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Querbeet Humorige Erzählungen von Herchenbach, Kurt (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.06.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Querbeet

Wissen Sie, welche Geheimnisse Ihnen unser Wald bisher vorenthalten hat? Was der Unterschied ist zwischen einem Dom und einem Münster? Können Sie dem Autor bei der Beantwortung des Briefes eines 5-jährigen Mädchens helfen? Begleiten Sie ihn auch auf einem Törn mit einer Motoryacht? Kommen Sie mit auf eine Reise ins Baltikum! Und die große Frage: Lassen sich Glauben und Wissen vereinbaren? Ein wenig Krimi darf jedoch auch nicht fehlen! Haben Sie übrigens schon mal 'den Russen' kennen gelernt? Von all diesen Themen und noch viel, viel mehr erzählt Ihnen Herchenbach Querbeet durch 27 Geschichten und ein Gedicht. Langeweile? Kommt bei der Lektüre dieses Buches ganz gewiss nicht auf!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 204
    Erscheinungsdatum: 16.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741211812
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 570kBytes
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Querbeet

Humpeldipumpel

Kürzlich sprach mich unvermutet eine hübsche junge Dame an. Sie hätte, so sagte sie, bei einer meiner Lesungen die Geschichte vom Krambambelwald gehört. Und die habe ihr über die Maßen gut gefallen. Seit dieser Zeit jedoch ginge ihr die Sache mit einer gewissen blauen Salbe, die ich von einem kleinen Mann bekommen hätte, nicht mehr aus dem Kopf. Auch, wer denn dieser Hampelmipampel, "oder wie der auch heißt", denn eigentlich sei? Und wieso und woher ich diesen seltsamen Menschen mit dem seltsamen Namen überhaupt kenne?

Nun muss ich leicht schamhaft gestehen, dass ich gern von jungen Frauen angesprochen werde, besonders dann, wenn sie obendrein noch hübsch, rank und nicht überall zu schlank sind. So gestand ich ihr gern, dass ich meinen Kindern, den Enkeln und auch im Freundeskreis schon sehr oft von Freund Humpeldipumpel erzählt hätte. Diese Geschichte wäre deshalb derart verbreitet, dass ich der Meinung sei, sie wäre mittlerweile allgemein bekannt.

"Nein", antwortete sie, "nein - keinesfalls." Sie habe in ihrem weitläufigen Bekanntenkreis nachgeforscht, doch keiner hätte je von einem Himpeldapimpel - oder wie der auch immer heißen möge - gehört. Aber wenn ich bei einer meiner künftigen Lesungen diese Geschichte - also auch die von der blauen Salbe - lesen würde, dann "möchte ich auf jeden Fall dabei sein. Auf jeden Fall!"

Nun sind Autoren im Allgemeinen Leute, denen Anerkennung ihrer Schreiberei ungemein schmeichelt. Zumal dann, wenn sie sogar auf der Straße von jungen hübschen, ranken nicht allzu schlanken Damen darauf angesprochen werden. Und so hatte ich mich dann doch noch hingesetzt, um diese Geschichte ein für alle mal zu Papier zu bringen.

Also. - Es war in einem Spätherbst; schon vor etlichen Jahren. Ich war längere Zeit nicht mehr an die frische Luft gekommen. So nutzte ich das noch herrliche Wetter, um im heimischen Kurwald ein wenig spazieren zu gehen.

Dieser Kurwald ist nicht zu verwechseln mit einem gepflegten Kurpark. Beileibe nicht; er bleibt weitmöglich der Natur überlassen. Überwiegend von alten Kiefernbeständen geprägt, aber auch Laubbäume suchen sich dazwischen ihren Raum. In diesem Wald halten sich noch reichlich Rehe auf. Gut - ein paar Füchse, Hasen und einiges an Kaninchen auch.

In diesem Refugium erhole ich mich besonders gern, zumal ich mit einigen Rehen dort schon recht gut bekannt bin. Besonders mit einem alten Bock. Der meint stets, mir imponieren zu können, wenn er jedes Mal mit einem anderen Sprung junger Ricken meinen Weg kreuzt.

Es war an diesem Nachmittag mittlerweile doch etwas drückend geworden. Ein Gewitter schien sich zusammenzubrauen. Nachdem ich das ein und andere Reh lässig durch Handzeichen gegrüßt und den Angeberbock durch ostentatives Wegsehen ignoriert hatte, setzte mich auf einen großen Baumstumpf, um ein wenig auszuruhen. Ich wischte mir den Schweiß von der Stirn, popelte wollüstig vor mich hin und schaute gedankenverloren ins Nirgendwo. Dann holte ich meine Pfeife hervor, stopfte sie bedächtig und zündete sie an.

Kaum jedoch hatte ich einige Züge aus meiner Lieblingspfeife getan, da ertönte direkt hinter mir eine Stimme. Eine Stimme mit deutlich grollendem Unterton: "Du weißt doch wohl, dass Rauchen im Wald verboten ist?!"

Der Schreck, der mir in diesem Moment durch die Glieder fuhr, ist nahezu unbeschreiblich. Ja - er war schlimmer noch als der, als mich mein Vater bei einem meiner ersten Rauchversuche erwischte. Und das war schon ganz schön heftig gewesen.

Als ich mich wieder bewegen konnte, drehte ich mich ganz langsam um und sah auf, erwartete, einem gestrengen Oberförster in die Augen zu sehen, einem mit einer Statur etwa wie John Wayne, einen mächtigen Schießprügel lässig unter den Arm geklemmt. Doch was sah ich? - Zunächst nichts!

Erst eine leichte Bewegung etwa in Höhe meiner Knie ließ mich tiefer blicken. Und was s

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