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Mister Q Erotischer Roman von Cox, Zara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.06.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Mister Q

Elyse Gilbert, genannt Lucky, ist auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit. Völlig mittellos gelangt sie nach New York, wo sie auf eine Anzeige stößt, die ihre Rettung sein könnte. Eine Million Dollar für zehn Nächte mit dem mysteriösen Q, der sein Gesicht hinter einer Maske verbirgt. Q entführt Lucky in seine luxuriöse Villa und in eine dunkle Welt der Lust, nach der sie sich mit jeder weiteren Nacht mehr sehnt. Denn auch wenn die kalte Stimme hinter der Maske sie abstößt, berühren die gemeinsamen Stunden ihr Herz. Doch Lucky kann nicht ahnen, dass Q einer der reichsten Männer New Yorks ist und sie nur eine Figur in einem gefährlichen Spiel ...

Zara Cox schreibt seit ihrem dreizehnten Lebensjahr. "Mister Q" ist ihr erster Roman, der auch in Deutschland erscheint.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 18.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641213053
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: Beautiful Liar
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Mister Q

1

CASTING

April, 2015

Eigentlich müsste ich nicht hier sein. Völlig überflüssig.

Nicht schon wieder eine.

Ich habe jetzt mehr als genug Material. Ich sollte die Bombe platzen lassen.

Das sage ich mir inzwischen schon seit Monaten.

Mist, wem will ich denn etwas vormachen?

Genug wird nie genug sein. Er muss für seine Tat bezahlen, und zwar mit absolut allem, was ich ihm wegnehmen kann.

Außerdem habe ich die Eier zuzugeben, dass es zur Sucht geworden ist. Das Hinauszögern der Befriedigung gehört zum Spiel. Es wird zum Zwang. In meiner von Überdruss geprägten Welt, in der ich alles kriege, wenn ich nur mit dem Finger schnippe, lernt man riskante Kicks wie diesen zu schätzen.

In einem Wimpernschlag werden sie verflogen sein. So wie alles Angenehme in meinem Leben.

Ich schaue auf die Uhr.

17:58.

Ich stehe vom Sofa auf, gehe den breiten Flur entlang und trete in das leere Zimmer. Es ist nicht völlig leer, könnte es jedoch genauso gut sein. Seit ich die Wohnung vor sechs Monaten nach meiner Zeit in Boston und meiner Rückkehr nach New York erworben habe, habe ich mir die Mühe gespart, sie einzurichten. Es ist, als ahne mein Unbewusstes, dass ich sie nur für diesen einen Zweck brauche.

In der Mitte des Raums nehme ich die Fernbedienung vom Tisch und drücke auf "Power". Drei Bildschirme erwachen zum Leben. Ich setze mich in den Ledersessel, den ich vorhin hier hingestellt habe. Drei Gesichter starren mir entgegen. Dunkelheit und verspiegeltes Glas bewirken, dass sie mich nicht so deutlich sehen können. Und selbst wenn, ich trage meine Maske. Schwarze Kleidung und Lederhandschuhe vervollständigen die Tarnung.

Anonymität ist der Schlüssel. Ich bin einfach zu bekannt, um mich zu zeigen. Zumindest im Moment. Wer weiß, was in einem oder zwei Monaten sein wird? Jeden Tag ringe ich um Beherrschung. Vielleicht wache ich morgen ja auf und beschließe, dass der Zeitpunkt da ist, nachzugeben und meinen Plan zu enthüllen.

Ich schäme mich nicht, weil ich diesen Weg beschreite, um mein Ziel zu erreichen. Weit gefehlt. Mich dabei selbst zu zerstören ist genau das, worauf ich hinauswill. Wenn ich fertig bin, soll nichts, aber auch gar nichts, übrig bleiben, was man erhalten oder wiedergutmachen kann.

Im Moment ist meine Rolle in der Öffentlichkeit unabdingbarer Bestandteil meines Masterplans. Und da ich bereits jede Menge Sünden auf mich geladen habe, habe ich keinerlei Skrupel, auch noch Eitelkeit hinzuzufügen. Ich gebe zu, dass ich mein anderes Leben liebe. Und meine Identität geheim zu halten erhöht den Kitzel zusätzlich.

Und mir geht es nur um den Kitzel. Ansonsten würde ich Gefahr laufen, vor der Zeit in einem dunklen Abgrund zu versinken. Dem Abgrund, an dessen Rand ich, nach den warnenden Worten meiner Psychotherapeutin zu urteilen, entlangbalanciere.

Sie hält es für eine Erleuchtung, dieses Informationsbröckchen, das sie mir vor drei Jahren in den Schoß geworfen hat. Wenn die nur wüsste. Schon seit ich fünfzehn bin, starre ich in diesen Abgrund, so lange, dass er mit mir verschmolzen ist. Wir sind eins. Unseren letzten Tanz haben wir noch nicht getanzt, aber das ist nur eine Frage der Zeit.

Ich bin achtundzwanzig.

Die dreißig werde ich nicht erleben.

Da das eine feststehende Tatsache ist, hole ich mir mein Vergnügen, wo ich kann.

"Ihr habt alle ein Manuskript vor euch. Wenn ich es sage, lest ihr laut vor. Du fängst an, Pandora." Ich benutze einen Stimmverzerrer, da in meiner echten Stimme ein heiserer Unterton mitschwingt, der mich verraten könnte. Wegen meiner Position hatte ich schon öfter eine Kameralinse im Gesicht als Sex. Und das will etwas heißen.

Pandora - was ist denn das für ein beschisssener Prollname? - kichert. Als sie eifrig nickt, hüpfen ihre goldenen Locken. Ich unterdrücke ein gereiztes Knurren und setzte sie auf die "Vielle

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