text.skipToContent text.skipToNavigation

Mitten in sein Herz von Howard, Linda (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.04.2016
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
4,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Mitten in sein Herz

Liebe auf den ersten Blick: Früher hätte Madelyn darüber gelacht. Aber dann antwortet sie auf Ray Duncans Kontaktanzeige, und plötzlich steht sie dem Mann ihres Lebens gegenüber. Oder ihrem schlimmsten Feind? Denn Ray ist nicht nur faszinierend, sondern auch undurchschaubar. Madelyn muss herausfinden, warum seine erste Frau damals floh. Dann erst darf sie ihn lieben ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 150
    Erscheinungsdatum: 15.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955766108
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Größe: 538kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Mitten in sein Herz

2. KAPITEL

Die Maschine landete etwas früher in Billings. Aufmerksam musterte Madelyn die kleine Gruppe, die in der Ankunftshalle auf die Passagiere wartete, entdeckte aber keinen einzelnen Mann, der nach ihr Ausschau zu halten schien. Sie atmete erleichtert auf, froh über die kleine Galgenfrist, und nutzte die gewonnene Zeit, um in der Damentoilette zu verschwinden. Plötzlich war sie viel nervöser, als sie erwartet hatte.

Als sie die Toilette verließ, hörte sie, wie ihr Name mit blecherner Stimme ausgerufen wurde. "Miss Madelyn Patterson, kommen Sie bitte zum Informationsschalter."

Ihr Herz schlug ein bisschen zu schnell, aber sie fand das keineswegs unangenehm. Dieses Gefühl der Erregung gefiel ihr. Nun war der große Augenblick gekommen, die Neugier kaum noch zu ertragen.

Trotz ihrer inneren Unruhe zwang sie sich, lässig zum Schalter zu schlendern. Ihre Augen glänzten vor Abenteuerlust. Der Billings Airport mit dem großen Brunnen war viel hübscher als die üblichen Flughäfen mit ihrer nüchternen Atmosphäre, und Madelyn ließ die angenehme Umgebung besänftigend auf sich einwirken. Ihre Nervosität ließ nach, und was davon noch übrig blieb, merkte man ihr nicht an.

Das musste er sein. Er lehnte am Informationsschalter und trug einen Hut, sodass sie sein Gesicht nur undeutlich sah. Doch sie stellte fest, dass er schlank und groß war. Ihre Lippen verzogen sich zu einem Lächeln. Was für eine unmögliche Situation - ein sinnloses Unterfangen ... Sie würden sich kennenlernen, einander höflich behandeln, einen Tag zusammen verbringen. Und morgen würde sie ihm die Hand schütteln, ihm sagen, sie habe den Besuch auf seiner Ranch sehr genossen. Und das wäre dann das Ende. Zivilisiert, emotionslos - genau wie sie es mochte.

Er richtete sich auf und wandte ihr den Kopf zu. Madelyn spürte seinen Blick, und ihre innere Anspannung wuchs wieder. Sie kannte die Bedeutung des Wortes "umwerfend", hatte dieses Gefühl aber noch nie am eigenen Leib erlebt. Ihr lässiger Gang wurde unsicher, und dann blieb sie wie angewurzelt mitten in der Halle stehen - unfähig, noch einen einzigen Schritt zu tun. Noch nie war ihr so etwas passiert, dieser völlige Verlust ihrer Selbstkontrolle. Sie war hilflos, fast betäubt, als hätte sie einen wuchtigen Schlag bekommen. Jetzt schlug ihr Herz wie rasend, in einem wilden, schmerzhaften Rhythmus. Sie musste nach Atem ringen, die Henkel der Reisetasche glitten ihr aus den schlaffen Fingern. Mit einem sanften Aufprall landete das Gepäck auf dem Boden. Obwohl sie wusste, dass sie sich idiotisch benahm, konnte sie nicht aufhören, Ray Duncan anzustarren.

Es war nur altmodische Begierde, sonst nichts. Etwas anderes konnte es nicht sein, nicht bei der allerersten Begegnung. Bei dem Gedanken, es könnte etwas anderes sein, stieg Panik in ihr auf. Nein, es war nur sinnliche Faszination.

Dabei war er keineswegs der attraktivste Mann, den sie je gesehen hatte. In New York wimmelte es von großartigen Männern. Aber in allem, was zählte - mochte man es Chemie, Biologie, Elektrizität oder sonst wie nennen -, erschien er ihr überwältigend. Ray Duncan strahlte puren Sex aus. Alle seine Bewegungen weckten die Vorstellung von erhitzter Haut, von zerwühlten Bettlaken. Du lieber Himmel, warum musste ein solcher Mann eine Heiratsannonce aufgeben?

Mindestens eins neunzig groß, mit vermutlich eisenharten Muskeln, erweckte er den Eindruck, dass er Tag für Tag schwere körperliche Arbeit verrichtete. Er war sonnengebräunt, das Haar unter dem Hut dunkel, fast schwarz, das Kinn kantig, der Mund klar gezeichnet, mit Grübchen zu beiden Seiten. Für dieses Treffen hatte er sich nicht besonders fein gemacht, trug ein schlichtes weißes Hemd mit hochgekrempelten Ärmeln, alte Jeans und abgewetzte Stiefel. Angestrengt konzentrierte sich Madelyn auf Einzelheiten seiner äußeren Erscheinung, während sie versuchte, den Aufruhr ihrer Gefühle zu bewältigen. Obwohl er noch kein ein

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen