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Mittsommerzauber in den Highlands von Cornwall, Lecia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.07.2015
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Mittsommerzauber in den Highlands

Manchmal hat man keine Wahl! Statt sich für einen der Mitgiftjäger zu entscheiden, die um ihre Hand buhlen, flüchtet Lady Caroline, einer inneren Stimme folgend, nach Schottland. Die schöne Engländerin verdingt sich als Gouvernante auf Glenlorne Castle, wo sie nicht nur dem Charme der sommerlichen Highlands verfällt. Auch zu dem attraktiven Burgherrn, Earl Alec McNabb, fühlt sie sich mit unerklärlicher Macht hingezogen. In den Ruinen des alten Schlossturm sinkt sie voller Hingabe in seine Arme, und für eine magische Mittsommernacht werden sie eins. Doch dann erfährt Caroline die schmerzliche Wahrheit: Ihr König der Nacht hat einer anderen die Ehe versprochen ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 03.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733761028
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 946 kBytes
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Mittsommerzauber in den Highlands

Prolog

A ngus MacNabb!"

Konnte er nicht einmal im Grab seine Ruhe finden?

Zu Lebzeiten war er genug gepeinigt worden. Er presste die Augen fest zusammen und versuchte, die sanfte Stimme, die ihn rief und lockte, nicht zu beachten. Dabei gehörte sie dem einzigen Menschen, der ihn wieder in die Welt bringen konnte.

"MacNabb, ich weiß, dass du mich hören kannst. Sei nicht so stur und komm heraus. Wir sind nur wegen deines dummen Fluchs hier, und du wirst mir helfen, das wieder in Ordnung zu bringen."

"Stur!", japste Angus, der ihr nicht länger widerstehen konnte. "Soweit ich weiß, sollte jemand, der im Glashaus sitzt, nicht mit Steinen ..." Er unterbrach sich und öffnete die Augen. Georgiana stand schimmernd vor ihm.

Er blinzelte und fragte sich, ob er gerade ein Gespenst sah. Dann fiel ihm ein, dass er selbst eins war.

Selbst als Tote raubte ihm Georgiana den Atem. Oder jedenfalls würde sie ihm den Atem rauben, wenn er denn noch atmete. Sie neigte den Kopf und lächelte ihn an wie früher. Es war fast sechzig Jahre her, seit er dieses Lächeln zum letzten Mal gesehen hatte. Doch er hatte es nie vergessen. Es floss durch ihn hindurch wie das Leben selbst und erfüllte ihn mit Leidenschaft und Schmerz.

Georgiana Forrester, die einstige Countess of Somerson, zog die Augenbrauen hoch, als erwarte sie, dass er seinen Satz beendete. Aber er verzichtete darauf. Wie konnte er etwas sagen, während sie das Plaid betrachtete, in dem er beerdigt worden war? Er hatte gut ausgesehen, als sie ihn aufgebahrt hatten. Jetzt straffte er stolz die Schultern und schob sich die Mütze in die Stirn.

"Ein schönes Kleid, das du da trägst. Du siehst immer noch wie ein junges Mädchen aus." Sein Mädchen.

Georgiana sah an sich hinab und betrachtete widerwillig den silberfarbenen Satin. "Ich hasse dieses Kleid. Ich habe es bei meiner Hochzeit mit Somerson getragen, und sie haben mich darin beerdigt. Das einzig Gute daran ist, dass es mir selbst nach so vielen Jahren immer noch genau passt. Ich weiß nicht, wie sie es überhaupt finden konnten. Ich habe meinem Mädchen damals befohlen, es zu verbrennen."

MacNabb runzelte die Stirn. Dabei rutschte ihm eine der Adlerfedern auf seiner Mütze ins Gesicht. Die drei Federn bezeugten, dass er das Oberhaupt des Clans war, Herr über jeden Stein, jedes Grasbüschel und jedes hungrige Kind, so weit das Auge vom zerbröckelnden Turm von Old Glenlorne Castle reichte, auf dem sie jetzt standen. Hier hatten sie sich immer getroffen, bis ... Der alte Ärger stieg in ihm auf.

"Somerson!" Er spuckte den Namen regelrecht aus. Sechzig Jahre des Hasses lagen darin. "Nur ein Esel beerdigt seine Frau im Hochzeitskleid!"

Georgiana hob den Kopf. "Du hast gesagt, es gefällt dir. Außerdem war mein Hochzeitstag ebenso traurig wie der Tag meiner Beerdigung. Insofern war es eine passende Wahl."

MacNabb seufzte. Eine Brise fuhr durch die Wipfel der Bäume am Fuß des baufälligen Turms. " Aye . Ich nehme an, wir sind nicht hier, um über unsere Totengewänder zu reden."

Er ließ seinen Blick durch den Turm schweifen, der inzwischen zum Himmel hin offen war. Das Dach war schon seit Langem verschwunden. Die verwitternden Fenster rahmten den Blick auf das Glen, den Loch und die neue Burg von Glenlorne am anderen Ende des Tals ein. Der neue Bergfried, auch bereits über einhundertfünfzig Jahre alt, wirkte fast ebenso baufällig wie dieser Turm, der immerhin vier Jahrhunderte früher erbaut worden war. MacNabb seufzte abermals.

Hätte er sich umgewandt und nach Osten geschaut, hätte er Lullach Grange, das Häuschen von Georgianas Onkel, sehen können. Doch er kehrte dem Gebäude den Rücken zu. Sechzig Jahre lang hatte er darauf gewartet, dass sie in dem leeren Haus eine Kerze entzündete - das Zeichen, dass sie sich mit ihm hier treffen wollte. Doch das Licht war für immer erloschen, als ihre Familien Georgiana und ihn auseina

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