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Nur einen Augenblick entfernt Roman von Becker, Jannis (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.05.2015
  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
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Nur einen Augenblick entfernt

Weil Hoffnung stärker ist als jede Trauer: 'Nur einen Augenblick entfernt' von Jannis Becker jetzt als eBook bei dotbooks. Wenn ein einziger Augenblick dein ganzes Leben verändert ... Gerade noch war Kim eine glückliche junge Frau - im nächsten Moment verursacht sie einen Unfall, bei dem ein Mädchen getötet wird. Wie soll sie mit dieser Schuld leben? Kim droht, daran zu zerbrechen. Gerade, als sie nicht mehr weiter weiß, taucht Patrick auf. Zuerst ist er nichts weiter als eine zufällige Chat-Bekanntschaft, doch schnell wird er zu einem Wegbegleiter, einem Freund ... und vielleicht sogar mehr? Kim ist zu unglücklich, um sich für diese Gefühle zu öffnen. Wird es Patrick doch noch gelingen, sie aus den Schatten der Vergangenheit zu befreien? Lassen Sie sich berühren: Ein ergreifender Roman über Schuld, Hoffnung und Vergebung! Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Nur einen Augenblick entfernt' von Jannis Becker. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Jannis Becker ist das Pseudonym, unter dem der für historische Romane bekannte Autor Wolfgang Jaedtke seine zeitgenössischen Geschichten veröffentlicht. Wolfgang Jaedtke wurde 1967 in Lüneburg geboren, studierte Historische Musikwissenschaft und promovierte mit einer Arbeit über Beethoven. Danach arbeitete er für ein Theater, bevor er sich als Schriftsteller selbstständig machte. Unter dem Namen Jannis Becker veröffentlichte Wolfgang Jaedtke bei dotbooks bereits den Roman 'Nur einen Augenblick entfernt', unter seinem richtigen Namen das historisches Epos 'Die Tränen der Vila' und den Roman 'MULTIPLAYER - Gefährliches Spiel'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 421
    Erscheinungsdatum: 19.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958240896
    Verlag: dotbooks
    Größe: 802 kBytes
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Nur einen Augenblick entfernt

Tag 2

Erneut fuhr Kim auf der Landstraße nach Grünau. Wieder brannte die Abendsonne, diesmal unnatürlich hell, und die blühenden Buchen am Straßenrand quollen über von eigentümlich fleischigen Blättern.

Noch bevor es tatsächlich passierte, wusste Kim, was geschehen würde: Die schwarze Plastiktüte trudelte, vom Wind gebläht, quer über die Straße. Wieder der entsetzliche Schreck, die jähe Schwäche, das Gefühl, als würde ihr die Wirbelsäule aus dem Körper gerissen.

Kim trat auf die Bremse. Der Wagen schlingerte, stellte sich quer und kam zum Stehen. Plötzlich war auch der Polizist wieder da - der jüngere mit dem offenen, sympathischen Gesicht.

Alles in Ordnung?, fragte er, während Kim die Scheibe herabließ. Geht es Ihnen nicht gut?

Doch, versicherte Kim bemüht. Was ist passiert?

Nichts weiter, sagte der Polizist. Sie haben nur gerade meinen Kollegen überfahren. Aber Ihre Geschwindigkeit war vorschriftsmäßig. Sie haben sich nichts vorzuwerfen.

Der ältere Kollege trat an seine Seite. Sein Gesicht, das so sehr dem von Kims Vater ähnelte, war blutüberströmt. Selbst seine offenen Augen waren voller Blut. Es rann über seine Wangen hinab und verfärbte seinen dunklen Schnauzbart.

Gute Fahrt!, sagte der jüngere, der den Zustand seines Kollegen auf absurde Weise als normal zu empfinden schien.

Kim starrte zwischen beiden hin und her. Sie fühlte, wie ihre Nackenhaare sich aufstellten.

Aber es war doch nur ... eine Plastiktüte, hörte sie sich selbst mit schreckensschwacher Stimme flüstern.

Der jüngere Polizist trat wortlos beiseite - und Kim sah die Tüte. Sie lag mehrere Meter entfernt am gegenüberliegenden Straßenrand, ein unförmiger schwarzer Klumpen. Und noch während sie hinsah, erfasste der Wind diesen Klumpen und trieb ihn langsam, kriechend, sich blähend und überschlagend, auf ihren Wagen zu.

Das Entsetzen rief Kim mit einem gequälten Stöhnen in die Wirklichkeit zurück.

Es war kein plötzliches Erwachen, denn die Schlafmittel hielten ihr Bewusstsein noch fest im Griff. Sie tauchte wie aus tiefem Wasser auf, trieb knapp unter der Oberfläche, dümpelte dahin. Ihr Kopf fühlte sich an, als sei er mit einer zähen Masse gefüllt, die alle Wahrnehmungen dämpfte und dennoch nicht die Macht besaß, sie in die Tiefe des Schlafs zurückzuziehen. Stattdessen drang ausgerechnet eine einzige, körperliche Missempfindung durch: das Gefühl einer vollen Blase.

"Nein", wimmerte sie.

Sie wollte weiterschlafen, egal, welche Träume auf sie warteten. Doch ihr Körper forderte unbeirrbar sein Recht, kämpfte gegen die Wirkung der Medikamente und zwang sie, wach zu werden - wach genug zumindest, um seinen dringlichsten Bedürfnissen abzuhelfen.

Kim versuchte, es zu ignorieren, solange sie konnte. Schließlich aber gab sie nach.

Die erste Bewegung, ein seitliches Hochstützen, gelang nur fahrig und widerwillig. Sie blinzelte, und das grelle Licht der Deckenlampe, die sie wie immer angelassen hatte, war ein schneidender Strahl flüssigen Feuers. Es dauerte einige Zeit, bis sie sich erst mit tastenden Fingern, dann mit spaltbreit geöffneten Lidern orientiert hatte. Die ungewohnte Umgebung erleichterte diese Aufgabe nicht. Sie hatte unbequem zusammengekrümmt auf der ledernen Liege geschlafen, mehr auf dem schräggestellten Kopfteil als auf der ebenen Fläche. Die Wolldecke war über den Rand gerutscht und lag am Boden. Als sie das Licht endlich einigermaßen ertragen konnte und sich mühsam aufsetzte, galt ihr erster Blick dem Wecker auf dem Schreibtisch.

2:45.

Verdammt ...

Wie immer hatte sie gehofft, die Nacht läge vielleicht schon hinter ihr. Doch draußen, jenseits der herabgelassenen Jalousie, musste noch tiefe Finsternis herrschen. Es schien geradezu unheimlich still. Nicht einmal d

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