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Marienglut Historischer Mühlhausen-Roman Band 2 von Bauer, Yvonne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.08.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Marienglut

Konrad von Hohenstaufen und Wilhelm von Holland kämpfen um die Kaiserkrone im Römischen Reich, Herzogin Sophie von Brabant, Tochter der Heiligen Elisabeth, und Heinrich der Erlauchte, Markgraf zu Meißen, um die Vorherrschaft in Thüringen. Inmitten dieser Wirren wünschen sich Antonia und Konrad nichts sehnlicher, als ein friedvolles Leben führen zu können. Doch ein Solches ist ihnen und ihren Freunden nicht vergönnt. Immer tiefer geraten sie in den Sog von Intrigen und Ränken, während ihr Ziel, Mühlhausen zu einer wahrhaft freien Reichsstadt zu erheben, in greifbare Nähe rückt. Unterdessen verstricken sich Konrad und Antonia unaufhaltsam in dem Konflikt zwischen der Welt, in die sie hineingeboren wurden und aufwuchsen und der, in der sie leben...

Yvonne Bauer wurde 1972 in Mühlhausen geboren. Dort ist sie auch zur Schule gegangen und aufgewachsen. Nach dem Abitur hat sie eine Ausbildung zur Fremdsprachensekretärin absolviert und einige Zeit in diesem Beruf gearbeitet. Zehn Jahre darauf verwirklichte sie ihren Traum und begann ein Medizinstudium, das sie sechs Jahre später erfolgreich abschloss. Seitdem arbeitet sie als Ärztin. Bereits als Kind hat sie mit selbstgemalten Bildern Geschichten erzählt. Mit dem Schreiben und Lesen lernen kamen dann Texte hinzu. Parallel dazu verschlang sie einen Roman nach dem anderen, wobei sie schon immer eine besondere Vorliebe für historische Werke hegte. Vor etwas mehr als vier Jahren hat die Autorin mit den Recherchen für ihren ersten Roman "Antoniusfeuer" begonnen. Dieses Buch ist ihr Debüt und der Auftakt für eine Trilogie. Marienglut bildet als Fortsetzung den zweiten Teil. Am letzten Teil arbeitet sie bereits. Stetige Unterstützung erfährt sie dabei durch ihren Mann Michael.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 500
    Erscheinungsdatum: 02.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741259197
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 868kBytes
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Marienglut

Kapitel 2 - Ängste

Antonia erwachte in aller Frühe mit bis zum Hals klopfendem Herzen. Sie konnte sich nicht mehr erinnern, was sie geträumt hatte, nur, dass es ein schlechter Traum gewesen war. In dem Moment, in dem sie überlegte, ob sie sich noch einmal umdrehen sollte, öffnete sich die Tür, und Magdalena schlüpfte durch den Spalt.

"Antonia, gut, dass du wach bist. Ich wollte dich fragen, ob du vielleicht irgendein Kraut gegen meine morgendliche Übelkeit in deinem Korb hast. Ich kann nicht aufhören, mich zu übergeben."

Die Frau von Ritter Lucas, die seit dem ersten Tag auf dieser Burg ihre Freundin war, war gesegneten Leibes und erwartete ihr zweites Kind.

"Guten Morgen. Lass mich überlegen. Etwas Schöllkraut und Minze sollten deine Übelkeit vertreiben. Ich habe noch ein paar letzte getrocknete Vorräte."

"Schöllkraut? Tust du das üblicherweise nicht auf Warzen?"

"In der Tat, da hast du recht. Die Milch, die aus dem Stängel läuft, wenn man ihn abbricht, hilft in diesem Fall. Gegen das Unwohlsein werden wir aber einen Sud aus den Blättern ansetzen. Dazu geben wir etwas Minze, dann sollte sich dein Bauch im Nu beruhigen."

"Das hoffe ich. Ich habe seit Tagen keinen Happen mehr bei mir behalten können. Auch, was das betrifft, bin ich froh, dass wir gemeinsam nach Mehler reisen werden. Was würde ich nur ohne meine kleine Heilerin tun?"

"Ach, Magdalena, ich wünschte nur, Konrad könnte mit uns kommen. Ich bin erleichtert, dieser Burg mit seinen verlogenen Bewohnern entfliehen zu können. In Mehler fühle ich mich wohler. Dort muss ich nicht hinter jeder Tür einen Feind oder Spion vermuten."

Der letzte Satz sorgte für Erheiterung, denn Magdalena warf den Kopf in den Nacken und lachte lautstark.

"Pst! Leise! Du weckst noch die ganze Burg! Und überhaupt, was ist daran so lustig?"

"Meine süße, kleine, naive Antonia. Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass es auf dem Anwesen deiner Großeltern nur nette und dir wohlgesonnene Menschen gibt?"

Als die junge Frau sah, wie ihre Freundin sie entgeistert anstarrte, lächelte sie milde. "Die Liebe macht dich vermutlich blind. Aber ich kann dich verstehen. Als Lucas mir seine Gefühle offenbarte, war ich im siebten Himmel und habe um mich herum kaum noch etwas wahrgenommen."

Der Blick der jungen Edelfreien wechselte von Entgeisterung zu Trotz. "Ich bin mir der Gefahr durchaus bewusst. Auch, wenn die Männer glauben, dass wir Frauen von Politik nichts verstehen, so weiß ich doch, dass für uns Einiges auf dem Spiel steht. Wir hatten Glück, dass die Bürger Mühlhausens so glimpflich davon gekommen sind, als die Dame von Brabant und Heinrich, der Erlauchte, sich um den Landgrafentitel gestritten haben. Ich glaube auch, dass in dieser Sache das letzte Wort noch nicht gesprochen ist."

"Hört, hört, es ist keinesfalls nur hübsch, dein Köpfchen, sondern obendrein zum Denken ganz gut zu gebrauchen. Es ist von Vorteil für einen Ritter, wenn sein Weib ihm an Intelligenz ebenbürtig ist. Aber sei nie so dumm, ihm das offen zu zeigen. Lass ihn immer in dem Glauben, dass alles, was er entscheidet, allein seine Idee war. Dann werdet ihr eine gute Ehe führen."

"Woher nimmst du denn diese Weisheiten?"

"Von deiner Großmutter."

"Meiner ...?" Antonias Lächeln erhellte ihr Gesicht. "Das ist ja interessant."

"Nicht wahr?"

Beide Damen setzten eine gleichgültige Miene auf, als die Kammerzofe die Kemenate betrat.

"Oh, Verzeihung, ich dachte, Ihr würdet noch schlafen, sonst hätte ich angeklopft." Eine leichte Röte überzog die Wangen des Mädchens, während es höflich knickste.

"Schon in Ordnung, ich wollte sowieso gerade gehen."

Magdalena blinzelte ihrer Freundin verschwörerisch zu, sodass es Antonia schwerfiel, nicht laut loszulachen. Sie hielt die Luft an, bis die Tür wieder geschlossen war.

"Eure Großmutter bat mich, Euch auszuri

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