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Nichts als Liebe Roman von Lauren, Christina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.07.2018
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)
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Nichts als Liebe

Manchmal braucht man ... nichts als Liebe! Macy führt ein Leben, in dem sie keine großen Gefühle riskieren muss. Sie ist mit einem netten Mann zusammen, den sie heiraten wird, und versinkt in ihrer Arbeit als Kinderärztin. Dann läuft ihr Elliot über den Weg - der ihre erste Liebe war. Schon bald bekommt Macys sorgsam errichtete Fassade Risse. Denn einst bedeutete Elliot ihr die ganze Welt - bis er ihr für alle Zeiten das Herz brach. Nun, elf Jahre später, sind sie einander fremd geworden, zu viel ist passiert, was sich nicht mehr gutmachen lässt. Oder ist da noch etwas zwischen ihnen, das ihnen die Kraft gibt, die Vergangenheit zu überwinden? Ein Roman über das ganze Glück, aber auch den ganzen Kummer, den die Liebe manchmal für uns bereithält. Hinter Christina Lauren verbergen sich Christina Hobbs und Lauren Billings. Lauren ist promovierte Neurowissenschaftlerin und Mutter zweier kleiner Kinder. Christina wuchs in Utah auf und ist bei weitem nicht alt genug, die Mutter einer 16-jährigen Tochter zu sein. Nach mehr als einem Dutzend Bestsellern im Bereich Young Adult legen sie hier nun ihren ersten Liebesroman für Erwachsene vor, der in den USA bereits für Furore sorgte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 13.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841216359
    Verlag: Aufbau Verlag
    Originaltitel: Love And Other Words
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Nichts als Liebe

Heute

Dienstag, 3. Oktober

Von meiner Wohnung in San Francisco bis nach Berkeley sind es Luftlinie nur zehneinhalb Meilen, aber selbst unter besten Bedingungen braucht man für diese Strecke ohne Auto über eine Stunde.

"Heute Morgen habe ich den Bus um sechs erwischt", sage ich. "Dann zwei Schnellbahnen direkt hintereinander und gleich den anderen Bus." Ich werfe einen Blick auf meine Uhr. "Halb acht. Gar nicht so übel."

Sabrina wischt sich ihr Milchschaumbärtchen von der Oberlippe. Zwar versteht sie, dass ich nicht Auto fahren möchte, ein Teil in ihr findet jedoch, ich solle mich einfach zusammenreißen und mir wie jeder nicht masochistisch veranlagte Bewohner der Bay Area endlich einen Prius oder Subaru zulegen. "Lass dir von niemandem erzählen, dass du keine Heilige bist."

"Bin ich wirklich. Nur du zwingst mich, meine Wolke zu verlassen." Aber das sage ich mit einem Lächeln und betrachte dabei ihre winzige Tochter Vivienne in meinem Arm. Ich sehe das kleine Mädchen erst zum zweiten Mal, aber es wirkt bereits doppelt so groß wie bei unserer ersten Begegnung. "Gut, dass wenigstens du es wert bist."

Tag für Tag halte ich Babys in meinem Arm, aber dieser Moment ist etwas Besonderes. An der Uni waren Sabrina und ich Zimmernachbarinnen im Wohnheim, bevor wir erst zusammen in eine kleine Wohnung abseits des Campus und später in ein baufälliges Haus zogen. Durch einen glücklichen Zufall sind wir beide an der Westküste in der Bay Area gelandet, und nun hat Sabrina tatsächlich ein Baby. Es kommt mir sehr merkwürdig vor, dass wir schon alt genug sind für all das: ein Kind zu bekommen, es zu stillen, es großzuziehen.

"Ich hatte gestern bis elf Uhr nachts mit ihr zu tun", sagt Sabrina und sieht uns liebevoll an. Dann wird ihr Lächeln ein bisschen bitter. "Und wieder um zwei. Und um vier. Und um sechs ..."

"Okay, du hast gewonnen. Aber man muss fairerweise sagen, dass sie viel besser riecht als die meisten Leute im Bus." Ich drücke Viv einen Kuss aufs Köpfchen und rücke sie in meiner Armbeuge zurecht, bevor ich vorsichtig nach meinem Kaffee greife.

Der Becher fühlt sich fast fremd in meiner Hand an. Er ist aus Keramik, nicht aus Pappe oder Edelstahl wie der riesige Thermobecher, den Sean mir jeden Morgen bis zum Rand mit Kaffee füllt, weil er - nicht zu Unrecht - annimmt, dass ich den Tag nur mit einer großen Dosis Koffein überstehen kann. Es ist eine Ewigkeit her, dass ich tatsächlich die Zeit hatte, mich in ein Café wie dieses zu setzen und in Ruhe etwas aus einem richtigen Becher zu trinken.

"Wenn man dich so anschaut, könnte man dich glatt für eine Mutter halten", sagt Sabrina, die uns von ihrer Seite des Tischs nicht aus den Augen lässt.

"Das ist der Vorteil, wenn man mit Babys arbeitet."

Als Sabrina nun verstummt, wird mir mein Fehler bewusst. Grundregel Nr. 1: vor Müttern, vor allem frischgebackenen Müttern, niemals von meinem Job sprechen. Ich kann praktisch hören, wie ihr das Herz stockt.

"Ich weiß nicht, wie du das schaffst", flüstert sie.

Dieser Satz ist mittlerweile der Refrain meines Lebens geworden. Meine Freunde finden es beunruhigend, dass ich mich für die Pädiatrie der Uniklinik von San Francisco entschieden habe - und zwar für die Kinderintensivstation. Immer wieder sehe ich in ihren Augen den Verdacht aufblitzen, mir könne irgendetwas Wichtiges fehlen, Mitgefühl oder Mütterlichkeit, etwas, das es mir doch unmöglich machen müsste, Tag für Tag das Leid kranker Kinder mit ansehen zu können.

Ich gebe Sabrina meine Standardantwort: "Irgendeiner muss es tun", und füge hinzu: "Außerdem bin ich gut darin."

"Das kann ich mir denken."

"Aber Kinderneurologie, das könnte ich auf gar keinen Fall machen", sage ich, beiße mir jedoch sofort auf die Lippen.

Sei still, Macy. Halt einfach dein dummes Plappermaul.

Sabrina

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