Brote. Das machst Du doch sonst ..."

Weiter kam Jonas nicht. Lisa lehnte sich über den Tisch und warf Jonas einen fragenden Blick zu.

"Darf ich Deinen Satz ernst nehmen? Du kannst das nicht? Du bist mit 13 Jahren weder intellektuell noch motorisch in der Lage, Dir Pausenbrote zu machen?"

Lisa wiegelte mit einer Handbewegung ab.

"Aber ich habe ja vergessen, Du wirst ein Mann und dann verlernt man das schlagartig wieder. Brücken bauen, Autos konstruieren aber an Pausenbroten scheitern. Klingt irgendwie nicht sehr vertrauenswürdig."

Kathi grinste, schmierte sich schnell ihre Pausenbrote und machte sich mit einem - Tschüss, Mama - aus dem Staub.

Jonas blickte etwas verwirrt, fing sich wieder und fragte, ob jetzt eine emanzipatorische Zeit begonnen hätte.

"Du bist sehr intelligent mein Großer. Und ja, ich kann Dir eine Antwort geben: Die Zeiten des - Ach Mama, mach das mal bitte kurz - sind vorbei."

Jonas schwante Böses, er verkniff sich ob des Stimmungswechsels jede Diskussion, schnappte sich Brotscheiben und Käse einzeln und machte sich ohne Worte aus dem Staub.

"Hey, Jonas!" Lisa versuchte ihre Stimme um einige Tonlagen zu besänftigen. "Ich hab Dich sehr lieb."

"Tschüss Mom", entgegnete Jonas schnell hinter der ins Schloss fallenden Tür.

Lisa holte Rob aus dem Garten, wies ihm seinen Platz in der Küche zu und machte sich ein kräftiges Frühstück. Sie hatte viel vor. Aber erst mal Kraft tanken, dachte sie bei sich und steckte sich nach dem Essen eine Zigarette an. Ihr Blick schweifte umher und fiel auf den Thermostat, der mittlerweile getrocknet auf dem Sideboard lag. Sie nahm ihn hoch und ein Stückchen fiel aus ihm heraus. Lisa schaute auf die Stelle, an der er gelegen hatte und sah ein daumennagelgroßes Stückchen Aluminiumfolie. Sie nahm es und versuchte herauszufinden, wo es hingehörte. Bei

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