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Mia und der Erbe des Highlanders von McAdams, Morag (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.11.2019
  • Verlag: edition oberkassel
eBook (ePUB)

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Mia und der Erbe des Highlanders

Mia hat in Fred ihren Traumprinzen gefunden. Als er ihr während eines historischen Festivals nahe Donnahew Castle einen Heiratsantrag in einem magisch durchfluteten Steinkreis macht, wird sie ohne ihn in der Zeit zurückversetzt und gelangt in das Jahr 1843. Dort übernimmt sie die Rolle des Hausmädchens Emma, das auf Donnahew Castle arbeitet. Gemeinsam mit der Hexe Sybilla, die sie nach dem Zeitsprung in Empfang genommen hat, und Emmas Freundin Mary findet sie sich in ihr neues Leben ein, doch es dauert lange, bis sie beginnt, ihre neue Rolle zu akzeptieren. Ihr Elternhaus ist von Lieblosigkeit und Schlägen geprägt und Emmas Vater äußert immer wieder revolutionäre Ideen, die Mia beunruhigen. Frederick McLaren, der Zweitgeborene des Clanchiefs, macht sie zu seiner Gesellschafterin. Von der neuen Aufgabe und einer beginnenden Zuneigung zu ihm beflügelt, beginnen ihre seelischen Wunden zu heilen. Darüber gerät ihr Wunsch, zu Fred zurückzukehren, beinahe in Vergessenheit. Diese Roman ist der erste umfangreiche und in gedruckter Form erscheinende Roman, der auf den Figuren und dem Setting der E-Book-Reihe 'Ian McLaren - der Berserker' von Lena Detlefsson basiert. Morag McAdams wurde 1987 in Heidelberg geboren. Sie lebt in einer Kleinstadt in Nordhessen und ist hauptberuflich Ehefrau und Mutter dreier Kinder. Sie arbeitet nebenher als Sprachtherapeutin, spielt Klavier und singt. Seit ihrer Jugend schreibt sie Erzählungen und Kurzgeschichten. Ihr Debütroman ist 2019 im Verlag edition oberkassel erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 242
    Erscheinungsdatum: 01.11.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958131972
    Verlag: edition oberkassel
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Mia und der Erbe des Highlanders

Kapitel 1

Missmutig starrte Mia das blassgelbe Kleid an, das auf einem gepolsterten Bügel an der Kleiderschranktür hing. Es würde schrecklich an ihr aussehen und ihren Teint noch heller erscheinen lassen. Fred würde davon begeistert sein, weil es perfekt zu ihrer Rolle passte. Nicht zum ersten Mal fragte sie sich, warum ausgerechnet ihr Freund diese Begeisterung für alles Historische hatte, die sie nicht teilen konnte. Grob zerrte sie an dem Kleiderbügel, bis sie ihn schließlich von der Tür nehmen konnte. Sie hielt sich das Kleid an den Körper und beäugte die Fremde im Spiegel. Ein junges Mädchen mit elegant hochgesteckten Haaren und unnatürlich heller Haut starrte zurück. Fred hatte sie überredet, ihn zum historischen Festival seiner Heimatstadt zu begleiten.

Dem Anlass angepasste Kleidung war dabei für ihn Pflicht und so begann sie seufzend, das Ungetüm von Kleid anzuziehen. Sie stieg in den Rock und schloss so viele Knöpfe wie möglich, bevor sie das Oberteil hochzog. Nach einigen Verrenkungen gab sie es auf, die verbliebenen Verschlüsse zu erreichen. Stattdessen schlüpfte sie in die schwarzen Schnürstiefel, die dazugehörten, und legte ein braunes Schultertuch um, das kratzte. Fred würde sich etwas einfallen lassen müssen, um das wieder gut zu machen. Mia genoss die Zeit mit ihrem Freund, obwohl ihre Interessen sich nicht immer deckten. Fred, in dessen braune Augen sie sich verliebt hatte, war ihr Halt im Leben. Möglicherweise liebte sie ihn, doch Mia hielt sich für zu jung, um eine Beziehung mit diesem Wort zu belasten.

Als es klingelte, wäre sie beinahe über ihre Röcke gestolpert. Mit klopfendem Herzen öffnete sie die Tür. Ein Grund, warum sie sich zu diesem Ausflug überreden lassen hatte, war, dass sie Fred in der ungewohnten Kleidung sehen wollte.

Sie wurde nicht enttäuscht. In seinem braunen Frack und der hellen Hose sah er umwerfend aus. Den Zylinder hielt er in der Hand, als er sich hinab beugte, um sie zu küssen. Sein Bart kratzte ein wenig auf ihrer Haut.

"Können wir los?"

"Erst musst du mir helfen, dieses verflixte Kleid zuzuknöpfen", grummelte sie mit zusammengezogenen Augenbrauen. Ihr war der Blick nicht entgangen, den Fred ihr zuwarf, und sie hütete sich, ihn ins Schlafzimmer zu führen, obwohl sie ihr Aussehen im großen Spiegel gerne nochmals überprüft hätte.

"Wo ist deine Haube?", fragte Fred, nachdem er zu lange damit beschäftigt gewesen war, die wenigen Knöpfe zu schließen, und verräterische Röte in Mias Wangen gekrochen war.

Sie zuckte mit den Schultern.

"Es war keine dabei. Und außerdem stecke ich mir doch nicht die Haare hoch und verstecke sie dann unter einem schmucklosen Stück Stoff!"

"Wusstest du", begann Fred, als sie sich auf den Weg machten, "dass du gar kein Kostüm anhast?"

"Hmm? Nicht?", fragte Mia abgelenkt, weil sich der Rock in ihrem Stiefel verfangen hatte.

"Wenn wir gleich zu den anderen stoßen, würdest du dich mit diesem Begriff lächerlich machen", warnte er. Mia konnte es nicht glauben. Sie fragte sich, auf welches Abenteuer sie sich eingelassen hatte, wenn sie nicht einmal die Kostümierung beim Namen nennen durfte. Sie begann zu zweifeln, doch Fred riss sie aus ihren Gedanken.

"Es heißt 'Gewandung'. Ein Kostüm trägt man an Karneval."

"Okay", entgegnete sie langsam und hatte nicht den Eindruck, dass sie verstand, was ihr Freund meinte. Doch um seinetwillen wollte sie sich Mühe geben. Sie wollte ihn nicht blamieren.

Am Bahnhof angekommen, bestaunte Mia die schwarze Lokomotive, die eine schwere weiße Dampfwolke ausstieß. Es rauchte und zischte und dampfte überall aus der Maschine und nur, weil sie sich nicht vor Fred blamieren wollte, rannte sie nicht wie ein kleines Kind hin. Der altertümlich uniformierte Schaffner half gerade einer elegant gekleideten Frau, die Trittstufen zu einem der Waggons zu erklimmen. Fast jeder auf dem Bahnsteig war auf dieselbe Art gekleidet w

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