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Nochmal zwölf Arztromane Wieder zwölf romantische Schicksale von Weymar Hübner, Horst (eBook)

  • Verlag: BookRix
eBook (ePUB)
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Nochmal zwölf Arztromane

Wieder zwölf romantische Schicksale von Horst Weymar Hübner, Anna Martach & A. F. Morland Der Umfang dieses Buchs entspricht 1355 Taschenbuchseiten. Dieses Buch enthält folgende Romane: Horst Weymar Hübner: Ich verzeih' dir nie! Horst Weymar Hübner: Ein Leben am seidenen Faden A. F. Morland: Ein Kind für Dr. Büttner A. F. Morland: Der kleine Jan Anna Martach: Nur ein Wunder kann noch helfen Anna Martach: Willkommen in Hindelfingen Anna Martach: Finale auf dem Grimsteig Anna Martach: Zwei Herzen in Bedrängnis Anna Martach: Vater zu verschenken Anna Martach: Verhängnisvolle Lügen Anna Martach: Kongress außer Kontrolle Anna Martach: Wir lassen unsere Kirche nicht im Stich Der begabte Mediziner Dr. Manfred Bücken arbeitet als Assistenzarzt von Professor Winter in der Paul-Ehrlich-Klinik. Eine exzellente berufliche Zukunft scheint ihm sicher. Doch mit seinem Privatleben steht es nicht zum Besten: Seine Frau Marietta, eine selbstbezogene, oberflächliche Person, treib sich mit den falschen Leuten herum und wirft sein Geld zum Fenster raus, was zur Folge hat, dass sich das Ehepaar auseinanderlebt. Da lernt Bücken die attraktive Susanne Wilde kennen und lässt sich auf eine Affäre mit ihr ein. Als er bemerkt, dass seine Geliebte medikamentenabhängig ist, scheint es fast zu spät - sein Ruf als Arzt ist gefährdet ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 1301
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739665382
    Verlag: BookRix
    Größe: 1593 kBytes
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Nochmal zwölf Arztromane

1

Ein gellender Schrei drang vom Ende des Ganges. Zwar durch eine Tür gedämpft, aber laut genug, um die Patientinnen der gynäkologischen Station aus dem Schlaf zu reißen.

Und zu laut für sechs Uhr früh.

Darum lief Schwester Ellen, kaum dass sie ihren Schrecken überwunden hatte, einen Schlag schneller zum Schwesternzimmer.

Dabei stellte sie wilde Überlegungen an.

Sie hatten hier auf der 3 b doch keine Wöchnerinnen. Die lagen drüben im anderen Flügel.

Gut, wenn blitzartige Wehen einsetzten, schrie eine werdende Mutter schon mal auf, dass es durch Türen und Wände zu hören war. Aber so doch nicht!

Auf dem Gang brannte noch die Nachtbeleuchtung.

Hinter den Türen der Krankenzimmer wurde es laut. Die Mehrzahl der Patientinnen war munter geworden. Da und dort wurde eine Tür geöffnet, und Lichtbalken fielen in den Bettenvorraum und auf den Flur.

Eine nörgelnde Frauenstimme verbat sich die rücksichtslose Ruhestörung.

Schwester Ellen rüttelte vergeblich an der Tür vom Schwesternzimmer.

Drinnen brannte die ganze Festbeleuchtung. Sie drückte sich die Nase an der Glaswand breit, um zu sehen, ob der Schlüssel von innen auf dem Schloss steckte.

Das war nicht der Fall.

Die Tür vom Giftschränkchen war zu. Aus dem Steckkasten über dem Schreibtisch fehlte der Pieper.

Schwester Ellen verrenkte sich noch etwas den Hals, um einen Blick in die Kaffee-Ecke ganz hinten werfen zu können.

Da war Schwester Ingrid auch nicht. Die hatte Nachtdienst.

Wird wohl bei der Patientin sein, dachte die Stationsschwester. Da haben sie uns aber einen Neuzugang verpasst!

Wieder schrie die Frau gellend. Es kam einwandfrei hinten aus dem letzten Zimmer.

Seufzend wandte sich Schwester Ellen ab, um ihrem Zimmer zuzustreben und sich für den Dienst einzukleiden.

Sie hörte eine Tür aufgehen und einen Mann etwas unwirsch sagen: "Etwas Morphium kann ich noch verantworten, Schwester. Alles andere muss der Chef entscheiden."

Die Stimme kannte sie. Sie gehörte Doktor Bücken, einem der Assistenzärzte, die im Rotationsverfahren alle Abteilungen der Klinik durchliefen.

Er hatte Nachtbereitschaft gehabt. Und er hatte sie noch. Bis acht Uhr jedenfalls.

"Was nehmen wir?", fragte Schwester Ingrid korrekt.

"Etwas Morphium", war eine zu vage Angabe.

"Dilaudid stark, einen Milliliter. Ziehen Sie es auf eine Tuberkulin-Spritze, ich muss es sehr langsam geben."

Schwester Ingrid kam den Flur entlang und fischte den Schlüssel zum Schwesternzimmer aus der Kitteltasche. Am Aufschlag hatte sie den Pieper angeklemmt.

Sie sah ihre Stationsschwester.

"Guten Morgen, Schwester Ellen. Gut, dass Sie da sind. Ich habe vielleicht eine Nacht hinter mir!"

Die Stationsschwester sah es ihr an. Ingrid wirkte sonst auch nach einer Nachtwache wie das blühende Leben. Jetzt war ihr Gesicht grau, die Augen waren gerötet, aus jeder Hautpore guckte die Müdigkeit.

"Machen Sie erst die Injektion fertig, Ingrid. Ich gehe Ihnen gleich zur Hand."

In Windeseile zog sich Schwester Ellen um und ging ins Dienstzimmer. Ein wimmernder Schrei aus dem letzten Zimmer begleitete sie. Er war nicht mehr so laut.

"Wen haben wir da bekommen, Ingrid?"

Die schwarzhaarige junge Schwester hatte die Spritze vorbereitet und auf ein Tablett gelegt, die Kanüle in die Ampulle geschoben, damit Dr. Bücken eine letzte Kontrolle vornehmen konnte, bevor er die Injektion machte.

"Eine Frau Strube. Sie wurde gegen Mitternacht eingeliefert, Doktor Bücken wurde zur Aufnahme runtergerufen und hat sie mitgebracht, weil die Intensivstation bis auf die letzte Box besetzt ist."

Das letzte Zimmer war die 18. Schwester Else griff sich die Patientenkurve Strube heraus und las.

"Oh Gott!", murmelte sie.

Die Patientin Gerda Strube war erst sechsundzwanzig. Aus dem Einweisungsbrief ihres behandeln

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