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Mexikanische Nächte - Dritter Teil von Aimard, Gustave (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.08.2015
  • Verlag: OTB eBook publishing
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Mexikanische Nächte - Dritter Teil

Gustave Aimard ( 13. September 1818 in Paris, 20. Juni 1883 ebenda) war ein französischer Autor von Abenteuerromanen, der ähnlich wie der Deutsche Karl May oder der Italiener Emilio Salgari durch seine Bücher das Bild der Indianer und des Wilden Westens maßgeblich beeinflusste. (Auszug aus Wikipedia)

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 85
    Erscheinungsdatum: 11.08.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956768316
    Verlag: OTB eBook publishing
    Größe: 412 kBytes
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Mexikanische Nächte - Dritter Teil

Mexicanische Nächte - Dritter Theil

I.

Die Ueberraschung.

Schweigend setzten sie also ihren Ritt bis zum Abend fort.

Mit Sonnenuntergang erreichten sie einen verfallenen Rancho, der wie ein Vorposten am Rande des Weges stand; hier machten die Reiter auf einen Wink des Abenteurers Halt.

Ein Mann trat aus dem Rancho, betrachtete sie eine Weile schweigend und ging dann wieder in das Haus zurück.

Einige Minuten verstrichen; der Mann erschien von Neuem, diesmal kam er hinter dem Rancho hervor und führte zwei Pferde am Zügel.

Diese Pferde waren gesattelt.

Der Abenteurer und Dominique sprangen ab, nahmen die Alforjas und Pistolen, legten dieselben auf die frischen Pferde und schwangen sich in den Sattel.

Da kehrte der Mann ein zweites Mal zurück und führte zwei andere Pferde für Loïck und Lopez herbei, dann ergriff er die Zügel der vier Pferde und entfernte sich, dieselben hinter sich herführend.

"Vorwärts!" rief Don Jaime.

Sie brachen auf.

Der schweigsame und rasche Ritt begann von Neuem; die Nacht war finster, die Reiter glitten wie Gespenster in der Dunkelheit dahin.

So ging es die ganze Nacht; gegen fünf Uhr Morgens wechselten sie abermals die Pferde in einem halb zerstörten Rancho; diese Männer schienen von Eisen zu sein; seit fünfzehn Stunden im Sattel, war noch keine Ermüdung an ihnen zu bemerken.

Während dieses langen Rittes war kein Wort zwischen ihnen ausgetauscht worden.

Gegen zehn Uhr Morgens sahen sie in den leuchtenden Strahlen der Sonne die Thürme von Puebla glänzen; sie hatten hundertundsechsundzwanzig Kilometer, welche diese Stadt von Mexiko trennen, in weniger als zwanzig Stunden auf fast grundlosen Wegen zurückgelegt.

Ungefähr eine halbe Meile von der Stadt entfernt, machten sie auf ein Zeichen des Abenteurers, anstatt ihren Weg in gerader Linie fortzusetzen, eine Wendung und schlugen einen kaum gebahnten Weg ein, der durch ein Gehölz führte.

So galoppirten sie wohl eine Stunde hinter Don Jaime her, der sich an die Spitze der Cavalcade gesetzt hatte. Bald erreichten sie eine Brandstätte, welche einen ziemlich weiten Platz einnahm. In der Mitte desselben erhob sich eine Enramada.

"Wir haben unser Ziel erreicht," sagte der Abenteurer, indem er sein Pferd anhielt und abstieg, "hier werden wir einstweilen unser Hauptquartier aufschlagen."

Seine Gefährten sprangen ebenfalls ab und begannen ihren Pferden das Sattelzeug abzunehmen.

"Wartet," begann er von Neuem. "Du, Loïck, wirst Dich nach Deinem Rancho begeben, wo in diesem Augenblick der Graf de-la-Saulay und seine Diener sich befinden, und Beide hierher führen; Lopez dagegen wird für Mundvorräthe sorgen."

"Wir werden also die Beiden hier unter der Enramada erwarten?" fragte Dominique.

"Nein, denn ich gehe nach Puebla."

"Fürchtet Ihr nicht, erkannt zu werden?"

Der Abenteurer lächelte.

Don Jaime und der Vaquero blieben allein. Sie führten ihre Pferde fort und nahmen ihnen den Zügel ab, damit sie das weiche Gras des Platzes abweiden konnten.

"Folgt mir," sagte Don Jaime.

Dominique gehorchte.

Sie traten unter die Enramada.

Man nennt in Mexiko Enramada eine Art Hütte, die aus Baumzweigen geflochten und mit anderen Zweigen und Laub bedeckt ist; solche anscheinend höchst elenden Hütten bieten indessen hinreichenden Schutz gegen Regen und Sonnenstrahlen.

Diese Enramada, besser gebaut als die anderen, war durch eine Wand von geflochtenen Zweigen, welche bis zum Dache reichte, in zwei gleiche Hälften getheilt.

Don Jaime begab sich sogleich in die zweite Abtheilung. Dominique, der seit einigen Augenblicken sehr nachdenklich schien, folgte ihm.

Der Abenteurer entfernte einen Haufen Heu und trockener Blätter und begann mit seiner Machete die Erde aufzuwerfen.

Dominique sah ihm mit Erstaunen zu.

"Was macht

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