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Mit Risiken und Nebenwirkungen von Higgins, Kristan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.05.2012
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (PDF)
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Mit Risiken und Nebenwirkungen

Alle Vierbeiner in Georgebury scheinen im Moment zu schwächeln. Woran liegt das bloß? Natürlich an Ian McFarland, dem gut aussehenden neuen Tierarzt! Sämtliche Tierbesitzerinnen müssen dringend bei ihm vorbeischauen, um ein Auge auf ihn zu werfen. Da ist Callie Grey, Expertin für Fettnäpfchen aller Art, keine Ausnahme. In ihrem Fall braucht allerdings nicht ihr Hund eine Impfung, sondern sie selbst männliche Zuwendung. Denn gerade eben hat ihr Freund sie eiskalt abserviert. Jetzt ist Callie Dreißig, leicht chaotisch, ziemlich verzweifelt und immer noch Single...

Bevor Kristan Higgins hauptberuflich Autorin wurde, arbeitete sie in einem Verlag. Mit ihren humorvoll-romantischen Büchern, die stets von der Suche nach Mr. Right handeln, hat sie ihre Leserinnen im Sturm erobert. Kristan Higgins lebt mit ihrer Familie in einem Dorf in Connecticut und verbringt jede Ferien im malerischen Neuengland.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 10.05.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862784097
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Größe: 493 kBytes
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Mit Risiken und Nebenwirkungen

1. KAPITEL

A ls der Mann, den ich liebte, in mein Büro kam, hatte ich spontan das Bild eines Rehs vor Augen, das von einem Lastwagen überfahren wird. Ich war das Reh und Mark Rousseau der Pick-up des Verderbens.

Denn wie wir alle wissen, erstarrt ein Reh in diesem Moment - daher auch der Ausdruck "wie angewurzelt stehen bleiben". Das Reh und ich (Callie Grey, seit exakt 9:34 Uhr am heutigen Morgen dreißig Jahre alt) wissen sehr wohl, dass der Laster uns überfahren wird. Aber wir stehen einfach nur da und warten auf das Unvermeidliche, ob es nun ein Pick-up ist (im Falle des Rehs) oder ein athletisch daherschlendernder Mann mit charmantem Lächeln, ansehnlich gelocktem Haar und funkelnden dunklen Augen. Ich wartete - rehäugig. Und das war schrecklich, denn außerhalb Marks Einflussbereichs war ich alles andere als ein scheues Reh, das gleich überfahren wird. Eher so was wie ein bezaubernder kesser Igel.

"Hey", sagte Mark grinsend.

Bumm! Das war der Aufprall. Das Licht, das durch die Fenster des alten Backsteingebäudes fiel, in dem Mark und ich arbeiteten, ließ ihn wie ein Gemälde von Michelangelo erscheinen. Was ihn noch anziehender machte, war der alte Pullunder, den seine Mutter ihm vor Jahren gestrickt hatte und der mittlerweile ausgeleiert und ausgeblichen war, von dem er sich aber nicht trennen konnte. Ein Sex-Gott und ein guter Sohn!

Es war, als gäbe es zwei Callies ... mein klügeres, vernünftigeres Ich (das ich mir wie Michelle Obama vorstellte) und das dümmliche, verliebte Ich ... die rehäugige, schmollmündige Betty Boop. Ich wünschte, Michelle würde Betty eine kräftige Ohrfeige verpassen und sie anschließend gut durchschütteln. Doch Betty saß nur wie versteinert da, während die First Lady angewidert das Gesicht verzog.

"Hallo." Ich spürte, wie ich rot wurde. Man sollte meinen, dass mein Körper in den vier Jahren, die ich Mark nun fast täglich zu sehen bekommen hatte, eine Art Resistenz gebildet hätte, aber nein. Mein Blut geriet vor Lust und Liebe in Wallung, meine Kehle wurde trocken, meine Finger und Zehen kribbelten. Während ich verzweifelt die intelligente Mitarbeiterin zu geben versuchte, wirkte ich wohl eher wie die schmachtende Schwärmerin.

Mark lehnte sich gegen meinen Schreibtisch, was bedeutete, dass seine exakte Körpermitte so um die fünfzig Zentimeter von meinem Gesicht entfernt war. Nicht, dass das in irgendeiner Weise von Bedeutung gewesen wäre ... "Herzlichen Glückwunsch", sagte er und schaffte es, dass es wie der intimste und anzüglichste Satz der Welt klang.

Gesicht: glühte. Herz: raste. Callie: stand kurz vor dem Orgasmus. "Danke."

"Natürlich habe ich auch ein Geschenk für dich", raunte er mit dieser ... oh Gott, dieser Stimme! Tief und voll und dennoch weich ... dieselbe Stimme, die er im Schlafzimmer benutzte, wie ich sehr wohl wusste. Oh ja, Mark und ich waren mal zusammen gewesen. Fünf Wochen. Fünf wundervolle Wochen. Fast fünfeinhalb, wenn man es genau nahm. Und das tat ich gern.

Er zog ein kleines, rechteckiges Päckchen aus der hinteren Hosentasche. Mein Herz machte einen Satz, während mein Hirn arbeitete. Schmuck? kiekste Betty. Das bedeutet etwas. Das ist romantisch. Soo romantisch! Oh! Mein! Gott! Michelle dagegen gemahnte zur Vorsicht. Beruhige dich, Callie. Warten wir erst einmal ab, was es ist.

"Oh, Mark! Danke sehr! Das wäre doch nicht nötig gewesen", erwiderte ich atemlos.

Auf der anderen Seite der Wand aus Glasbausteinen, die unsere Büros trennte, knallte Fleur Eames eine Schublade zu. Die Wand war nur drei Meter hoch, während die Decke bis etwa drei sechzig ging - perfekt zum Mithören -, und ich schätze, sie wollte mich aus meiner Trance holen. Fleur, Anzeigentexterin in diesem Betrieb, wusste von meiner Schwärmerei. Alle taten das.

Ich räusperte mich und griff nach dem Päckchen, das Mark noch eine Weile spielerisch festhielt, bev

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