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Mollys Weihnachtswunder Katze Molly 2 - Roman von Daley, Melissa (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.10.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Mollys Weihnachtswunder

In den malerischen Cotswolds haben Katze Molly und ihr süßer Nachwuchs bei der Cafébesitzerin Debbie ein liebevolles Zuhause gefunden. An kalten Tagen lockt das Café mit heißem Tee und leckerem Kuchen, und alle freuen sich auf ein gemütliches Weihnachtsfest. Doch dann taucht Debbies quirlige Schwester Linda auf. Während sie zu Debbies Entsetzen das Geschäft durcheinanderbringt, jagt ihr Kläffer Beau die Katzen durchs Haus. Molly, die schon einmal auf der Straße leben musste, sieht ihr Zuhause in Gefahr. Und als auch noch eines ihrer Kätzchen verschwindet, kann nur noch ein Weihnachtswunder alle wieder vereinen ...

Melissa Daley lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in der englischen Grafschaft Hertfordshire. Für ihre Romane um Katze Molly hat sie sich von der beschaulichen Region Cotswolds inspirieren lassen sowie von ihren eigenen beiden Katzen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 15.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641222321
    Verlag: Goldmann
    Serie: Katze Molly .2
    Originaltitel: Christmas at the Cat Café
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Mollys Weihnachtswunder

2

Ich war gerade eingenickt, als die Messingglocke über der Tür klingelte. Meine Ohren zuckten, aber erst der überraschte Ausruf von Debbie, die hinter der Theke stand, schreckte mich endgültig aus dem Schlaf.

"O mein Gott, Linda!"

Verwundert blickte ich auf und sah Debbie durch das leere Café eilen, um eine Frau zu begrüßen, die an der Tür stand. Ich wusste gleich, dass sie kein Stammgast war. Sie trug eine Weste aus Kunstpelz, enge weiße Jeans und hochhackige Lederstiefel, und ihre blonden Haare fielen ihr in dichten Wellen um das Gesicht, das halb hinter einer riesigen Sonnenbrille verborgen war. Als Debbie sie erreichte, schob die Frau ihre Brille auf den Kopf und lächelte. "Ich war gerade in der Gegend und dachte, ich schaue kurz vorbei. Wird auch langsam Zeit, dass ich mir das berühmte Katzencafé ansehe", sagte sie und schloss Debbie in die Arme.

"Nun, das ist es. Was hältst du davon?", fragte Debbie und zuckte selbstkritisch die Schultern.

Linda blickte sich um und musterte die Inneneinrichtung des Cafés mit prüfendem Blick. "Sehr schön, Debs." Sie nickte anerkennend. "Mir gefällt es. Richtig gemütlich."

Debbie sah über Lindas Schulter zur Tür. "Wo ist Ray? Wolltet ihr beide mal einen Tag raus aus London?"

"Nein, nein, Ray ist nicht hier", erwiderte Linda in einem Ton, der ihr einen verwunderten Blick von Debbie einbrachte. "Ich darf meine Schwester doch wohl allein besuchen, oder nicht?", fügte sie ein wenig beleidigt hinzu.

"Natürlich!", versicherte Debbie ihr. "Ich bin einfach überrascht, dich zu sehen. Warum hast du mir nicht gesagt, dass du kommst?"

"Es war eine spontane Entscheidung", erklärte Linda leichthin. "Ich dachte, es wird Zeit, dass ich endlich mal herkomme und dich besuche - und Sophie natürlich auch."

"Komm, ich hol dir schnell was zu essen", sagte Debbie, zog einen Stuhl heran und bedeutete ihrer Schwester, sich zu setzen.

Linda streifte ihre Weste ab und enthüllte ein eng anliegendes Top und zahlreiche Ketten, mit denen ihr Dekolleté geschmückt war. Sie nahm sich eine Speisekarte, während Debbie neben ihr geduldig wartete. "Katzentraum, Frostpfoten-Cake-Pops, Schnurrhaarkekse - das klingt alles köstlich, Debs", murmelte sie, und Debbie strahlte vor Stolz. Linda studierte die Karte mit qualvoll unentschlossenem Gesicht, bevor sie schließlich verkündete: "Ich hätte gern einen Katzentraum und eine Kanne Earl Grey."

Während Debbie um die Theke herum in die Küche lief, ertönte ein Piepsen aus der Tasche zu Lindas Füßen. Mit einem irritierten Stirnrunzeln beugte sie sich hinab, kramte ihr Handy hervor und begann fieberhaft auf dem Display herumzutippen. Während sie mit ihrem komischen Gerät beschäftigt war, begutachtete ich sie von meinem Fensterplatz aus und suchte nach Ähnlichkeiten zwischen den beiden Schwestern. Alles an Lindas sorgsam gepflegtem Äußeren stand in starkem Gegensatz zu Debbies lässigem Stil - von ihren manikürten Fingernägeln über ihre figurbetonten Klamotten bis hin zu ihren ordentlich frisierten Haaren. Ich versuchte mir vorzustellen, wie Debbie aussehen würde, wenn sie sich auch so um ihr Äußeres bemühen würde, aber das war schlicht unmöglich. Solange ich Debbie kannte, hatte sie immer mehr Wert auf Bequemlichkeit gelegt als auf Glamour. Ihre wenigen Versuche, sich etwas aufwändiger zurechtzumachen, hatten stets damit geendet, dass sie vor dem großen Spiegel in ihrem Schlafzimmer stand und ihr Spiegelbild missmutig anstarrte. "Oh, wozu der ganze Aufwand?", seufzte sie dann, bevor sie ihre Haare wie üblich zu einem Pferdeschwanz zusammenband und einen alten Pulli überzog.

Ermutigt vom Erscheinen einer Kundin in letzter Minute, tapste mein Sohn Eddie zu Lindas Stuhl hinüber und setzte sich in der Hoffnung, mithilfe seines unwiderstehlichen Charmes ein paar Leckerlis zu ergattern, erwartungsvoll vor sie. Linda bemerkte ihn jedoch nicht und starrte nur weiterhin grimmig auf ihr Handy,

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