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Maybe, Baby! Roman von Sivec, Tara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.04.2015
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
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Maybe, Baby!

Um Himmels willen, ich habe einen Freund, schlimmer noch, eine Familie. Endlich sind Claire und Carter ein Paar - den gemeinsamen Sohn inklusive. Doch das Familienleben entwickelt sich zum Extremsport. Zwischen Aufräummarathon (ein Vierjähriger kriegt wirklich alles kaputt!) und Wachkoma (Carter schnarcht wie ein erkältetes Nilpferd) entdeckt Claire: Nach dem Happyend wird's erst richtig wild ... Die E-Book-Sensation aus den USA endlich auf Deutsch: Kiss Me, Stupid! (Chocolate Lovers 1) Maybe, Baby! (Chocolate Lovers 2) Love Me, Idiot! (Chocolate Lovers 3) Tara Sivec ist Bestsellerautorin, Ehefrau, Mutter, Chauffeur, Fußballtrainerin, Babysitter, Köchin, Sarkasmusexpertin - und der lustigste Mensch, den sie selbst je getroffen hat. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Ohio und freut sich bereits auf den Tag, an dem alle drei erwachsen sind und endlich ausziehen. Nach vierzehn Jahren als Maklerin beschloss Tara, einen Stift in die Hand zu nehmen und lieber damit zu schreiben, als sich vor Langeweile ein Auge auszustechen. Sie ist die Autorin der sensationellen E-Book-Bestseller-Serie 'Chocolate Lovers'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 08.04.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843710367
    Verlag: Ullstein
    Größe: 1254 kBytes
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Maybe, Baby!

K APITEL 1

Grüner Wackelpudding und Schnappschildkröten

Ich habe einen Traum.

In diesem Traum liege ich im Bett unter der Decke, nur wenige Zentimeter von Carters Körper entfernt. Ich blicke auf seine liegende Gestalt neben mir, wobei der grünblaue Lichtschein des Weckers auf dem Nachttisch gerade ausreicht, um zu erkennen, wie sich sein Brustkorb sanft hebt und senkt. Die Decke ist ihm bis zur Hüfte runtergerutscht, während er friedlich schlummert, einen Arm über die Augen und den anderen über seinen straffen nackten Bauch gelegt. Vorsichtig rutsche ich an ihn heran, um ihn nicht zu wecken, bis ich so dicht neben ihm liege, dass ich die Hitze seines Körpers von Kopf bis Fuß spüre. Ich ziehe meine Arme unter der Bettdecke hervor und berühre seine weiche, muskulöse Brust, lasse die Finger sanft weiter nach oben wandern, bis ich seinen Hals erreiche und dann ... dann erwürge ich den Scheißkerl.

Na gut, das ist kein richtig echter Traum. Eher so was wie eine Wunschvorstellung. Etwas, das ich mir ausmale, wenn im Laden nicht viel los ist, wenn ich im Supermarkt an der Kasse Schlange stehe oder in so ziemlich jeder Minute jedes verdammten Tages, in der ich wach bin, allerdings vor lauter Schlafmangel schlechte Laune habe und pausenlos vor mich hin gähne. Aber natürlich würde ich diese Phantasie niemals in die Tat umsetzen. Schließlich liebe ich Carter. Wirklich. Nur bin ich mir manchmal nicht ganz sicher, ob ich meinen Schlaf nicht noch mehr liebe.

Vor ein paar Monaten wusste ich nicht mal, dass es Carter überhaupt gibt. Okay, ich wusste, dass es ihn gibt - irgendwo dort draußen, am Ende des Regenbogens, in einem weit entfernten Land, wo er sein eigenes Leben lebt. Nie und nimmer hätte ich gedacht, dass er je auch nur einen Gedanken an mich, seinen One-Night-Stand vom College, verschwenden würde. Doch wie sich herausstellen sollte, hatte ich mich in beiden Fällen getäuscht. Das weit entfernte Land entpuppte sich als nur ein paar Meilen von meinem Wohnort entfernt, und was den Gedanken betraf, den er meiner Meinung nach nie an mich verschwendet hatte? Nun, da musste ich erstaunt feststellen, dass Carter sich - um ein Groschenromanklischee zu verwenden - jahrelang nach mir verzehrt und auf der ganzen Welt nach jener einen Frau gesucht hatte, die ihm durch die Lappen gegangen war.

Damit bin übrigens ich gemeint, falls Sie nicht aufgepasst haben.

Da sitze ich nun also, fünfundzwanzig Jahre alt, mit meinem Sohn Gavin (dem wunderbaren Abschiedsgeschenk, das mir als Anerkennung für meine bekloppte Entjungferungsaktion zuteilwurde, oh ja!), als plötzlich der Typ, dem ich nach einem lustigen Trinkspiel auf einer Verbindungsparty spontan jene bereits erwähnte Jungfräulichkeit geopfert habe, bei mir auftaucht, um mein Herz im Sturm zu erobern und den Sohn einzufordern, von dem er gar nicht wusste, dass er überhaupt existiert. Im echten Leben gibt's so was eigentlich gar nicht. Solche Dinge passieren sonst nur in Büchern oder John-Hughes-Filmen.

Ich gebe zu, Carter stand noch nie mit einem Radio überm Kopf vor meinem Fenster, und er kam auch noch nie die Straße entlanggerannt, um mich stürmisch an sich zu ziehen, vor aller Augen abzuknutschen und mir ein Paar Diamantohrringe zu überreichen, die er kurz vorher noch irgendeiner anderen Schnalle geschenkt hatte. Unsere Geschichte hält sich nicht unbedingt ans Drehbuch eines Achtzigerjahrefilms. Stattdessen hatten wir Panikattacken, Ausraster, betrunkenes Gelaber, unangemessene Flüche, Missverständnisse, Streit, vulgäre Drohungen und Sex mit Schokoüberzug an einem öffentlichen Ort, der um Moskitosack-Haaresbreite im Fernsehen ausgestrahlt worden wäre. Während alledem haben Carter und ich es trotzdem geschafft, unsere Probleme mit der Geschwindigkeit und Treffsicherheit einer dreißigminütigen Sitcom zu bewältigen. Ein John-Hughes-Drehbuch ist es zwar immer noch nicht, aber verdammt nah dran.

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