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Meerjungfrau sucht Mann fürs Leben von Holst, Hanne-Vibeke (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.06.2015
  • Verlag: Saga Egmont
eBook (ePUB)
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Meerjungfrau sucht Mann fürs Leben

Die erfolgreiche Therese-Buchreihe der 90er Jahre ist jetzt als eBook erschienen! Immer noch wunderbar und aktueller denn je. Die hochschwangere Therese, eine erfolgreiche Reportagejournalistin, ist überglücklich: Weit und breit scheint sie die einzige Frau zu sein, die Kind und Karriere unter einen Hut bringt - dank Paul, ihrem Lebensgefährten. Denn er hat versprochen, nach der Geburt als Hausmann einzuspringen. Als Paul unverhofft vor der Wahl steht, selbst richtig Karriere zu machen, zerfallen die partnerschaftlichen Schwüre zu Staub. Therese sieht ihre Felle im Beruf davonschwimmen - bis sie durch die Liebe zu ihrer Tochter lernt, dass sie sich jeden Traum erfüllen kann, wenn sie es nur wirklich will. Ein erfrischender Frauenroman, der die dänischen Bestsellerlisten im Sturm erobert hat! 'Meerjungfrau sucht Mann fürs Leben' ist der zweite Band der Therese-Reihe.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 350
    Erscheinungsdatum: 12.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788711450987
    Verlag: Saga Egmont
    Größe: 1212 kBytes
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Meerjungfrau sucht Mann fürs Leben

Vorhang, Ende des ersten Akts, der damit aufhört, daß Mutter plötzlich aufbrechen muß, um noch rechtzeitig zu ihrer Vorstellung zu kommen. Vorhang auf zum zweiten Akt, in dem ich mich immer noch dekorativ im Bett befinde, umgeben von dem glückselig strahlenden Vater meines Kindes, der Heidi zurück ins Bett gebracht hat. Er hat auch unser Baby in sein Bett gelegt, die Decke um sie festgesteckt und weitere Fotos gemacht. Und dann hat er mein Abendbrot gegessen. Ich bin zu müde zum Essen und muß mich ernsthaft zusammenreißen, um gastfreundlich zu erscheinen, als Birgitte, Kiki und Spunk hereinplatzen. Jedenfalls ist Jens, das Zeichendreieck, nicht dabei.

"Herzlichen Glückwunsch!" sagt Birgitte und drückt meinen großen Zeh, während die anderen das Wunder von Paul präsentiert bekommen, der dazu eine minutiöse Beschreibung der Geburt liefert. "Willkommen im Club!"

Das ist eine solidarische Bemerkung von einer, die vor nicht allzulanger Zeit das gleiche durchgemacht hat.

"Bist du müde?"

"Jetlag", sage ich und packe gehorsam die Geschenke aus. Die kleinste Lederjacke der Welt von Kiki und Spunk, die mich lachen läßt, daß es in der Wunde zieht.

"Die haben wir im Sommer in New York gekauft", sagt Kiki. "Wir sind ja verdammt noch mal davon ausgegangen, daß es ein Junge wird!" grinst Spunk unter seiner Baseballmütze.

"Aber jetzt wird es jedenfalls ein saustarkes chicken !" fährt Kiki fort.

"Ganz wie die Mutter!" sagt Paul lieb, und das bringt Birgitte und mich dazu, einander anzugucken und in exklusivem Wissen loszuprusten.

"Saustarkes chicken ! Gibt es jemanden, der mir auf die Toilette hilft?" lache ich, daß ich das Gefühl habe, die Nähte würden unter dem Pflaster aufreißen.

"Es gibt nichts, was ich lieber täte, meine Geliebte!" sagt Paul, und als Birgitte im gleichen Moment eine Flasche Portwein und ein Paket Plastikbecher hervorholt, ist the party Realität. Die Stimmung ist ausgelassen und albern, und Heidi, die keinen Besuch bekommen hat, nimmt an dem Spaß teil, indem sie ihre bizarre Geburtsgeschichte zum besten gibt. Kiki, die immer fürs Bunte ist und selbst reichlich schillernd als Croupier in einem Casino arbeitet, läßt ein paarmal den Unterkiefer fallen, und ich kann sehen, daß Heidi Birgitte hinter ihrem Lachen sehr leid tut. Aber Heidi, der zerzauste Vogel, fischt nicht nach Mitleid.

"Na, denn Prost!" sagt sie nur und leert ihr drittes Glas Portwein, bevor sie zu der "Neo-wie-heißt-das-denn-nur-noch" trottet, zu ihrem "kleinen Chinesen", wie sie ihr Kind nennt.

Das Fest kommt erst zu seinem natürlichen Abschluß, als Pauls Familie kurz vor Ende der Besuchszeit eintrifft. Das Hoch wird zum Tief, als Pauls Mutter Helene in ihrem gutsitzenden Kostüm das Zimmer betritt. Und da wird mir mit einem Mal bewußt, daß diese Frau mit dem Cocktaillächeln für immer und ewig die Großmutter meiner Tochter sein wird! Als Ausgleich dafür löst der Anblick von Phillip, Pauls großem Bruder, bei diesem jedesmal einen Wettersturz aus, und es ist niemand unter uns, der von dessen knapp vierjähriger Tochter begeistert ist, die in keiner Weise die Schönheit und den Schliff ihrer Mutter Marianne besitzt. Ganz im Gegenteil.

"Ii, ist das häßlich!" verkündet die Kusine meiner Tochter, die verrotzte Nase tief im Kinderbettchen, das fast umkippt, während Paul offensichtlich kurz vor der Gewaltanwendung steht. Phillip lacht.

"Sie hat ganz recht. Babys sind häßlich. Aber dieses hier ist ja nun ein ganz geglücktes Exemplar!" sagt er, während Marianne wie auch Helene versichern, daß es sich wirklich um ein besonders wohlgeratenes Exemplar handelt.

"Sie ähnelt ihrer Großmutter, nicht wahr?" zwitschert Marianne, und ich muß mir selbst eingestehen, daß sie, da sie ihrem Vater ähnlich sieht, natürlich auch dessen Mutter ähnlich sehen muß. "Ne, ne, Phillip ist derjenige, der mir ähnlich sieht!" protestiert Helene. "Paul sieht seiner Großm

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