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Mami 1892 - Familienroman Hilfe kommt von meinem großen Freund von Saltzmann, Margarete (eBook)

  • Verlag: Kelter
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Mami 1892 - Familienroman

Seit über 40 Jahren ist Mami die erfolgreichste Mutter-Kind-Reihe auf dem deutschen Markt! Buchstäblich ein Qualitätssiegel der besonderen Art, denn diese wirklich einzigartige Romanreihe ist generell der Maßstab und einer der wichtigsten Wegbereiter für den modernen Familienroman geworden. Weit über 2.600 erschienene Mami-Romane zeugen von der Popularität dieser Reihe. Lieber Gott, Du weißt, daß ich meistens ganz lieb bin. Na ja, vielleicht nicht immer. Bei Frau Kersting in der Schule habe ich mich aber entschuldigt für die Maus in der Schublade. Und die zweimal Schwänzen hat Mama auch gemerkt, und meine Strafe hab ich bekommen. Ich hoffe doch sehr, daß das jetzt nicht mehr zählt. Weil ich nämlich eine große Bitte an Dich habe. Mach doch bitte, daß Mama und Papa sich wieder verstehen, und wir wieder eine Familie sind. Weißt du, es ist nicht einfach, denn in der Schule werde ich geärgert, weil Papa weggegangen ist. Aber Andreas ist stärker als ich und haut jeden, das kann ich nicht. Die Eltern von Britta trennen sich auch, und Britta heult dauernd deswegen. Sie ist ein Mädchen, die darf das. Aber ein Junge wie ich heult doch nicht, und schließlich werde ich ja auch jetzt zwölf. Also bitte, lieber Gott, mach ganz einfach, daß Mama und Papa beim nächsten Treffen sich wieder liebhaben, dann sind wir bald wieder eine Familie. Ich hab' doch bald Geburtstag, und das ist der einzige Wunsch, den ich habe. Na ja, fast der einzige. Aber für das neue Computerspiel sorgt ja auch Mama. Hoffe ich. Und ich verspreche auch, ich werde immer ganz, ganz lieb sein.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740922078
    Verlag: Kelter
    Größe: 199 kBytes
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Mami 1892 - Familienroman

Lieber Gott, Du weißt, daß ich meistens ganz lieb bin. Na ja, vielleicht nicht immer. Bei Frau Kersting in der Schule habe ich mich aber entschuldigt für die Maus in der Schublade. Und die zweimal Schwänzen hat Mama auch gemerkt, und meine Strafe hab ich bekommen. Ich hoffe doch sehr, daß das jetzt nicht mehr zählt. Weil ich nämlich eine große Bitte an Dich habe. Mach doch bitte, daß Mama und Papa sich wieder verstehen, und wir wieder eine Familie sind. Weißt du, es ist nicht einfach, denn in der Schule werde ich geärgert, weil Papa weggegangen ist. Aber Andreas ist stärker als ich und haut jeden, das kann ich nicht. Die Eltern von Britta trennen sich auch, und Britta heult dauernd deswegen. Sie ist ein Mädchen, die darf das. Aber ein Junge wie ich heult doch nicht, und schließlich werde ich ja auch jetzt zwölf. Also bitte, lieber Gott, mach ganz einfach, daß Mama und Papa beim nächsten Treffen sich wieder liebhaben, dann sind wir bald wieder eine Familie. Ich hab' doch bald Geburtstag, und das ist der einzige Wunsch, den ich habe. Na ja, fast der einzige. Aber für das neue Computerspiel sorgt ja auch Mama. Hoffe ich. Und ich verspreche auch, ich werde immer ganz, ganz lieb sein. Ich will es versuchen, aber vielleicht mach ich ja doch noch was falsch. Aber ich will mich bemühen, großes Ehrenwort. Dein Michael.

Es machte dem Jungen sichtlich einige Mühe, die passenden Buchstaben auf der Tastatur zu finden, trotzdem betrachtete das Kind stolz sein Werk.

Michael Steingruber saß am Computer seiner Mutter und hatte das Emailprogramm aufgerufen, wie er es seine Mutter schon oft hatte tun sehen.

Eigentlich durfte er das Programm nicht benutzen, Anita hatte ihm das strengstens verboten. Und das, obwohl Michael durchaus mit einigen Programmen besser umgehen konnte als sie selbst. Aber Internetprogramme waren nichts für Kinder, hatte Anita befunden und ein Verbot ausgesprochen. Doch jetzt fühlte der Junge sich so unglücklich und verzweifelt, daß er sich über die Gebote seiner Mutter hinwegsetzte und diesen Brief an den lieben Gott geschrieben hatte. Das schien ihm einfach der letzte und einzige zu sein, der noch helfen konnte.

Anita und Karsten Steingruber hatten sich vor einiger Zeit getrennt, und mittlerweile waren sie geschieden, was auch schon fast ein Jahr her war. Vorangegangen waren endlose Streitereien und ein erbitterter Kampf um das Sorge- und Besuchsrecht für Michael.

Böse Worte waren gefallen. Haß war auf beiden Seiten geschürt worden und Michael, der gar nicht verstehen konnte, warum seine Eltern sich plötzlich unversöhnlich bekämpften, stand mittendrin. Von ihm wurde plötzlich eine Entscheidung verlangt, wem in Zukunft seine Liebe gehören sollte. Natürlich war das zuviel gewesen für den Jungen.

Dazu kamen die Hänseleien in der Schule und Michaels eindeutige Unterlegenheit gegenüber anderen Scheidungswaisen. Er war klein, zierlich und regelrecht schmächtig zu nennen, für sein Alter eindeutig unterentwickelt, auch wenn die geistigen Gaben stärker ausgeprägt waren. Immerhin war er Klassenprimus.

Aber jetzt hatte der Junge nur noch diesen Ausweg gesehen. Zwar wußte er nicht so recht, ob er überhaupt an Gott glauben sollte, weil er es doch zugelassen hatte, daß Mama und Papa sich trennten. Aber seine Religionslehrer, Herr Kohlhans, hatte fest behauptet, daß es ihn gäbe, und daß es in seiner Macht läge, zu helfen, wo kein Ausweg mehr war.

Nun gut. Michael überlegte kurz, wie er die Email adressieren sollte und entschied sich dann ganz einfach für Gott@Himmel.de. Das würde ganz bestimmt ankommen.

Der Junge löschte noch den Eintrag in der Liste, damit seine Mutter nicht bemerkte, daß er ihr Verbot übertreten hatte und rief dann eines der Spiele auf.

So saß er denn ein wenig gelangweilt, wie es schien, vor dem Spiel, als seine Mutter hereinkam und ihren Sohn zum Essen rief.

Alexander Gottlieb brütete über einigen Entwürfen für einen

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