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Noch bevor das Jahr zu Ende ist Roman von Gaynor, Hazel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.11.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Noch bevor das Jahr zu Ende ist

Der Krieg riss sie auseinander - doch manchmal ist die Liebe stärker als das Schicksal ...
August 1914. Als Evie Elliott sich von ihrem Bruder Will und dessen bestem Freund Thomas Harding verabschiedet, die von London zur Front aufbrechen, ahnt niemand, dass die Schrecken des Krieges Jahre andauern werden. Während all dieser Zeit teilen Evie und Thomas ihre größten Ängste und Hoffnungen miteinander und kommen sich so immer näher. Das Schicksal scheint jedoch andere Pläne für sie zu haben ...
Weihnachten 1968. Im Gepäck ein Bündel Briefe, die für ihn sehr wertvoll sind, reist Thomas Harding nach Paris, um die Geister der Vergangenheit endlich zur Ruhe zu betten. Doch ein letzter Brief wartet noch auf ihn.

Hazel Gaynor stammt aus Yorkshire, England und lebt heute mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern und einer Katze in Irland. 2012 gewann sie den Cecil Day Lewis Award für Nachwuchsautoren und wurde 2015 vom Library Journal als eine der zehn besten neuen Autorinnen ausgewählt. "Das Mädchen aus dem Savoy" ist ihr erster Roman bei Blanvalet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 19.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641226800
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Last Christmas in Paris. A Novel of World War
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Noch bevor das Jahr zu Ende ist

TEIL EINS

1914

Man rief sie von den Hügeln

Man rief sie aus dem Tal

Und sie folgten dem hehren Ruf

In imposanter Zahl.

AUS DEM KRIEGSLIED KEEP THE HOME FIRES BURNING
(IVOR NOVELLO/LENA GUILBERT FORD)

Von Thomas Harding an seinen Vater

Oxford, England

10. September 1914

Lieber Vater,

ich schreibe dir aus dem Offiziersausbildungskorps in Oxford. Ich habe es getan - ich bin in die Armee eingetreten, um unserem Land in diesen großen Zeiten zu dienen und mich als ebenso ehrenhafter Bürger zu erweisen wie du im zweiten Burenkrieg. Du kehrtest damals als Held zurück, und ich möchte deinem Vorbild gerecht werden, wenigstens auf diese Art.

Unter uns Freiwilligen hier herrscht eine echte Abenteuer- und Aufbruchsstimmung, das Gefühl, das Richtige zu tun. Es haben sich so viele junge Männer als Offiziersanwärter beworben, dass das Auswahlverfahren gestrafft werden musste. Von nun an zielen wir nicht mehr auf Käfer in Christ Church Meadow, aus dem Spiel wird jetzt Ernst.

Es tut mir weh, wie wir bei unserer letzten Begegnung auseinandergegangen sind. Zwei erwachsene Männer, enge Verwandte, sollten sich nicht gegenseitig anschreien, um Dinge zu klären. Ich weiß, es ist dein Wunsch, dass ich bei der Zeitung eines Tages das Ruder übernehme, doch ich bin anders gestrickt als du, Vater. Ich hoffe, du wirst irgendwann meine Leidenschaft für die Wissenschaft verstehen. Das Streben nach einer Professur an einer der renommiertesten Universitäten weltweit ist nichts, worüber man spotten sollte, wenngleich ich weiß, dass du das anders siehst. Zumindest wirst du nicht enttäuscht sein, dass ich eine aktive Rolle bei der Verteidigung unseres Landes übernehme. Der Krieg macht uns alle gleich, hast du das nicht selbst einmal gesagt?

Will Elliott hat sich ebenfalls verpflichtet, und wir wurden sogar demselben Regiment zugeteilt. Sicherlich ist es für dich eine gewisse Beruhigung, dass ich zusammen mit meinem besten Freund in den Kampf ziehe. Alle sind überzeugt, dass dieser Konflikt ein schnelles Ende finden wird und die Jungs bald wieder zu Hause sind. Vermutlich kannst du davon ausgehen, mich an Weihnachten wiederzusehen. Ich jedenfalls erwarte einen raschen Sieg und freue mich auf ein stimmungsvolles Weihnachtsfest im Kreis meiner Familie.

Ich sende dir die besten Wünsche und werde im Feld an dich denken.

Dein Sohn Thomas

Von Evelyn Elliott an Will Elliott

Richmond, England

12. September 1914

Lieber Will,

Mama hat mir von deinem Eintritt in die Armee erzählt. Ich habe nichts anderes von dir erwartet und schicke dir ein paar Zeilen, um dir zu sagen, dass wir alle unglaublich stolz auf dich sind. Die Armee Seiner Majestät kann sich glücklich schätzen, dich in ihren Reihen zu haben. Endlich hast du die Chance, selbst ein paar Medaillen für die Familiensammlung nach Hause zu bringen. Papa wandert mit stolzgeschwellter Brust umher, wie du dir sicher vorstellen kannst, obwohl er davon ausgeht, dass du nicht groß zum Kämpfen kommen wirst. Er ist der Meinung, dass der Krieg vorbei sein wird, noch bevor du überhaupt dein Ausbildungslager erreicht hast. Ich weiß, du brennst darauf, deinen Beitrag zu leisten - trotzdem hoffe ich, dass Papa recht behält.

Soweit ich gehört habe, hat Tom Harding sich ebenfalls verpflichtet. Wie schön für dich. Ihr beide wart immer unzertrennlich, und wenn du schon in den Krieg ziehen musst, bin ich wenigstens froh zu wissen, dass dein bester Freund an deiner Seite sein wird. Wäre dies eine Schlacht des Verstandes und des Intellekts, könnte sich die British Army keine besseren Rekruten wünschen als euch beide. Wobei ich mir allerdings schwer vorstellen kann, wie Tom sich mit einem Gewehr samt Bajonett in den Kampf stürzt. Vermutlich würde er

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