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Nur die Liebe führt zum Glück Ich hab dich lieb & Hilfe für Mona von Courths-Mahler, Hedwig (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.07.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 27.07.2018 per Download lieferbar

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Nur die Liebe führt zum Glück

Glück und Liebe sind oft zum Greifen nah, aber dennoch muss man meist so manches Hindernis umschiffen, bis am Ende alles gut ist. Kaum eine Autorin hat sich diesem Thema so ausführlich und klug gewidmet wie Hedwig Courths-Mahler. In dieser liebevoll gestalteten Retro-Ausgabe mit den Romanen 'Ich hab dich lieb' und 'Hilfe für Mona' vereint die Erfolgsautorin erneut die Macht des Schicksals mit dem Zufall der Liebe. Zwei zauberhafte Romane um Leid und Glück zweier Menschen - Lesefreude bis zum Happy End!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 556
    Erscheinungsdatum: 27.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732556267
    Verlag: Bastei Lübbe AG
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Nur die Liebe führt zum Glück

1

M ark Lehenau steckte tief in der Arbeit. Er untersuchte einen Motorschaden und hatte für nichts und niemand Zeit als für diesen Schaden. Das Auto war sein bester Freund. Es war für ihn kein wertloser toter Gegenstand und half ihm mehr als die Menschen seiner Umgebung über Alltagsdepressionen hinweg. Wenn es nicht unbedingt notwendig war, ließ er keine andere Hand an den Wagen. Dabei gehörte ihm das Auto gar nicht, er war nur als Chauffeur angestellt und freute sich, dass er endlich, nach langem Herumlaufen, diese Stellung erhalten hatte. Das verdankte er nur dem Auto, nicht dem Besitzer, einem reichen Mann, der es verstanden hatte, durch alle Wirtschaftskrisen, nicht nur ungeschädigt, sondern noch obendrein bereichert hindurchzukommen, und jetzt satt und zufrieden mit Frau, Sohn und Tochter eine protzige Villa bewohnte. Mark Lehenau hatte, als er sich auf eine Zeitungsanzeige hin bei Heinrich Seifert um den Posten eines Chauffeurs bewarb, insofern Glück gehabt, als die beiden Damen des Hauses, Mutter und Tochter, ihn recht interessant fanden und sehr dafür eingetreten waren, dass gerade er Seiferts Chauffeur werden sollte. Herr Seifert senior interessierte wenig, wie der Chauffeur aussah, ihm kam es darauf an, dass er ein guter, zuverlässiger Fahrer war. Und Herr Seifert junior war mit achtundzwanzig Jahren ein weltmüder Mensch, der alles fad und langweilig fand, weil er mit seines Vaters Geld viel zu gut gelebt hatte, dass er sich ganz gewiss nicht darum kümmerte, wer den Wagen fuhr, in dem er seinen müden Körper fortbewegte. Aber Frau Lilli Seifert, die Mutter, die noch sehr unternehmungslustig war, und Fräulein Marlen Seifert - sie hieß eigentlich Martha-Helene, fand es aber wünschenswert, sich nach einem Filmstar Marlen zu nennen -, die mit begehrlichen Augen den neuen Chauffeur ansahen, hatten lebhaft für ihn gestimmt. Und so wurde Mark Lehenau der Fahrer des wundervollen Wagens, der gleich beim ersten Anblick sein Herz gewann. Fräulein Marlen hätte es lieber gesehen, wenn sie dieses Herz gewonnen hätte, und auch Lilli Seifert wäre nicht abgeneigt gewesen, sich von diesem interessanten Chauffeur ein wenig über ihre unbefriedigende Ehe hinwegtrösten zu lassen. Aber Mark Lehenau sah diese beiden Frauen mit seinen ausdrucksvollen blauen Augen so gleichgültig an, als seien sie Dinge, die gar nicht über seine Bewusstseinsschwelle traten.

Er hatte sich richtiggehend in den Wagen verliebt und wäre ihm am liebsten nicht mehr von der Seite gewichen. Zwar war ein Wagenwäscher gestellt worden, weil Frau Lilli darauf hielt, dass ihr interessanter Chauffeur seine gepflegten Hände behielt, aber dieser Mann machte Mark Lehenau nichts gut genug. Immer putzte und bastelte er noch selbst an dem Wagen herum.

Nun hatte er heute Morgen, als er Herrn Seifert senior in seine Fabrik fuhr, am Motor ein fremdes Geräusch gehört und lag inzwischen in seinem Overall unterm Wagen.

Nachdem er die Störung beseitigt hatte und gerade wieder herauskroch, erschien, auf hohen Absätzen trippelnd, Fräulein Marlen, die sich neuerdings, gleich ihrer Mutter, sehr für die Garage interessierte, und sagte mit spitzem Mund:

"Oh, Herr Chauffeur - wie sehen Sie aus?"

Er sah an sich herab.

"Wahrscheinlich ziemlich schmutzig, mein gnädiges Fräulein; ich hatte eine kleine Reparatur am Wagen!"

"Weshalb machen Sie denn das selbst? Das sollen Sie doch nicht, der Wagenpfleger hätte den Wagen doch zur Werkstatt fahren können, damit der Schaden behoben wird."

"Das tu ich lieber selbst, gnädiges Fräulein, wenn es sich um keine große Sache handelt."

Sie schmachtete ihn an.

"Solche Arbeit sollen Sie aber nicht tun. Sie wissen doch, dass Mutter einen Chauffeur mit gepflegten Händen wünscht!"

Er sah sie mit einem etwas spöttisch überlegenen Blick an. "Die gnädige Frau wird sich nicht zu beklagen brauchen. Haben Sie sonst noch etwas zu befehlen, gnädi

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