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Meine süße Sommerfee von Weston, Sophie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.06.2018
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Meine süße Sommerfee

Zärtliche Stunden verbringt die zierliche Kit mit dem britischen Diplomaten Sir Philip Hardesty in ihrem romantischen Strandhaus auf Coral Cove. Doch wie kann es nur sein, dass Philip ein glühender Liebhaber ist - und sich wenige Momente später wieder ganz kühl und beherrscht gibt? Enttäuscht fliegt Kit zurück nach London. Jetzt bleiben ihr nur bittersüße Erinnerungen ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 130
    Erscheinungsdatum: 16.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733757571
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 2875 kBytes
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Meine süße Sommerfee

1. KAPITEL

"Ein zufriedener Kunde mehr", sagte Mrs. Ludwig und reichte Kit Romaine den Umschlag mit der Gehaltsabrechnung. "Er war voll des Lobes für Sie und lässt Sie nur ungern gehen."

"Das ist sehr freundlich von ihm." Kit schob das Kuvert ungeöffnet in die Manteltasche.

Nicht zu fassen, wie wenig diesem Mädchen Geld bedeutet, dachte Mrs. Ludwig missbilligend. "Kommen Sie nie in Versuchung?"

"Mich fest anstellen zu lassen?" Kit schüttelte den Kopf. "Ich bin lieber unabhängig." Sie hatte lange genug gebraucht, um herauszufinden, dass sie frei und ungebunden sein wollte.

"Mit dieser Einstellung sind Sie natürlich die ideale Arbeitskraft für eine Zeitarbeitsfirma wie die unsere. Doch sollten Sie nicht auch an Ihre Zukunft denken?"

"Für mich ist es die ideale Lebensform", sagte Kit entschieden. Erst nach einigen bitteren Erfahrungen war sie zu dieser Erkenntnis gelangt.

Mrs. Ludwig gab es auf, das junge Mädchen vom Gegenteil überzeugen zu wollen. Sie warf einen Blick auf ihre Terminliste.

"Für nächste Woche hätte ich den kompletten Frühjahrsputz eines Hauses in Pimlico. Die Eigentümer sind alte Kunden, die nach dem Auszug der bisherigen Mieter das Haus selbst bewohnen wollen. Jedoch erst, wenn alles sauber ist. Sie hätten also das Haus ganz für sich. Oder Sie übernehmen eine Urlaubsvertretung in der Buchhandlung Henderson. Man hat ausdrücklich Sie verlangt. Und dann könnte ich Ihnen noch einen Job bei den Bryants anbieten."

Mrs. Ludwig zögerte, ehe sie hinzufügte: "Ach nein, das ist nichts für Sie, da Sie sich um deren kleine Tochter kümmern müssten." Fragend blickte sie das junge Mädchen an. Die Bryants waren gute Kunden, und sie hätte Ihnen gern eine Spitzenkraft wie Kit Romaine vermittelt.

Doch diese schüttelte heftig den Kopf. Kit Romaine wollte mit Kindern nichts zu tun haben.

Von dieser Einschränkung einmal abgesehen, war Kit Romaine jedoch eine geradezu ideale Mitarbeiterin für Mrs. Ludwig, die für ihre Agentur mit dem Slogan warb: "Wir haben für jedes Problem eine Lösung!" Das junge Mädchen war im Haushalt ebenso perfekt wie am Computer und bewahrte auch in schwierigen Situationen die Ruhe. Außerdem war Kit ausgesprochen hübsch und bewegte sich mit so viel Grazie, dass sich die Leute auf der Straße nach ihr umdrehten. Ein Kunde hatte mit ihr sogar einen Werbespot für das Fernsehen drehen wollen, doch Kit hatte trotz eines üppigen Honorarangebots lachend abgelehnt.

Bei dem Gedanken daran seufzte Mrs. Ludwig unwillkürlich auf.

"Nicht die Bryants", sagte Kit nun. "Ich übernehme lieber den Frühjahrsputz. Da kann ich mich voll auf mein Bildungsprogramm konzentrieren."

Mrs. Ludwig lachte. "Womit befassen Sie sich zurzeit?"

"Mit Kriegslyrik."

"Das klingt ja sehr martialisch."

"Ist es aber nicht. Ich finde, es gehört zur Allgemeinbildung, mehr darüber zu wissen." Kit war eine begeisterte Autodidaktin. Wann immer es sich mit ihrer Arbeit vereinbaren ließ, wie beispielsweise beim Saubermachen, legte sie eine Kassette in ihren Walkman und bildete sich weiter.

"Ganz wie Sie meinen", sagte Mrs. Ludwig leicht gelangweilt. Ihr ging es darum, möglichst viel Geld zu verdienen, alles andere war zweitrangig. "Wenn Ihnen so viel daran liegt, übernehmen Sie eben diesen Frühjahrsputz in Pimlico. Die Schlüssel gebe ich Ihnen am Montag."

"Gut." Kit stand auf. "Dann bis Montag."

"Schönes Wochenende", wünschte ihr Mrs. Ludwig zerstreut, da sie mit ihren Gedanken bereits bei einem anderen Auftrag war.

Kit fuhr mit der U-Bahn nach Hause, die an diesem nassen Wintertag brechend voll war. Die feuchten Mäntel der Leute verbreiteten einen muffigen Geruch im Abteil, was jedoch niemanden zu stören schien. Die Leute waren gut gelaunt, weil Freitag war und die meisten etwas vorhatten.

Außer mir, dachte Kit, als sie an der Station Notting Hill aussti

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