text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Paranoid - Die Bestie in mir - von Hiller, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
3,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Paranoid

"PARANOID", ist die Geschichte des alleinerziehenden Peter Kelly, der in Isny im Allgäu lebt. Der Verlagsangestellte träumt davon, endlich einen Bestseller zu schreiben. Während eines Schreibseminars ereignen sich in seinem Umfeld mehrere mysteriöse Morde und Unfälle. Immer mehr gerät auch er in Verdacht, zumal er einige Motive für die Taten hätte. Kelly hat auch ein weiteres Problem: Seit dem Tod seiner Frau leidet er zunehmend unter Wahnvorstellungen. Immer mehr verwischen die Grenzen zwischen Realität und Fantasie.

Wolfgang Hiller ist ein Autor aus dem Allgäu. "PARANOID" ist sein neuntes Buch.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 232
    Erscheinungsdatum: 01.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738680881
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 498kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Paranoid

PROLOG

Nikolaustag, 6. Dezember 2014

Mein Name ist Peter Kelly und neben mir im Auto sitzt meine achtjährige Tochter. Ich wusste noch gar nicht, dass meine Sophie anhand der Sterne die Himmelsrichtung bestimmen konnte. Sophie hinterließ Nasenabdrücke auf dem Beifahrerfenster, während wir auf der Fahrt von Isny Richtung Bad Hindelang zum Weihnachtsmarkt waren. Sie zählte die Sternenbilder auf und murmelte: "Süden, Osten oder Norden", wenn ich abbog.

"Wo hast du das gelernt?", fragte ich sie.

"Wo hab ich was gelernt?"

"Na, die Sternenbilder."

"In Büchern."

"In welchen Büchern?"

"Einfach Bücher."

Ich wusste, dass ich von Sophie nicht mehr erfahren würde. Das lag daran, dass wir beide Vielleser sind. Nicht unbedingt aus reiner Leidenschaft, sondern weil wir nicht anders konnten. Wir waren von Natur aus Beobachter, Deuter und Kritiker. Wir lasen nicht nur Bücher, sondern auch Comics, Reiseprospekte, Wanderführer, Zeitschriften, ja sogar Rezepte. Egal was, Hauptsache wir würden dadurch die Welt besser verstehen.

"Osten", sagte Sophie und presste wieder ihre Nase an die Scheibe. Beide spähten wir auf die weithin sichtbare, zauberhafte Beleuchtung des vielleicht schönsten Christkindlmarktes im Allgäu. Es war kurz vor achtzehn Uhr, und langsam wie bestellt, fielen leichte dicke Schneeflocken vom Himmel, um dem Weihnachtsmarkt die richtige winterliche Atmosphäre zu verleihen. Nur wenige Meter vom Kurhaus entfernt konnte ich meinen Ford Focus parken. Ich war wie jedes Jahr, seit 2010, auf Sophies Wunsch hin, hierhergefahren. Aber nicht nur ihr, auch mir gefiel der zauberhafte und hübsch dekorierte Markt, wie auch zehntausenden von anderen Besuchern aus Nah und Fern. Es gab sogar Touristen, die jedes Jahr ihren Urlaub genau zum Zeitpunkt des Marktes hier verbrachten. Julia - Sophies Mutter, meine Exfrau - ist im achten Monat der Schwangerschaft gestorben. Nur mit viel Glück konnte das noch nicht geborene Kind, mit einer waghalsigen Operation gerettet werden, sodass mir wenigstens das Mädchen blieb, während meine geliebte Julia unter grauenvollen Umständen viel zu früh von dieser Welt ging. Seitdem ziehe ich die Kleine mit Hilfe meines Kindermädchens Alexa alleine auf. Wie alle kleinen Kinder liebte sie die Weihnachtsfiguren, die vielen Süßigkeiten, und natürlich auch den Nikolaus, der heute kam, um die (hoffentlich) braven Kinder zu beschenken. Wir stiegen aus dem Auto und ich nahm Sophie an die Hand. Die Kleine sah mich erwartungsvoll aus ihren rehbraunen Augen an. Jetzt wo ihr Gesicht halb im Schatten lag erkannte ich ihre Mutter darin. Von ihr waren auch ihre Freundlichkeit und Verletzlichkeit. Sie in ihren Zügen zu sehen, weckte das Gefühl in mir, jemanden zu vermissen, der noch immer da war, zumindest in meinem Herzen und Kopf.

"Papi, was ist los? Wollen wir nicht weitergehen?", fragte mein kleiner Schatz, und riss mich aus meinen wehmütigen Gedanken, als ich sie solange anstarrte. Immer mehr Besucher strömten jetzt von allen Seiten auf den Weihnachtsmarkt. Dutzende von Busse aus ganz Süddeutschland, luden tausende von Besucher aus. Heute am Samstag war der vorletzte Tag. Ich zog Sophie die Kapuze hoch, dass ihre Pudelmütze nicht gleich nass war, da der Schneefall etwas stärker wurde. Wir liefen weiter bis zum Rundbogen am Kurhaus, wo ich den Eintritt zahlte. Der süße Duft gebrannter Mandeln, sowie von Bratwurst und Pommes, erweckte unsere Hungergefühle. Sophie und ich hatten weitestgehend den gleichen Geschmack, weniger nach Lebkuchen oder Mandeln, sondern vielmehr auf Currywurst und Pommes mit reichlich Ketchup. Ich bestellte an einer Bratwurstbude zwei normale Portionen, schließlich aß Sophie genauso viel wie ich, und musterte die herbeiströmenden Menschenmassen. Zu weihnachtlichen Klängen verschlangen wir genüsslich unser Lieblingsgericht, während der Schneefall immer stärker wurde. Das soll jetzt aber nic

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen