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Mein zauberhafter Sommer im Inselbuchladen Roman von Peters, Julie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.04.2019
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)

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Mein zauberhafter Sommer im Inselbuchladen

Frieke ist glückliche Besitzerin des kleinen Buchladens am Inselweg, und noch glücklicher ist sie mit Bengt - bis sie plötzlich merkt, dass an Eddas Warnung, Einmal-Junggeselle-immer-Junggeselle, doch etwas dran sein könnte. Gut, dass es ihre beste Freundin Emma gibt. Als Mutter von Zwillingen hat sie für jedes Problem eine Lösung. Erst aber muss sie ihr eigenes Leben in den Griff bekommen, nachdem Ehemann Torben sie mit den beiden Söhnen von heute auf morgen sitzen gelassen hat. Und so gerät Frieke emotional zusehends in Seenot. Außerdem ist ihr morgens immer so übel ... Julie Peters, geboren 1979, arbeitete einige Jahre als Buchhändlerin und studierte ein paar Semester Geschichte. Anschließend widmete sie sich ganz dem Schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie im Westfälischen. Im Aufbau Taschenbuch ist bereits der Roman "Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg" von ihr erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 12.04.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841217172
    Verlag: Aufbau Verlag
    Größe: 2165 kBytes
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Mein zauberhafter Sommer im Inselbuchladen

Kapitel 1

"Timo, geh sofort runter!"

Beherzt griff Emma zu und zog ihren Sohn vom Tisch, der zwischen zwei mit rotem Plüsch gepolsterten Bänken festgeschraubt war. Timo kreischte sofort los und wehrte sich mit Händen und Füßen. Er hatte erstaunlich viel Kraft für einen Einjährigen.

Lars, der sich das ganze Spektakel von der Bank aus angesehen hatte, während er zufrieden an seiner Dinkelbrezel knabberte, entschied sich, in das Gebrüll seines Zwillingsbruders einzustimmen. Solidarisch wie immer.

Emma seufzte. Atmen, sagte sie sich. Einfach atmen. Die Überfahrt dauert nur noch vierzig Minuten.

Was gleichzeitig bedeutete, dass sie bereits fünf Minuten nach der Abfahrt in Neuharlingersiel die Nerven verloren hatte. Phantastisch. Natürlich guckten alle anderen Passagiere in ihre Richtung, neugierig, ob sie es schaffte, zwei heulkreischende Kleinkinder zu bändigen, die sich auf keinen Fall irgendetwas von ihrer Mama sagen lassen wollten. Wie immer unglaublich peinlich.

Emma lächelte entschuldigend in alle Richtungen und versuchte gleichzeitig, sowohl Lars als auch Timo zu beruhigen. Bei Lars war es einfach; sie drückte ihm einfach eine weitere Dinkelbrezel in die Hand. Kurz schaute er zwischen Timo und der Brezel hin und her, dann war es vorbei mit seiner Solidarität. Puh, Glück gehabt, seine Tränen versiegten so schnell, wie sie gekommen waren.

Timo war wie üblich schon etwas komplizierter. Mit Essen ließ er sich selten bestechen, er brauchte immer eine besondere Ablenkung. Möwengucken zum Beispiel. Aber sie konnte ja schlecht Lars alleine lassen ... seufzend kramte sie in der großen Umhängetasche, die sie immer bei sich trug, nach einem Buch. Vielleicht würde das ja helfen. Kaum hatte Timo das Buch gesehen, schob er ihre Hand weg und vergrub seine Hände in ihrer Umhängetasche. "Widjo! Widjo!"

Emma wurde rot. Und ein bisschen ärgerlich.

"Du kannst jetzt kein Video gucken", sagte sie streng. "Wir sind mitten auf dem Meer, da gibt es keinen Handyempfang."

Timo starrte verständnislos zu ihr hoch, und nicht zum ersten Mal dachte Emma, dass sie für den Job als Mama einfach völlig ungeeignet war, weil das Leben mit Kindern nicht nur unberechenbar war, sondern man sich auch der Tatsache stellen musste, dass so ein Kleinkind nur die Hälfte von dem verstand, was ein Erwachsener sagte. Was natürlich nur daran lag, wie ein Erwachsener mit dem Kind sprach. Und daran verzweifelte Emma regelmäßig.

"Hier", sagte sie resigniert und drückte Timo ihr Smartphone in die Hand. Der grinste zufrieden.

Beim Kramen in der Tasche war Emma ihre Sonnenbrille in die Hände gefallen, die sie nun aufsetzte. Erschöpft blickte sie aus dem Fenster auf das glitzernde Wasser der Fahrrinne, in der sich die SPIEKEROOG II von Neuharlingersiel zur Insel pflügte.

Sie hatte Frieke nicht Bescheid gesagt, dass sie mit den Jungs unterwegs zu ihr war. Es sollte eine Überraschung sein. Ob das die richtige Entscheidung gewesen war? Egal, jetzt war es dafür ohnehin zu spät. Wie sie Timos Dickschädel kannte, würde sie ihm das Handy nur unter Gebrüll wieder entringen können - und das auch erst, wenn sie ihm eine bessere Ablenkung bot. Ein Krabbenbrötchen vom Imbissstand am Hafen zum Beispiel. Oder eine Fahrt im Bollerwagen bis zum Dorf.

Sie versuchte, sich etwas zu entspannen und die Blicke der Leute um sich herum zu ignorieren, denn sie sprachen Bände: Rabenmutter! Füttert das eine Kind zwischen den Mahlzeiten und lässt das andere völlig unkontrolliert Medien konsumieren!

Die Wahrheit war: Emma hätte auch so gedacht. Früher. Vor zwei Jahren, als sie noch mit den Zwillingen schwanger war, hatte sie jeden Ratgeber zu Schwangerschaft und Geburt gelesen, den sie in die Finger bekam. Und als sie damit fertig war (und zu ihrer eigenen Überraschung immer noch schwanger - was sollte das Gerücht, dass Zwillinge immer deutlich vor Ter

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