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Lore-Roman 23 - Liebesroman So groß die Schuld auch ist ... von Rauenstein, Regina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.03.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Lore-Roman 23 - Liebesroman

Achim und Alison Steinberger führen seit zehn Jahren eine außergewöhnlich glückliche Ehe. Da bringt Achim eines Nachts ein erschöpftes junges Mädchen ins Haus, das ihm beinahe in den Wagen gelaufen wäre. Liebevoll nimmt Alison die Fremde auf, pflegt sie gesund, und bald ist das heimatlose Mädchen die Haustochter der Steinbergers. Aus dem blassen, ausgemergelten Mädchen erblüht ein betörend schönes Geschöpf, von dem ein gefährlicher Zauber ausgeht. Doch die blutjunge Janet ist nicht damit zufrieden, nur ein Dach über dem Kopf zu haben. Sie will mehr - will Achim Steinberger. Und um ihr Ziel zu erreichen, schreckt sie vor nichts zurück. Sie weiß ihre weiblichen Reize einzusetzen, sie tut alles, um dem Mann den Kopf zu verdrehen, sie gibt keine Ruhe, bis Achim sich von Alison löst - und ein Leben voller Unruhe und Leid auf sich nimmt ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 20.03.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732562084
    Verlag: Bastei Lübbe AG
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Lore-Roman 23 - Liebesroman

Zornig legte Alison von Larsen den Hörer zurück und ging erregt im Zimmer auf und ab. Das war doch die Höhe! Nun ließ Silvia sie im letzten Augenblick im Stich. Seufzend blieb Alison stehen, starrte auf die bereits gepackten Koffer und zuckte resignierend die Schultern. Da war nichts zu machen. Also würde sie ihren Skiurlaub eben allein antreten müssen.

Hätte Alison in diesem Augenblick geahnt, wie anstrengend die lange Fahrt von Düsseldorf nach Seefeld in Tirol mit ihrem kleinen weinroten Wagen werden sollte, sie hätte es bestimmt vorgezogen, mit dem Zug zu fahren. So aber setzte sie sich am nächsten Morgen beim ersten Morgengrauen hinter das Steuer und fuhr los.

Zuerst schien es, als würde es ein schöner klarer Tag. Aber dann setzte kurz vor Frankfurt ein starker Regen ein, der in einen Wolkenbruch überging.

Kurz vor der Grenze ging der Regen in Schneeregen über und dann in heftiges Schneegestöber, sodass man die Hand vor den Augen nicht mehr sehen konnte. Fast wäre sie an dem Ortsschild von Seefeld vorbeigefahren.

Dicke graue Schneewolken bedeckten den Himmel, sodass es schon ganz dunkel war, als Alison ihren kleinen Wagen endlich vor ihrer Urlaubspension zum Stehen brachte. Gerade wollte sie befreit aufatmen, als der Wagen einen regelrechten Satz machte. Sie wurde nach vorne geschleudert und begriff schlagartig, dass ihr jemand hinten aufgefahren war.

Das hatte ihr noch gefehlt! Mit einem unterdrückten Laut kurbelte sie das Fenster herunter.

"Sie Dummkopf, können Sie denn nicht aufpassen?", schrie sie, den Tränen nahe. Es war einfach zu viel: Die lange anstrengende Fahrt, das schlechte Wetter und nun auch noch der Unfall.

"Bremsen mitten auf der Straße - das habe ich gern, und dann auch noch ausfallend werden", kam es genauso aufgebracht zurück. "Sie haben Ihren Führerschein wohl gefunden, sonst wüssten Sie, dass man rechts heranfahren muss, wenn man anhalten will."

Wütend stieg Alison aus, ging um ihren Wagen herum und stand dann vor einem attraktiven Riesen, der sich sehr eingehend den Schaden betrachtete, den er angerichtet hatte.

"Na, das ist ja noch mal gut gegangen", knurrte er und zeigte auf die kleine Delle in der Stoßstange. "Das bringe ich morgen wieder in Ordnung, so etwas mache ich mit links", versicherte er mit einem breiten Grinsen.

So eine Frechheit, empörte sich Alison im Stillen. Anstatt sich zu entschuldigen, grinste er sie an, als wäre alles in schönster Ordnung.

Als habe er ihre Gedanken erraten, fuhr er jetzt gelassen fort: "Sie müssen doch zugeben, dass es nicht allein meine Schuld war. Man stoppt seinen Wagen nicht mitten auf der Straße, besonders dann nicht, wenn die Sicht so schlecht ist."

Er fasste sie genauer ins Auge und schien sichtlich zufrieden zu sein mit dem, was er sah. Das Schmunzeln um seinen Mund vertiefte sich, und sie bemerkte plötzlich die kleinen Lachfältchen um seine Augen: "Aber darum soll keine Feindschaft zwischen uns entstehen", fuhr er jetzt friedfertiger fort: "Ich werde natürlich für den Schaden aufkommen."

"Das ist ja wohl das Mindeste, was ich erwarten kann", fuhr Alison ihn gereizt an. Irgendwie machte seine Art sie wütend, reizte sie einfach, ohne dass sie sich erklären konnte, warum es so war. Im Grunde genommen war sie doch sonst recht großzügig und gar nicht nachtragend. "Schließlich sind Sie mir ja draufgefahren."

Sein Grinsen schien noch breiter, noch unverschämter zu werden. In seinen braunen Augen - eigentlich sehr hübsche Augen, wie sie widerwillig bei sich feststellte - schienen kleine Teufelchen ihr Unwesen zu treiben.

"Stimmt", gab er lächelnd zurück und schob mit einer schnellen Bewegung die rote Skimütze in den Nacken zurück. Braunes krauses Haar quoll jetzt hervor, fiel ihm in die Stirn. "Eigentlich müsste ich dem Zufall jetzt noch dankbar sein, denn wann hat man schon einmal das Glück, bei einer so hübschen, wenn auch kratz

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