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Lucy und Ryan Pretty Lies 1 von MacKenzie, Elena (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.05.2016
  • Verlag: Fahrenheit
eBook (ePUB)
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Lucy und Ryan

Seit einem schweren Autounfall besteht Lucys Leben aus Studium, einem Nebenjob im Café - und vor allem daraus, sich um ihre schwerverletzte Mutter im Pflegeheim zu kümmern. Das Geld ist knapp, das Studentenheim kann sich die junge Frau kaum noch leisten. Da erbt sie auf einmal von ihrer Großtante eine wunderschöne Wohnung mitten in Edinburgh. Der einzige Haken an der Sache: Ryan, der ebenfalls in der Wohnung lebt. Und es gibt nur drei Dinge, die Ryan so sehr liebt wie sich selbst: Partys, sein Schlagzeug - und Mädchen ...

Elena MacKenzie schreibt romantische, lustige, erotische und traurige Liebesromane. Für ihre Bücher sucht sie sich interessante Orte wie die kleine Insel Fair, Edinburgh, Glasgow oder Tolosa aus. Ganz nach dem Motto: Sich in Büchern zu verlieren, heißt grenzenlos zu träumen. Die Autorin lebt mit ihrem Mann, drei Kindern, zwei Hunden und zwei Katzen im Vogtland.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 312
    Erscheinungsdatum: 02.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492982665
    Verlag: Fahrenheit
    Serie: Pretty Lies 1
    Größe: 1058 kBytes
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Lucy und Ryan

Kapitel 1

Lucy

"Ich bin fertig. Triffst du mich im Café? Ich muss gleich meine Schicht antreten", murmelte ich in mein Handy und wühlte gleichzeitig in meiner Handtasche nach dem Schlüssel für meinen kleinen Peugeot. Das Auto hatte einmal meiner Mutter gehört. Jetzt, da sie es nicht mehr benutzen konnte, fuhr ich es. Es war auch viel leichter, in Edinburgh von A nach B zu kommen, wenn man einen fahrbaren Untersatz besaß - vorausgesetzt, man fand einen Parkplatz. Und gerade kam ich aus dem Büro eines Anwalts und war auf dem Weg in das kleine Campuscafé auf dem Gelände der Edinburgh University, in dem ich jeden Tag nach der Uni, einem Besuch bei meiner Mutter und den Hausaufgaben ein paar Stunden bediente, um mir das Studium, Mutters Pflegeheimplatz und ein Zimmer auf dem Campus leisten zu können. Zumindest das Zimmer könnte ich mir demnächst sparen, wenn ich Anne von meiner Idee überzeugen konnte.

"Bin sofort da. Ich platze schon vor Neugier. Man erbt ja nicht jeden Tag was von einer unbekannten Großtante." "Unbekannte Großtante" traf es auf den Punkt. Wie sich herausgestellt hatte, hatte ich hier in Edinburgh eine Verwandte, die die Tante meines verstorbenen Vaters gewesen war. Niemand wusste etwas von ihr, weil mein Vater sie nie erwähnt hatte. Zumindest erinnerte ich mich nicht daran, dass er je von ihr gesprochen hatte. Leider konnte ich meine Mutter auch nicht nach dieser Elisabeth Donald fragen. Und da ich nichts von ihrer Existenz gewusst hatte, hatte mich das Schreiben, in dem ich über eine Erbschaft in Kenntnis gesetzt wurde, auch völlig überrascht.

"Also dann, in zwanzig Minuten?"

"Werde da sein. Mach uns schon mal einen Latte. Oder sollten wir besser eine Flasche Schampus köpfen?" Anne machte schon seit Tagen ihre Witze. Anfangs meinte sie, ich wäre vielleicht jetzt Millionärin oder Besitzerin einer großen Firma oder hätte gar einen Adelstitel geerbt. Ich rollte mit den Augen, musste aber über Anne lächeln, da ich wusste, dass sie die Neugier schier zerriss. Aber die paar Minuten konnte sie auch noch warten, schließlich betraf dieses Erbe auch sie, wenn sie sich denn mit meinen Plänen anfreunden konnte.

Ich stellte mein Auto auf dem Parkplatz vor dem Swann Building ab und ging in das Café, wo Ben, mein Chef, mich bereits mit zusammengekniffenen Lippen erwartete.

"Ich hatte schon Angst, du kommst heute nicht mehr." Ben war knapp vierzig, sah für sein Alter aber umwerfend gut aus: groß, schlank und dunkelhaarig mit wenigen grauen Strähnen. Er trug eine silberne Brille, was ihm zusätzlich noch einen gewissen intelligenten Touch verlieh. Nicht, dass er nicht intelligent wäre, aber die Brille unterstrich das noch äußerlich.

"Tut mir leid, der Termin beim Anwalt hat doch etwas länger gedauert, als ich angenommen hatte. Du weißt ja, wie das so ist mit dem ganzen Papierkram."

Ben nickte brummend und ging hinter den Tresen, wo er mir gleich die Kasse übergab. In den frühen Abendstunden war hier besonders viel los. Dann nämlich kamen zahlreiche Studenten her, um zu lesen, sich auf Seminare vorzubereiten oder sich zu unterhalten.

Nachdem Ben mich eingewiesen hatte, ging ich schnell in die Garderobe und band mir die schwarze Kellnerschürze um, die die einzige Kleidungsvorschrift im Swann Café war. Als ich zurück ins Café kam, war auch Anne schon eingetroffen. Sie wartete auf dem Barhocker, auf dem sie immer saß, wenn ich bediente, damit sie die Minuten nutzen konnte, in denen ich hinter dem Tresen Espresso oder Latte macchiato zubereitete, um mit mir zu plaudern. An den vier Tagen pro Woche, an denen ich hier bis zweiundzwanzig Uhr arbeitete, hatten wir nämlich kaum Zeit, um zu reden.

Heute würde das anders sein, denn es regnete in Strömen und dann kamen nur wenige Gäste. Deswegen hatte Ben es auch so eilig, mir die Kasse zu übergeben, weil er solche Tage dafür nutzte, im Büro den ganzen Schreibkram zu erledigen.

Ich machte Anne un

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