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Maybe You? Entscheide sich, wer kann! Klappe, die erste: Kuschi von Brömme, Tina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.02.2015
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Maybe You? Entscheide sich, wer kann! Klappe, die erste: Kuschi

Die erste Phase des romantischen und turbulenten Entscheidungsromans von LYX hat begonnen! Hier erfährst du, wie Annikas Weg mit Kuschi weitergeht: Kuschi - eigentlich Adrian Kuschmann - ist anders als alle anderen Männer, die Annika je kennengelernt hat. Er wohnt in einem Campingwagen, nimmt an Poetry Slams teil, macht Parkour und filmt mit seiner kleinen Kamera alles, was er vor die Linse bekommt. Kuschi trifft Entscheidungen aus dem Moment heraus, und Annika ist berauscht von dem befreiten, schwerelosen Gefühl, das er in ihr hervorruft. Doch kann ihr ein freiheitsliebender Lebenskünstler wie Kuschi wirklich Halt geben? Annika braucht deine Hilfe! Du kennst Annika, Tim, Malik und Kuschi noch nicht? Erfahre in dem kostenlos erhältlichen Serienauftakt 'Maybe You? Entscheide sich, wer kann! - und Action!', wie die Geschichte um Annika und ihr Entscheidungschaos beginnt!

Tina Brömme, geboren 1965 in Karlsruhe, hatte nie ein Problem damit, sich für einen Beruf zu entscheiden: Sie wollte schon immer Schriftstellerin werden. Bei den Männern hat es etwas länger gedauert, führte aber letztlich auch zum Happy End. Inzwischen lebt sie mit ihrer Familie in München, wo sie witzige Frauenbücher und spannende Jugendthriller schreibt, zudem arbeitet sie fürs Fernsehen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 12.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783802597329
    Verlag: LYX
    Serie: Maybe You
    Größe: 1187 kBytes
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Maybe You? Entscheide sich, wer kann! Klappe, die erste: Kuschi

1 . K APITEL

36% der Frauen finden Sex
beim ersten Date nicht in Ordnung.

Am liebsten hätte ich eine Klospülung mit Dauerrauschtaste. Damit draußen niemand meine Verzweiflungsschreie hört. So muss ich immer warten, bis der blöde Wasserkasten wieder vollgelaufen ist. Andererseits hätte ich bei einer Dauerrauschtaste vermutlich den Eingang einer SMS überhört. Vielleicht schickt mir ja ein gütiger Schicksalsgott eine Nachricht, wie ich mich am geschicktesten entscheide. Der Schicksalsgott heißt Kuschi, und er schreibt profan: "Du gehst zuerst bis zum Baldeplatz. An einem Stromkasten kannst du einen Hinweis auf meinen Aufenthaltsort entdecken. Heldin, ich glaube an dich!"

Irgendwie muss ich grinsen. Heldin? Ich fühle mich gerade eher wie eine Antiheldin. Ich drapiere die Rose im Spülkasten des Klos, verlasse mein Versteck und wasche mir ausgiebig die Hände. Der Baldeplatz ist nicht weit von hier. Ein paar Hundert Meter. Nur, wie komme ich hier unbemerkt raus? Aus dem Gastraum hört man das letzte Geschepper der abziehenden Filmcrew, und durch den schmalen Türspalt erkenne ich die Rücken von Tim und Malik. Jeder hält ein Bierglas in der Hand, und sie scheinen miteinander zu plaudern. Na, es geht ja wohl auch ohne mich. Links von mir öffnet sich die Küchentür, mein Blick fällt in einen winzigen Raum, dessen hygienische Zustände ich nicht unter die Lupe nehmen möchte. Andererseits strömt kalte Luft zu mir in den Flur, und ich ahne, dass es in der Küche eine zweite Tür geben muss - hinaus in die Freiheit.

Der indische Spüler sieht mich nur mäßig interessiert an, als ich mich an ihm vorbeiquetsche. Ich lächle, winke ihm freundlich zu und schwups, bin ich im Hinterhof gelandet. Stinkende Müllcontainer, schrottreife Fahrräder, zu denen meines perfekt passen würde, und ein Kleintransporter mit der Aufschrift Bartl's Boazn verhindern beinahe das Hindurchkommen - aber eben nur beinahe. Ich bahne mir einen Weg an all dem Gerümpel vorbei und stehe nach wenigen Augenblicken in der Parallelstraße, auf der Rückseite des Lokals. Uff, hier fühle ich mich total inkognito. Es dauert nicht lange, und ich lande am Baldeplatz. Vom Zoozies dröhnt Gelächter und Gejohle herüber, in Richtung Isar schlendern kleine Grüppchen und verliebte Paare. Und der Grillduft ist auch schon wieder allgegenwärtig. Na ja, Ende April ist in München ja quasi Hochsommer.

Stromkästen sehe ich gleich vier Stück, alle wild beklebt mit Hinterhof-Konzertplakaten, Nachhilfeangeboten, Fahndungsbildern von entlaufenen Katzen/Hunden/Hamstern und völlig utopischen Wohnungsgesuchen. Vier Zimmer in dieser Gegend für unter zweitausend Euro? Dann auch noch im renovierten Altbau? Auf welchem Planeten leben die Leute? Da helfen auch dreitausend Euro Belohnung nicht weiter.

Eine SMS schreckt mich aus meinen Betrachtungen auf. "Schon was entdeckt?", schreibt er. Er scheint ja sehr sicher zu sein, dass ich tatsächlich komme.

"Woher weißt du, dass ich unterwegs bin?", schreibe ich zurück.

"Beeil dich, geht gleich los", kommt die Antwort. Na, dann mach es doch nicht so spannend, Mann, und rück die Adresse raus.

"Fängt mit 'Ru' an und hört mit 'pert' auf." Scherzkeks. Ganz kurz überlege ich, ob ich nicht vielleicht doch reumütig ins Bartl's Boazn zurückkehre. Aber dann entdecke ich einen schwarz-weißen DIN A4-Zettel am Stromkasten.

"Poetry Slam - Freitagabend, dreiundzwanzig Uhr, im Substanz" steht da, und die sparsamen Infos sind von martialischen Worten wie 'Wörterschlacht', 'Buchstabengemetzel' und 'Silbenkrieg' umschlungen. Das passt zu ihm. Und wo das Substanz liegt, weiß ich natürlich - in der Rupertstraße. Ein Blick auf die Uhr zeigt mir, dass es zwei Minuten vor elf ist. Nichts wie los.

Ein wenig außer Atem (ich muss dringend mein Fahrrad am Bayerischen Hof abholen!) komme ich um zehn nach elf im Substanz an. Der

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